In Bickhams Buch geht es nicht darum dem Leser trockene Theorie auf das Auge zu drücken, sondern diesen zum Schreiben zu aktivieren. Er fordert den Leser zum aktiven Handeln auf und stellt ihm fortwährend Aufgaben. Erst nach dessen Bearbeitung soll der angehende Autor weiterlesen.
Bickham vertritt in seinem Buch das "Karteikarten-System" um den Leser anzuhalten jede seiner Geschichten gewissenhaft zu planen. Im Laufe der Kapitel erarbeitet sich der Leser ein eigenes Karteikartenarchiv indem der Autor Gefühle, Stimmungen, Menschen, Situationen, Orte und Plätze angesammelt hat und jeder Zeit wieder nachschlagen kann. Das Fundament, zu diesem Archiv, wird mit der Selbsterforschung der eigenen Persönlichkeit gelegt. Danach werden Personenkarten über Bekannte, Freunde, Dialogfetzen erstellt usw.
Wenn der Fundus an angefertigten Karteikarten eine gewisse Größe erreicht hat, kann der Leser seine erste Geschichte gezielt planen. Das Thema der Geschichte, Schauplätze, Figuren, Höhepunkt sowie Schluss können mit den Karteikarten angelegt werden, um dann Schritt für Schritt die einzelnen Szenen zu kreieren. Durch dieses System können die einzelnen Personen oder Szenen, ohne viel Mühe, nochmals überarbeitet und ausgetauscht werden. Nach späterer, nochmaliger Lesung und gegebenenfalls Überarbeitung hat man seine erste, gezielt geplante Geschichte geschrieben.
Neben diesen praktischen Lektionen werden auch zwischendurch hilfreiche, sogenannte "Auszeiten" eingestreut in denen wichtiges theoretisches Basiswissen vermittelt wird. Bickham schafft es, in dem etwas mehr als 200 Seiten starken Band, die Kunst des Kurzgeschichtenschreibens zu vermitteln.
Erfolgreiche Kurzgeschichten müssen keine Zufallsprodukte sein - sie können auch gezielt verfasst werden.