Ein gutes Buch, in dem die traditionelle Bauweise der japanischen Trennwände recht gut beschrieben wird. Zwar sind die Erklärungen teilweise etwas fachlich gehalten, aber dennoch nachvollziehbar.
Es werden auch verschiedene Varianten der Shoji beschrieben. Habe bereits meine erste Shojiwand selbst gebastelt. Ist mir sogar recht gut gelungen.
Derjenige, der mit traditionellen Holzverbindungen nicht so viel anfangen kann, der sollte einfach ein paar Holzschrauben mit Senkkopf verwenden. Geschraubte Verbindungen halten ja auch recht gut und der Unterschied ist nicht wirklich zu erkennen.
Trotzdem sind die traditionellen Zapfenverbindungen natürlich besser, aber es ist doch um einiges aufwändiger und dauert nun mal seine Zeit.
Mit ein bisschen handwerklichem Geschick sollte man die im Buch beschriebenen Shoji durchaus nachbauen können. Man muss ja nicht alles haarklein genauso machen, wie es im Buch erläutert ist. Man kann doch z.B. andere Maße nehmen, oder wie schon erwähnt auf andere nicht sichtbare Holzverbindungen (Schrauben, Kleben, ...etc.) zurück greifen.
Alles in allem ein gelungenes Buch, nur ein wenig teuer, wie ich finde. Daher auch nur 4 Sterne von mir. Aber ich denke mal, nahezu alles was aus dem japanischen Raum kommt, ist hier bei uns ein wenig kostspieliger.
Ach übrigens, Shoji selber bauen spart erhebliche Kosten. Wer sich solche Wände von einer Firma für einzelne Wände, Zimmer, Möbelverkleidungen, oder gar die gesamte Wohnung einbauen lassen möchte, muss wahnsinnig tief in die Tasche greifen. Meiner Meinung nach unbezahlbar.
Also mein Tipp: Wer sich ersthaft solche Shoji-Wände selbst bauen möchte, der sollte dieses Buch kaufen.