Raymond Carver ist einer der amerikanischen Meister der Kurzgeschichte.
Er sagt selbst über sich, dass er nie die Zeit fand, einen Roman zu schreiben, denn wenn er abends heim kam, reichte die Zeit bloß noch für Stories.
Seine Kurzgeschichten wurden oft mit denen von Ernest Hemingway und Anton Pawlowitsch Tschechow verglichen.
Ich selbst finde seine Stories denen von Charles Bukowski aber ähnlicher, und das meine ich positiv.
Beschreibung, innere Monologe, Dialoge und die Themeninhalte erinnern stark an die ebenso intensiven Texte Charles Bukowskis.
Carver verknappt seine Texte auf das notwendigste. Immerhin hat er lange an den Texten herumgefeilt, auch wenn ihm nachgesagt wurde, dass sein Lektor Lish oft noch daran herumgedreht bzw. sie umgeschrieben hat - aber das kann ich nicht beurteilen.
Inhaltlich erzählt Carver in seinen Stories über das Alltägliche und demontiert damit dem schillernden American Way of Life. Ehekrisen, Trunksucht, Angeln, Jagen, Wetten ... das sind seine Themen.
Fazit: Großartige Stories, vergleich mit Bukowski und Steinbeck.