Also ich bin zufällig zu bls gekommen, Zakk Wylde war mir schon vorher ein Begriff. Die vorhergehenden Alben kenne ich nicht. Es hat sehr viel viel von Ozzy Ousbourne auf Zakk abgefärbt, vielleicht ist es auch diese Art amerikanischen HardRock spiels, der Gesang typisch gezogen, fast durchgehend Midtempostücke, die alle recht kraftvoll daherkommen, das "Rad" aber nicht neu erfunden wurde.
positiv: Zakks Gitarrenspiel ist wirklich genial, kein bisschen "rumgegniedel" sondern klare straighte Solis und auch Riffs, gespickt mit an allen Ecken glimmenden Flageoletttönen und spieltechnisch ganz groß. Selbst bei schnellsten Notenabfolgen hat man das Gefühl jeden Triller einzeln in der Luft stehend zu hören, sauber, sauber. Das macht einfach nur Spass zuzuhören. Arrangements der Songs sind auch völlig i.O., Mix hört sich gut abgestimmt an.
negativ: neben den wirklich guten Stampfern gibts einige Balladen, die eher in die Abteilung Hitparade gehören und etwas sehr triefend-fettig wirken, was gar nicht zu so einem langhaarigen, bärtigen, J.W. Black-label trinkenden Hühnen passt. Zweitens: wenn es schon (sogar recht gute) Pianostücke, intros oder Begleitungen gibt, dann bitte nicht so, dass man es hört, dass es die Pianosimulation oder Streichersimulation aus irgendeinem E-Piano ist. Das hört sich dann zu billig an.
also unterm Strich ein gelungenes Album, was man immer mal in die Anlage reinschieben kann, zum nebenbei und direkt hören gut geeignet.