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Shoah

Simon Srebnik , Michael Podchlebnik , Claude Lanzmann    Nicht geprüft   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Simon Srebnik, Michael Podchlebnik, Motke Zaidl, Hanna Zaidl, Jan Piwonski
  • Regisseur(e): Claude Lanzmann
  • Autoren: Claude Lanzmann
  • Sprache: Französisch, Deutsch, Hebräisch, Polnisch, Jiddisch
  • Untertitel: Englisch, Spanisch, Französisch
  • Anzahl Disks: 4
  • FSK: Nicht geprüft
  • Produktionsjahr: 1985
  • Spieldauer: 566 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000G8O00C
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 43.717 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Technische Angaben:
Bildformat: PAL 4:3
Sprachen / Tonformat: Mehrsprachige OF (Dolby Digital 1.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch
Ländercode: Codefree

Amazon.de

Eine Rezension über einen Film wie Shoah zu schreiben, erscheint wie eine unmögliche Aufgabe: Wie soll man einen der ausdrucksvollsten Diskurse, die es je auf Film gegeben hat, so zusammenfassen, dass Menschen erkennen, dass es sich hier um einen Dokumentarfilm von immenser Wichtigkeit handelt. Einen Dokumentarfilm, der nur schwer zu ertragen ist, es aber dennoch wichtig ist, dass man ihn erträgt. Einen Dokumentarfilm, der nicht nur die Fakten aufzeigt, sondern auch Zeugnis ablegt? Wir werden immer wieder dazu ermahnt, "niemals zu vergessen". Dieser Film hilft uns dabei, diesen Auftrag zu erfüllen, auch noch lange nachdem der Film zu Ende ist.

Ja, Holocaust-Filme gibt es viele, dokumentarische wie auch erfundene. Einige -- wie The Last Days, Schindlers Liste und Das Leben ist schön -- haben sogar Eingang ins Mainstream-Kino gefunden. Shoah ist aber kein Film über den Holocaust als solchen. Es ist ein Film über Menschen. Es ist ein Film, der sich neuneinhalb Stunden dahinschlängelt, der niemals anschauliche Darstellungen zeigt oder sich in die politischen Aspekte dessen vertieft, was im Europa der 30er und 40er Jahre vor sich ging. Lanzmann spricht statt dessen mit Überlebenden, mit SS-Männern, mit denen, die die Vernichtung von sechs Millionen Juden miterlebt haben.

Regisseur Claude Lanzmann verbrachte elf Jahre damit, Menschen ausfindig zu machen, sie zum Reden zu bringen, ihnen Fragen zu stellen, mit denen sie nicht konfrontiert werden wollten. Wenn sich ehemalige Soldaten weigerten, vor der Kamera zu reden, dann filmte Lanzmann eben heimlich. Wenn Menschen kurz davor waren, zusammenzubrechen und keine Fragen mehr beantworten konnten, dann fragte Lanzmann trotzdem. Er nennt die Opfer beim Namen. Er fährt durch einen Ort, der vor dem Dritten Reich überwiegend von Juden bewohnt war, wobei ein Bewohner erklärt, welchen Juden früher was gehörte. Lanzmann reiste durch die ganze Welt -- er sprach mit Arbeitern in Polen, Überlebenden in Israel und ehemaligen Offizieren in Deutschland.

Er ist keineswegs ein distanzierter Interviewer, seine Untersuchungen sind zutiefst persönlich. Ein Mann beackert den Boden, auf dem einst Treblinka errichtet wurde. "Stören Sie die Schreie denn nicht?" fragt Lanzmann. Als der Bauer die Frage mit einem Lächeln abzutun scheint, ist Lanzmanns Erregung unverkennbar. "Ist Ihnen das denn alles egal?" will er wütend wissen, nur um gesagt zu bekommen: "Wenn sich mein Nachbar in den Daumen schneidet, spüre ich keinen Schmerz." Die Antworten, die Einzelheiten sind schwer zu ertragen -- sie sind dennoch entscheidend.

Shoah erzählt die Geschichte des grausamsten Ereignisses des 20. Jahrhunderts -- weder chronologisch noch mit historischen Details, jedoch auf eine noch viel wichtigere Art und Weise: durch die Personen, die daran beteiligt waren und die darunter gelitten haben. --Jenny Brown -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
94 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Standardwerk über den Holocaust 9. Juli 2009
Von AMBER
Format:DVD
"Shoah" (das jüdische Wort für Holocaust) von Claude Lanzmann ist ein filmisches Meisterwerk, für das er 13 internationale Preise gewann (siehe IMDB.com).

Lanzmann wurde 1925 in Frankreich geboren. Im zweiten Weltkrieg kämpfte er als Mitglied der Résistance, studierte nach dem Krieg Philosophie in Tübingen und arbeitete an der Freien Universität Berlin. In den 50er Jahren zählte er zum engen Freundeskreis von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir.

Lanzmann selber sagt über sein Werk: "Shoah" ist ein Film, der nicht altert. Er hat kein Alter. Obwohl er zwischen 1973 und 1985 entstanden ist. [Quelle: F.A.Z., 28.11.2007].

Der Film dauert neuneinhalb Stunden, unterteilt in 123 Abschnitte, ausgewählt aus 350 Stunden Aufnahmen, die er in den 12 Jahren Recherche zusammen getragen hat. Lanzmann besucht seine Zeugen in Polen, in der Schweiz, in Israel, auf Korfu, in den USA und in Deutschland. Er stellt ihnen Fragen, aber er wertet nicht. Er erklärt auch nichts; er lässt sie sprechen. Er besucht die Stätten der Vernichtung in Treblinka, Chelmno, Sobibor, Auschwitz sowie das Warschauer Ghetto und redet mit der Bevölkerung vor Ort über ihre Erinnerungen.

Es gibt 4 Discs, wobei die mir vorliegende niederländische Fassung leider kein Booklet hat. So musste ich den Film unterbrechen und in das Inhaltsverzeichnis auf der DVD schauen, wenn ich mich orientieren wollte. 32 Zeitzeugen sind auf der DVD namentlich erwähnt. (Eine Liste dieser Personen findet sich beispielsweise auf der Internetseite des Fritz Bauer Instituts. Da sind zwei Vornamen anders angegeben als auf der DVD, ansonsten stimmt die Liste mit den Angaben auf der DVD überein).
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40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Videokassette
"Einen ewigen Namen
will ich ihnen geben,
der nicht vergehen soll."
Jesaja 56, 5
Shoah, das ist jener unvergängliche Name. Der Begriff stammt aus dem Hebräischen und bedeutet so viel wie "Vernichtung" oder "Auslöschung". Bei Juden in aller Welt ist dieses Wort zum Synonym für den Holocaust, das größte Verbrechen der Menschheit geworden.
Mit "Shoah" betitelte auch der französische Filmemacher Claude Lanzmann 1985 seinen über 9-stündigen, berühmten Dokumentarfilm über die Todesmaschinerie der Nazis und eben jenen Aspekt der "Unvergänglichkeit", der "Unsterblichkeit" darf wohl kein Film so für sich in Anspruch nehmen, wie "Shoah".
Lanzmanns Opus Magnum ist ohne gleichen im schwierigen Genre des Holocaust-Films; es ist der Film, der gemacht werden mußte, als die letzten Zeugen des Grauens noch am Leben waren. Gezielt verzichtet der Regisseur auf jegliches Archiv- oder gar Rekonstruktionsmaterial; auch der Einsatz von Musik ist ihm völlig fremd.
Nein, Lanzmanns Film benötigt keine zusätzliche Dramatisierung wie etwa die von dem inzwischen 77jährigen Franzosen verhaßten Filme "Schindler's List" oder "The Last Days": Er läßt lediglich die Erinnerungen für sich sprechen, führt über neun Stunden lang Interviews mit Opfern, Tätern (häufig mit versteckter Kamera) und Zeugen, läßt seine Kameras immer wieder über die Orte und Überreste des Grauens fahren - Auschwitz, Treblinka, Sobibor.
Die Gespräche, die er führt und vor allem, die Fragen, die er stellt, sind von quälender Intensität. Lanzmann ist kein objektiver Beobachter.
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77 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unfassbar 1. Februar 2010
Von Ein Leser
Format:DVD
Nach 20 Jahren habe ich wieder den Film "Shoah" gesehen und war noch tiefer erschüttert als damals. Seine heute selten gewordene Filmsprache zieht einem in ihrer ruhigen und intensiven Art förmlich die Schuhe aus. "Schindlers Liste" oder Guido Knopp's NS-Dokus sind dagegen theatralische und eitle Veranstaltungen, die der Wahrheit so fern sind wie nur irgendetwas. Das Elend des Verreckens in Schlammlöchern, Gaswagen oder auch in der Schönheit polnischer Birkenwälder wird so greifbar, dass es z.T. kaum auszuhalten ist.
Eine monströse Kühle liegt bis heute über den Geländen der damaligen Vernichtungslager, auch wenn nur noch wenige steinerne Reste zu sehen sind. Alles spielt sich im Kopf des Zuschauers ab und man sieht mehr, als wenn man Archivmaterial sehen würde. Der völlig im Aussterben befindliche Stil des Weglassens ist hier zur hohen Kunst erhoben.
Ein Fossil von einem Film, der dennoch mehr sagt als tausend Bücher über den Holocaust.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der wichtigste Film über die Vernichtung der Juden! 17. Februar 2006
Von Shaun TOP 1000 REZENSENT
Format:Videokassette
Nachdem ich die Untertitel dieses 1985 veröffentlichten Films bereits vor langen Jahren als Buchveröffentlichung gelesen hatte, sah ich mir jetzt den noch viel wichtigeren ca. 9-stündigen Film Lanzmanns an. In ihm hat der französische Regisseur in während nahezu einem Jahrzehnt durchgeführten Interviews mit Tätern und Opfern des Holocaust und parallel eingeblendeten Szenen der Orte des umfassenden Verbrechens einen sehr wichtigen Beitrag zum Erinnern geleistet.
Er beginnt mit dem erinnernden Gesang des gealterten Simon Srebnik, jenes vormals 13-jährigen Jungen, der gezwungen wurde, der Verscharrung seiner in den LKW vergasten Eltern in Chelmno zuzusehen und bei der weiteren „Abwicklung“ dieser Todesmaschinerie mitzuhelfen. Franz Suchomel, SS-Unterscharführer, berichtet – heimlich gefilmt - ausführlich über die Geschehnisse in Treblinka. Joseph Oberhauser, heute Gastwirt, war ebenfalls verstrickt in die Ermordung unzähliger Juden, Lanzmann sucht ihn in seiner Gaststätte auf und konfrontiert ihn mit Bildern seiner SS-Kameraden, immer streng die Kamera auf sein Gesicht gerichtet. Raul Hilberg, der am umfassendsten über „die Vernichtung der europäischen Juden“ geforscht hat, erläutert an konkreten kleinen Dokumenten wie etwa einem Fahrplan der Reichsbahn, wie minutiös und penibel alles durchgeplant - und mit dem jüdischen Vermögen auch finanziert war bei den Deportationszügen in die KZ’s.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen komplett anderer Ansatz
denn diese Dokumentation zeigt keinerlei Originalaufnahmen vom Holocaust.
Wohl aber die originalen Schauplätze zur damaligen Zeit.... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Tagen von Dr. Gonzo veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen wird vergessen werden
Shoah wird vergessen werden. Leider. Ich werde das kurz erläutern;
Zu langsam, zu entschleunigt, zu anregend - statt Sensation zeigend. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Mozfather1959 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unglaublich
Die vielen Sterne sollen bedeuten: "Gefällt mir sehr" und das kann diese Dokureihe natürlich nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Sarastro veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen langweilig
langweilige Doku ... hab ihn bis heute nixjt zu Ende geschaut und bin eingeschlafen nicht zu empfehlen aber ist Geschmacksache meins war's nicht
Vor 9 Monaten von Leyla Karabulut veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein der (Dokumentarfilm-)Geschichte
Eine hervorragende Dokumentation, die nicht zuletzt aufgrund des schieren Umfangs Gänsehaut und Tränen fordert - denn klar ist, dass diese 9 Std. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Leise Olga veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Shoah
Dieser Film stellt die tiefe aller Menschlichen Abgünde in den Schatten.Menschen die eine gewisse Übersicht über
die Vorgänge hatten und nicht mit allen... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Hr.Schönleber veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Entgegen aller Ankündigung wenig eindrucksvoll.
Will man unendliche Film-Meter mit dem Anschauen von Eisenbahnschienen verbringen, geht die Zeit auch um. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Annemarie Höhmann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das MUSS jeder einmal gesehen haben
Diese Dokumentation auf 4 CDs ist so einzigartig wie in ihrer seltsamen Unaufgeregtheit bedrückend. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von vandevelde veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Diese Doku braucht keine Schreckensbilder.
Was C.Lanzmann hier vollbracht hat, ist unglaublich. Die befragten Zeugen dieser Zeit werden auf unglaubliche Art befragt und antworten auf eine Art und Weise, die unterstützt... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Harry Schmidt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Warum nicht auf DVD ?
Warum wird dieser film eigentlich nicht auf dvd geführt ? gut als uk-import, aber wäre es nicht auch wirklich wichtig diesen film auf deutsch und dvd zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Februar 2007 von Manuel Wellmann
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