Als langjähriger Verfolger seiner Karriere, angefangen beim neuen Sound von Timbaland & Magoo in den Neunzigern und der Entdeckung von Missy Elliot, muss ich mir dieses Album eigentlich nicht geben. Man soll aber auch eigentlich seinen Stil nicht mit dem von vor 15 Jahren vergleichen. Timbaland hat bei einem Ausreisser in die Pop-Welt zu Justin Timberlake und Nelly Furtado einen großen Spagat hingelegt....und sich dabei nicht nur ein großes Netzwerk an Künstlern aus diesem Genre zugelegt, sondern auch wahrlich aufgehalst. Bei diesem Spagat hat er sich eine böse Zerrung zugezogen, keine Frage. Das Album startet mit einem defitgen Intro von einem Gast-DJ, er hätte es selbst genauso gut hinbekommen! Danach steigert sich das Album von einem schwachen Timberlake Song über einige Rap-Tracks, bis hin zu Reinfällen wie die Nummern IF WE EVER MEET AGAIN mit Kate Perry und EASE OFF THE LIQUOR. Wir schwanken zwischen Gänsehaut Club-Joints bis hin zu Schüttelfrost EUROPOP/TRANCE Katastrophen. Gegen Ende des Albums wird es wieder etwas slower, es kommen eigentlich die besseren Lieder des Albums. Am Ende muss ich allerdings sagen, dass mich bis auf MEET IN THA MIDDLE und MORNING AFTER DARK ( Burner ) nichts wirklich vom Hocker reisst. Gesanglich sind die Features schon überdurchschnittlich gut, aber ich ziehe dann doch einen Timbo Beat auf einem Jay-Z Album diesem Gesamtwerk vor, das wird mir auf die Dauer ganz klar zu anstrengend. Shock Value I war da wirklich eine Nummer besser. Sei es drum.....ich denke am Ende ist er trotz diesem Fehltritt noch lange nicht. Timbaland ist einer der kreativeren Produzenten im Geschäft, des sich nunmal mit vielen Styles und Artists auseinander setzt. Zumindest kann man ihm nicht vorwerfen, dass er Scheuklappen auf hat. Nach dreimaligem durchhören ringe ich mir 3 Sterne als Bewertung ab, denn die etwas rockig angehauchten Tracks finde ich nicht mal schlecht - aber noch so ein Ding, und es gibt Haue :)