Die Spermbirds zählten bis zu ihrem Split zweifellos zu den führenden Hardcore-Acts in Deutschland und bewiesen auf ihrem 94er Album einmal mehr, warum sie diese Stellung auch völlig verdienten. "Shit For Sale" ist der Titel der Platte, auf der sich die Band mit einem neuen Sänger, dem Amerikaner Ken Haus, präsentierten. Dieser verfügt über eine hervorragende Stimme, ob er sich nun die Seele aus dem Hals schreit oder in tieferen Tonlagen singt. Den Titel der CD sollte man nicht wörtlich verstehen, denn das Dargebotene ist alles andere als "Shit". So ganz unbeeinflußt vom damaligen Crossover-Trend war die Band zwar nicht, klingt die Produktion doch manchmal nach Metal. Insgesamt hat man es aber dann doch wieder mit klasse melodischen Hardcore-Songs zu tun, die ihre Größe vor allem auch dem Sänger zu verdanken haben. Die besten Stücke sind der Titeltrack und "I Feel Old (Part 1 & 2)". Mit "KKKREP" stellten die Spermbirds schließlich noch ihre political correctness unter Beweis, wie es sich für eine anständige Hardcore-Band zu gehören scheint. Empfehlensnwert! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)