Wer Michael Madsen nur oberflächlich aus Filmen und Serien kennt, die zum Teil nicht einmal die Kategorisierung B verdienen, den wird dieses doch sehr einfühlsame Buch überraschen. Für diejenigen aber, die bewußt den Ausdruck in seinen Augen verfolgen, ist von Anfang an klar, wovon in diesem Buch die Rede sein wird. Mit einer gekonnten Mischung aus semantischen Spielereien und impressionistischer Gestaltung schafft es der Autor, den Leser genau da zu erwischen, wo er ja bekanntlich am Verwundbarsten ist. Die teilweise enttäuschende Übersetzung sollte man beiseite lassen und den englischen Text ruhig auf sich wirken lassen. Denn wer dieses Buch zu schnell liest, dem werden alle Feinheiten entgehen, zu denen Madsen fähig ist. Einsamkeit, Tristesse, all diese Floskeln werden der Stimmung nicht einmal im Ansatz gerecht, und nur wer sich schon einmal so gefühlt hat, der wird dieses Buch verstehen können.