1958 hat Robert Bloch diesen Roman geschrieben. Das Alter merkt man vor allem daran, dass wegen Marihuanas (!) gemordet wird. Zu dieser Zeit hatte Bloch vier Romane geschrieben, aber vor allem Kurzgeschichten - für 1 Cent pro Wort. Vier Jahre später ist Bloch dann mit seinem Thriller
Psycho. berühmt und reich geworden.
Als ein bekannter Filmstar ermordet wird, ermittelt ein einäugiger Privatdetektiv in der Film- und Schauspieler-Szene Hollywoods. Wie es für hard-boiled-Thriller üblich ist, bekommt der Detektiv jedes nur denkbare Hindernis in den Weg gestellt. Daraus bezieht diese Art Romane ihren Reiz und ihre Spannung: wird es ihm gelingen, das Hindernis zu umgehen? Wie umgeht er das Hindernis? Was wird er als nächstes tun? Dass der Fall letzten Endes gelöst wird, ist klar. Das ist Ende ist dabei durchaus überraschend.
Ein weiteres Kennzeichen dieser Art Thriller ist die knappe Sprache, wenige Beschreibungen und eine Handlung, die sich ständig weiter entwickelt. Gerade diese sparsamen Formulierungen lassen im Kopf des Lesers Bilder entstehen, lebendige Figuren, fast sogar Gerüche.
Vier Sterne für diesen Thriller - und einen Extra-Stern für den Verlag. Der Verlag gibt regelmäßig verschollene oder vergriffene hard-boiled-Thriller wie diesen heraus. Jeder davon ist lesenswert - und alles andere als frauenfeindlich, was dieser Art der Literatur manchmal vorgeworfen wird. Die Frauen werden bewundert, sind begehrenswert, aktiv. Die Detektive hart und einsam. Beide Rollenbilder sind überzeichnet, aber immer glaubwürdig. - Also: kaufen, bevor das Buch wieder für Jahre verschwindet!