Für mich gehören alle Filme mit Michael Douglas oder Melanie Griffith zu Sonderklasse. Deshalb habe ich mir den Import aus U.K. besorgt - leider fehlte da der deutsche Sound. Der Film basiert angeblich auf dem Buch von Susan Isaacs ("Wie ein Licht in dunker Nacht oder die Frau im Schatten". Während es im Buch hauptsächlich um die Befindlichkeiten junger, aufstrebender Frauen in ihrer Ausprägung als Sekretärinnen in diesen gut bekannten New Yorker Anwaltskanzleien geht, konzentriert sich der Film auf die ca. letzten 100 Seiten der Buchvorlage von Isaacs. Damit gewinnt der Film ungemein an Spannung! Der eher erzählende erste Teil des Buches tritt damit in den Hintergrund, der Thriller-Anteil rückt alleine in den Vordergrund. Er spielt im Milieu des US-amerikanischen Geheimdienstes vor und nach dem Eintritt der USA in die Kampfhandlungen des 2. Weltkrieges. Die "Frau im Schatten" ist die kluge Sekretärin (Melanie Griffith) des Leiters der OSS (Michael Douglas). Ihre jüdische Vergangenheit und ihre deutschen Sprachkenntnisse motivieren und qualifizieren sie zu einem höchst riskanten Agenten-Abenteuer. Sie erklärt sich bereit, geheime Unterlagen über die Raketenwaffen des Dritten Reiches aus einem Privathaus eines für die Entwicklung verantwortlichen SS-Mannes in Berlin zu beschaffen. Die Autoren des Filmbuches haben ihr Handwerk grandios beherrscht. Die Handlung läuft zielgrichtet auf den Höhepunkt zu und ein Happy End haben sie auch nicht vergessen. Also: schöne, spannende Unterhaltung, die nach der Lektüre des Originalromanes eigentlich nicht zu erwarten war.
Dr. Friedrich Wörndle