Produktinformation
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| 1. Sunburn |
| 2. Muscle Museum |
| 3. Fillip |
| 4. Falling Down |
| 5. Cave |
| 6. Showbiz |
| 7. Unintended |
| 8. Uno |
| 9. Sober |
| 10. Escape |
| 11. Overdue |
| 12. Hate This and I'll Love You |
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Aus der Anfangs als "Radiohead-Abklatsch" verschrieenen Band ist mittlerweile eine anerkannte Rocktruppe geworden, die eine große Fangemeinde besitzt. Die Produktion ist bei den Nachfolgern "Origin Of Symmetry" und "Absolution" noch perfekter geworden, während alte Stärken beibehalten worden sind.
Diese Ursprünge, diese Stärken finden sich auch bereits auf dem ersten Album "Showbiz". Auch wenn dieses Album noch einige Ecken und Kanten aufweist, so ist es doch der Ausgangspunkt für die bislang erfolgreiche Karriere und die gelungene Diskographie. Wer damals genau hinschaute, der konnte vielleicht schon erahnen, dass diese Band mit ihrem monumentalen Alternative-Rock das frühe 21. Jahrhundert mitprägen würde.
Was aber macht Muse so besonders und besonders hörenswert? Da sind in erster Linie die Stimme Matthew Bellamys und sein beeindruckendes Gitarren- wie Klavierspiel. Er ist zugleich der kreative Kopf der Band. Die Band wird durch Chris Wolstenholme (Bass) und Dominic Howard (Drums) komplettiert. Alle drei sind auf ihren Instrumenten sehr versiert und haben es geschafft, eine Lücke in der Welt der Genres zu finden. Wundervoll melancholische Melodien treffen auf harte Riffs, was nicht immer ganz einfach anzuhören, sondern hin und wieder gar anstrengend ist. Diese Kombination wird aber das Markenzeichen der Band in den nachfolgenden Jahren sein und auf keinem Album so gut wiederzufinden wie auf "Showbiz".
Track Nummer zwei - Muscle Museum - ist einer der Klassiker, der nach wie vor von der Band bei quasi jedem Konzert gespielt wird. Er ist wahrscheinlich auch einfach einer der typischsten: Die Musik ist nicht unbedingt etwas für fröhliche Stunden. Im Gegenteil. Man hat das Gefühl Bellamy wolle all seinen Schmerz heraus schreien. Dies passiert aber dermaßen genial (so dass sich der Klang seiner Stimme und der Klang des kreischenden Gitarrenverstärkers vereinen) und auf musikalisch dermaßen hohem Niveau, dass man gebannt zuhören will. Dennoch Muse zu keinem Zeitpunkt übertrieben pathetisch. Showbiz bleibt in jeder Sekunde "down-to-earth".
Wirklich positive Momente sucht der Hörer auf "Showbiz", aber auch auf den anderen beiden Alben vergebens. Es ist in der Regel eher eine Mischung aus ruhiger Trauer und trauernder Wut, die das Bild dominiert. Dies zeigt sich auch in den Texten, die allerdings nicht sehr einfach zu deuten sind.
Wer keine Angst hat, sich seinen Ängsten zu stellen, der wird mit einem wunderbaren Album belohnt, dass zu 101% Prozent ehrlich ist, besoners, weil es ganz am Anfang der Karriere der Band steht. Dass dort hin und wieder mal die eine Ecke oder Kante auftaucht, stört nicht. Diese Kanten werden spätestens mit dem Nachfolger verkleinert.
Auch wenn Muse sicherlich keine Musik ist, die man zu jeder Zeit hören kann, oder einfach "nebenbei" laufen hat, so sollte sie doch in jeder Plattensammlung zu finden sein, falls man das Bedürfnis hat, mit jemandem eine Runde lang zu trauern und seine Wut herauszusingen, auch wenn man nicht die Stimme dazu hat.
Anspieltipps: Der Klassiker Muscle Museum und das genauso zeitlose Showbiz.
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