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Im Mittelpunkt der Arbeit steht das - in den Medien oft als Schulmassaker oder Amoklauf bezeichnete - Phänomen der School Shootings. Der Autor stellt das Problem in den größeren Zusammenhang allgemeiner Tötungsdelinquenz, referiert den internationalen Stand der Forschung und präsentiert eine Zusammenstellung aller bislang bekannt gewordenen School Shootings, wobei auch Nachahmungstaten Berücksichtigung finden. Auf der Grundlage einer kritischen Durchsicht von Erklärungsansätzen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen (vor allem der Kriminologie, forensischen Psychiatrie, Entwicklungspsychologie sowie der verhaltenstheoretischen Kriminalistik) entwickelt der Verfasser ein eigenes Modell, in welchem der Kategorie der "prädeliktischen Phantasie" eine Schlüsselfunktion zukommt. Abschließend erläutert er deren Bedeutung anhand des Vorfalls am Erfurter Gutenberg - Gymnasium. Damit bildet die Arbeit eine unentbehrliche Grundlage für erfolgversprechende Ansätze in der Prävention.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für Fachleute eine Pflichtlektüre,
Von
Rezension bezieht sich auf: School Shootings. Über die Relevanz der Phantasie für die Begehung von Mehrfachtötungen durch Jugendliche (Taschenbuch)
In diesem Buch über Schulmassaker (Erfurt, Columbine usw.) werden Erkenntnisse zu den international vorgefallenen (75!) Taten auf dem aktuellen Stand des Wissens dargestellt. Ein Verlaufsmodell lässt die Entwicklung nachvollziehen, die einer so gravierenden Tat vorausgeht. Insbesondere das für Deutschland so relevante Beispiel des Blutbads in Erfurt wird ausführlich behandelt und analysiert.Das Buch ist anspruchsvoll geschrieben, aber sehr gründlich, aktuell und anschaulich. Die Bedingungsgefüge und Verläufe der Taten werden dabei ebenso thematisiert wie erste Wege zu ihrer Prävention. Für Fachleute, die beruflich mit Gewalt an der Schule zu tun haben, ist das Buch eine Pflichtlektüre. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragendes und gründliches Werk zu einem spannenden Thema,
Von Tobias Stephan "psycho-leipzig" (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: School Shootings. Über die Relevanz der Phantasie für die Begehung von Mehrfachtötungen durch Jugendliche (Taschenbuch)
In "School Shootings" beschäftigt sich Frank Robertz mit einem in den letzten Jahren hochaktuellen Thema. Anders als andere Straftaten spiegelt hier die verstärkte Medienberichterstattung auch eine tatsächliche Zunahme dieser Delikte dar. Der Autor erklärt zunächst, warum er sich für den amerikanischen Begriff "School shooting" entschieden hat und grenzt diesen von anderen Begriffen wie Amoklauf ab. Es handelt sich bei Schießereien in Schulen eben nicht um impulsive, ungeplante Taten, sondern um langfristig in der Phantasie vorgeplante Delikte.Hierauf (auf der Bedeutung der Phantasie der Täter) liegt auch der Schwerpunkt der Arbeit. Nach einem Literaturüberblick über Tötungsdelikte und speziell über "School shootings" stellt der Autor kriminologische "Kontrolltheorien" vor, um mit ihrer Hilfe eine Erklärung für "School shootings" zu finden. Er stellt verschiedene Konzepte zum Phantasiebegriff vor und untersucht die Bedeutung von Phantasien in der kriminologischen Forschung. Auf der Grundlage all dieser Erkenntnisse fußt schließlich sein Modell zur Erklärung von "School shootings", welches er eindrucksvoll am Beispiel des Erfurter "School shootings" erläutert. Das Modell ist gut nachvollziehbar und stellt eine gute Grundlage zur Erklärung dieser eigentlich unerklärlichen Delikte dar. Es wird deutlich, dass viele Faktoren zusammentreffen müssen, um eine solche Tat zu ermöglichen. Ohne ausgeprägte dissozial ausgerichtete Phantasien sind "School shootings" aber unvorstellbar. Das Buch ist gut lesbar und informiert auf spannende Weise über das Thema. Es wird auch möglich, aus Robertz' Modell Präventionsstrategien abzuleiten. Es ist aber ein Fachbuch und daher für Laien eher ungeeignet. Unklar blieb mir aber der Sinn der Darstellung des psychoanalytischen Phantasieverständnisses. Hier scheint der Autor seine persönlichen Vorlieben ausgelebt zu haben, ohne dass dies sein Modell in irgendeiner Form weitergebracht hätte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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