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Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild ist angesichts des 16mm-Materials wirklich herausragend, der Ton bleibt jedoch schwach und auf die Dialoge konzentriert. Mit dem Bonusmaterial erhält man einige sehr sinnige und interessante Features.
Bild: "Shortbus" ist ein Low-Budget-Film, der auf 16mm gedreht wurde. Zieht man das in Betracht, dann ist das Bild wirklich phänomenal (man vergleiche etwa nur mit dem deutlich teureren "Sex and the City", das ebenfalls auf 16mm gedreht wurde). Erstaunlich sind die akkuraten Farbwerte, die man anhand der Hauttöne sehr schön beurteilen kann - und das gilt umso mehr, da es hier wahrlich nicht zu wenig nackte Haut zu sehen gibt. Der größte Minuspunkt des Films ist wohl der Rauschwert, der aufgrund des Filmmaterials relativ hoch ist, wobei man den mitunter grobkörnigen Look auch auf Gesichtern erkennen kann. Allerdings ist der Wert etwas wechselhaft und einige Bilder sehen besser aus. Darüber hinaus gibt es auch filmische Elemente, die innerhalb der Handlung mit Videokamera aufgezeichnet werden, wobei man dies durch eine deutlich schlechtere Qualität vom Rest des Films abhebt. Teilweise fällt Blockrauschen auf (00:34:55). Der Kontrast ist gut gemacht, wobei der Film auch recht hell angelegt ist, so dass man gar nicht erst in die Verlegenheit kommt, den Schwarzwert in dunklen Szenen definieren zu müssen. Die Vorlage ist trotz des billigen Filmmaterials gut erhalten.
Ton: "Shortbus" ist nicht die Art Film, die unbedingt einen DD 5.1-Track braucht, geschweige denn DTS-Sound. Der Film lebt von den Dialogen und kann wenig Räumlichkeit aufbauen. Das Geschehen findet frontal statt, wobei die Soundeffekte, der Bass und die Surrounds mehr als nur spärlich eingesetzt werden. Dafür gibt es bei den Dialogen deutliche Unterschiede, denn während der O-Ton teilweise etwas schwach klingt, weil er direkt beim Dreh aufgenommen wurde, ist die deutsche Variante deutlich vitaler und besser zu verstehen. Auf den hinteren Kanälen findet übrigens so gut wie nur die Musik statt.
Extras: Das Bonuspaket ist großzügig geschnürt worden. Es gibt einen Audiokommentar des Regisseurs, der von einigen seiner Schauspieler begleitet wird, wobei die Darstellerin der Sofia etwa ausgiebig davon berichtet, wie gedreht wurde, als ihre Figur zum Ende des Films endlich ihren ersten Orgasmus erlebt. Das halbstündige Making Of gibt über den ungewöhnlichen Film Aufschluss und zeigt, wie die Schauspieler gefunden wurden. Bevor das Drehbuch geschrieben wurde, fanden Workshops statt, in denen die Schauspieler mit ihren Figuren arbeiteten, womit man deutlich mehr Realismus erzeugen wollte. Die kurze Featurette über die Orgie ist wenig ergiebig und eigentlich überflüssig. Dafür gibt es noch eine knappe halbe Stunde an entfallenen Szenen. Es sind acht an der Zahl, wobei einige durchaus wichtig für den Film sind, aber wohl wegen der Lauflänge geschnitten wurden. Abgerundet wird das Ganze durch den Trailer. Außerdem gibt es noch die Soundtrack-CDs mit den Songs aus dem Film. --movieman.de
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