...von allen drei verbliebenen MC's ist das, womit dieses Album sich besonders hervor tut. Die ruffness der beiden Vorgänger ist keineswegs vollständig verflogen, auch wenn die Produktion schon etwas sauberer klingt. Dieses Album reihte sich seinerzeit in einen ganzen Packen Comebacks ein (EPMD, Public Enemy, GangStarr, Brand Nubian und noch so einige mehr) die damals versuchten den HipHop von der drohenden Wackness doch nochmal zu retten (was zusammen mit Gruppen wie den Hieroglyphics eigentlich auch nochmal ganz gut gelang).
Mit "Raze it up" und "Street Niggaz" legt die Truppe einen fulminanten Start hin, der an alte Zeiten erinnert. Auch nahezu Mitglied X-1 fügt sich gut in die Gruppe ein. Wirklich viel neues gibt es inhaltlich nicht. Man sollte sich halt nicht mit ihnen anlegen, aber das war auch schon zu BacDaFucUp Zeiten bekannt. Interessanter sind dagegen "Veronica" und "Rob and Vic", in denen sich insbesondere Sticky Fingaz als richtig guter Storyteller zeigt. Die größte Entwicklung hat aber m.E. Fredro Starr hingelegt, der in praktisch allen Tracks mit makelosem Reimfluss besticht. Aber auch die anderen beiden sind weit über ihre Anfangszeit hinausgewachsen. Besonders gut gefällt "Face down", welches eine Line von LL Cool J, aus dessem Gastauftritt bei EPMD's Rampage ("Business as Usual"), sampelt. Zu einem relaxten Beat klingen die drei hier so unglaublich böse, dass selbst Ice Cube Angst bekommen würde. Von den Gästen überzeugte mich Big Punisher am meisten. Der Rhymestyle ist einfach krank gut.
Insgesamt zeigt die Scheibe die selben fast comic-haften Gewaltdarstellungen, wie die beiden Vorgänger. Es ist zwar einerseits nicht mehr besonders originell, andererseits hat sich die ganze Truppe stilistisch so stark weiterentwickelt, dass das hier fast die beste Onyx Scheibe ist. Der Absturz nach diesem Album war m.E. dafür um so gewaltiger.