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Was die Musik der sechs Finnen aus Helsinki am stärksten ausmacht, sind sicherlich die Kontraste aus glasiger fast überirdischer Klarheit und einer Erdigkeit, die kurzzeitig auch mal brachialer zum Ausdruck kommen kann. Auch wenn das schwer vorstellbar scheint, klingt das Ergebnis ungewöhnlich homogen und bleibt stets im besten Sinne leichtfüßig.
Entscheidend und im Vordergrund ist meist der engelsgleiche Gesang von Reeta Vestman. Aber auch die anderen Instrumente und Stimmen könnten, wenn ein klangliches Bindeglied hervorgehoben werden sollte, nahezu allesamt mit einer gewissen verklärten Reinheit und Transparenz beschrieben werden. Ein bisschen so, wie das klingen könnte, was einen beim Wechsel vom Diesseits in ein irgendwo höher gelegenes Andersseits empfängt und begleitet. Zu finden sind da neben Gitarren, Bass und Schlagwerk allerlei Orgeln und Klangwerk oder auch mal so etwas wie eine elektronische Singsäge.
Die Rhythmen sind abwechslungsreich, mal flotter mal ruhiger, die Arrangements sind wohltuend unkonventionell. Beispielsweise wird ein herrlich episches, sich eigentlich ganz und gar genügendes Instrumentalstück, schließlich nach fast vier Minuten, doch noch einmal von diesem zauberhaften Gesang überrascht, der jedoch sobald er da ist, für die letzten guten zwei Minuten kaum mehr entbehrt werden mag.
Die Band selbst nennt ihre Musik eine Mischung aus fragilem Folk, cineastischen Stimmungen und up-tempo Rock, zu dem man die Füße bewegen kann.
- Ja, so kann man das stehen lassen. Apropos, wer die Musik im Stehen zu hören bekommt, wird sicher nicht ruhig stehen bleiben können.
Der Klang ist gut, wenn auch nicht perfekt, aber schön bildlich, lebhaft und greifbar.
Die Vinylscheibe ist auch eine Überlegeung wert, birgt das ästhetische Klappcover nämlich auch eine Downloadlizenz für 320er MP3 Dateien.