Für einen Filmkoponisten ist es ein zweischneidiges Schwert für einen Dreamworks-Trickfilm zu arbeiten. Einerseits geht es da meist um ein prestigeträchtiges Projekt, andererseits stehen da meist angesagte Pop-Songs im Vordergrund und auf den eigentlichen Score wird wenig Wert gelegt. Und so hat sich Harry Gregson-Williams bei Shrek 2 auch hörbar nicht mehr sonderlich ins Zeug geworfen. Schaffte er es noch in Teil 1 zusamen mit Kollegen John Powell die wenigen Score-Minuten gewitzt und einfallsreich zu füllen, so hören wir in Teil 2 nur noch einen unmotivierten Aufguss der bekannten Themen. Es gibt nicht viel neues, einzig der Walzer in Track 4 verdient ein Aufhorchen und rettet dem Soundtrack die zwei Sterne. Der Rest ist kurz, wenig originell und ohne klare Linie, was den Hörfluss beträchtlich schmälert. Und wenn die CD nach Titel 22 sang- und klanglos aufhört zu spielen, ärgert man sich doch ein wenig über den Kauf und greift zum Original Shrek 1... oder besser noch zu "Sinbad, Herr der sieben Meere", weil Gregson-Williams da mal zeigen darf, wie gekonntest Trickfilm-Scoring wirklich zu klingen hat!