Aus der Amazon.de-Redaktion
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Moviemans Kommentar zur DVD: Absolute Spitzen-Produktion in Bild und Ton.
Bild: Das sind dann halt diese optischen, komplett digitalen Top-Produktionen, die schlichte Perfektion liefern. Die Detailschärfe ist beängstigend tief und liefert Totalen mit lupenreinen feinheiten ab. So sind etwa bei der großen Feier und dem Star-Defilée die Zuschauergesichter fast noch auf ihrenm Gesichtsausdruck hin überprüfbar (01:02.00). Es gibt keine Artefakte, keine Nachzieher, kein Rauschen und die Farben sind perfekt getimt. Wunderbar.
Ton: Neben den genannten Tonspuren wird noch eine in Östereichisch angeboten, auf der aber eigentlich kein Unterschied zur deutschen vernehmbar ist. Der Sound ist wie das Bild perfekt animiert. Der Optik wird akustisch wahrlich Leben eingehaucht. Jedes kleinste Geräusch wirkt authentisch und selten klnag einvon hinten antrabende Pferd eindringlicher als hier (00.54.40). Wenn einer der Fanfaren Bläser es nicht lassen kann, die Titelmusik zu "Hawaii 5-0" zu intonieren, erschalte ein galsklarer, den Raum einnehmender Trompetensaoud, Das Feuerwerk bei 01.01.01 ist ebenfalls eine solche Referrenz-Situation.
Extras: Zwei Audiokommentare liefern genug Hintergrundinfos, so daß einem wirklich kein Gag entgeht, denn oft wird auf Hintergrund-Witzlein eingegangen. Die Song-Paradie, in der 11-Popsongs persifliert werden, ist haltlos witzig und die Making Ofs sind ausnahmsweise wirklich interessant, weil es hier wirklich um Feinheiten in der Animation geht, die erläutert werden. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Stolz prangt das neue 'Dreamworks Animation'-Banner über dem Aushängeschild des jungen Hollywood-Studios, das im September seinen zehnten Geburtstag feiern wird. Nachdem seit dem eineinhalb Jahre zurückliegenden Erfolg von 'Catch Me If You Can' die Luft ein wenig raus gewesen war und gerade Jeffrey Katzenbergs Zeichentrickabteilung zuletzt empfindliche Rückschläge einstecken musste ('Spirit - Der wilde Mustang' spielte weltweit weniger ein als 'Shrek 2' in den USA an den ersten fünf Tagen), dürfen sich die Traumarbeiter nach getanem Werk nun wieder entspannen. Schon in den ersten fünf Minuten - einer rasend schnellen und ebenso witzigen Montage über die verliebten Flitterwochen von Shrek und Prinzessin Fiona - hält der von Andrew Adamson diesmal mit Kelly Asbury und Conrad Vernon inszenierte Film mehr Lacher bereit als die meisten Komödien des letzten Jahres über ihre komplette Laufzeit.
Mit der Heimkehr der Shreks in den Sumpf und dem Einsetzen des Alltags beginnt auch die eigentliche Handlung des Films, die schnell auf den Punkt gebracht wird. Bevor man sich nämlich ein eigenes Leben aufbauen kann, steht der Besuch bei den Schwiegereltern auf dem Programm, in einem weit, weit entfernten Land, das zufällig Far, Far Away heißt und noch zufälliger, nach langer, beschwerlicher Reise, bei der sich auch wieder der Esel zu dem Oger-Pärchen gesellt, aussieht wie Beverly Hills und Hollywood - Anlass für ein paar lässige freche Seitenhiebe, wie beispielsweise ein Coffeeshop, der 'Farbucks' heißt. Anstatt großer Freude über die Heimkehr der verlorenen Tochter mit ihrem Retter macht sich alsbald Ernüchterung breit bei König Harold und Gattin Lillian: Weder sind sie begeistert von der Erscheinung der Tochter, noch können sie ihrem mit Flatulenzen und schlechten Manieren ausgestatteten Schwiegersohn etwas abgewinnen. Das treibt einerseits einen Keil zwischen die jungen Liebenden, andererseits Harold dazu, einen Auftragskiller auf Shrek anzusetzen. Eine durchtriebene Fee und ihr eitler Sohn Prince Charming tragen zudem zur Verwirrung bei, die sich nach allerhand Verstrickungen bei einem großen Ball zu den Klängen von 'La Vida Loca' in einem der vergnüglichsten Showdowns des Animationsfilms in Wohlgefallen und einige Überraschungen auflöst.
Mehr noch als das Original fährt 'Shrek 2' Schlitten mit den tradierten Märchen-Klischees. Kann man einen Film ernsthaft nicht lieben, in dem Schneewittchen als 'lebt mit sieben Männern, ist aber nicht einfach' beschrieben, Aschenputtels Stiefschwester eine bärtige Vettel mit der Stimme von Larry King und Pinocchio eine eigentümliche Vorliebe für G-String-Tangas hat? Gemessen an der Ausgangssituation und dem wunderbaren Gespür der Macher für Figuren ist es ein wenig enttäuschend, dass die Handlung selbst wenig mehr ist als eine - zugegeben hinreißende - Sketchparade, in der sich Spannung und Aufregung immer nur aus der jeweiligen Situation ergeben. Zugegeben ist es auch ein eher hoffnungsloses Unterfangen, dieses vor Einfällen und wunderbaren Charakteren förmlich überberstende Füllhorn der guten Laune in ein Handlungskorsett zu schnüren. Und wer eine Filmfigur wie den gestiefelten Kater aus der Taufe hebt, der sich im schönsten Moment des Films im Handumdrehen von einem verwegenen Mantel-und-Degen-Desperado in ein großäugiges Miezekätzchen verwandelt (zur Freude des Zusehers fanden die Filmemacher das wohl ebenfalls so toll, dass sie die wundersame Verwandlung später noch einmal wiederholen), dem verzeiht man ohnehin alles. ts.