Kundenrezensionen

254
4,3 von 5 Sternen
Shining
Format: Amazon Instant VideoÄndern
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

100 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Auch wenn es King nicht so sieht: Stanley Kubricks Shining ist trotz der Verfremdung seines Buchs die bessere Verfilmung dieses Werks und ein (das) Meisterwerk des postmodernen Thriller- und Horrorfilms schlechthin. Die in den neunziger Jahren gedrehte Miniserie "The Shining", bei der Stephen King das Drehbuch schrieb, hält sich sehr genau an das Buch. Wenn man bedenkt, dass es sich dabei um eine TV-Produktion handelt und nicht um einen Kinofilm, ist der Horror-Dreiteiler nicht schlecht geraten. Kings geliebte "Heckentiere", die Kubrick als albern empfand, kommen dank moderner Computertechnik darin vor, und manche Szenen lassen durchaus die Haare zu Berge stehen. Allerdings ist er wegen der Detailtreue zu Kings Buch etwas zu lange geraten, hat einen ärgerlichen, hollywoodschmusigen Schluss und verblasst gegen Kubricks Shining, das seinen herausragenden Platz in der Filmgeschichte unantastbar eingenommen hat und das Fundament zu Jack Nicholsons herausragenden Ruf als Schauspieler bildet.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass der Erfolg dieses Films auch auf den Einsatz der von Garrett Brown entwickelten "erweiterten Steadycam" zurückzuführen ist. Das ist eine bewegliche Kamera, die sich der Kameramann in einer Art Rucksack vor die Brust schnallt, um möglichst wackelarme Aufnahmen zu erhalten, die den Zuschauer erlauben, sich visuell mit den Protagonisten zu bewegen. Der Betrachter gibt also seinen fixen (sicheren!) Beobachtungsposten auf und begibt sich mit dem Akteur in die Tiefe des Raums. Das hat zur Folge, dass nun auch der Rücken des Zuschauers freigelegt wird und das unangenehme Gefühl entsteht, es könnte etwas hinter einem sein oder an der nächsten Ecke lauern. Etwas, dass man lieber nicht hinter oder vor sich hätte. So sitzen wir mit Danny auf dem quietschenden Dreirad und radeln durch die endlos langen Gänge des Hotels oder hetzen mit ihm durch das Labyrinth. Adrenalin pur! 1978 hat Garrett Brown einen Oskar für diese Technik bekommen, die heute zur Standartausrüstung eines Kameramanns zählt.

Wie hat Stanley Kubrick diesen Film angelegt? Drei Elemente sind wesentlich: Die Natur, die Geschichte (der Gegend und des Hotels) und das Nebeneinander verschiedener Zeiten, Welten und Realitäten.

Zur Natur.

Grandios und bedrohlich. Die Großartigkeit, aber auch Überlegenheit und Gleichgültigkeit der Natur ist von Anfang an präsent. Später wird das Wetter, das wie ein Bann wirkt, als gefährliche Komponente ebenfalls allgegenwärtig sein. Zu Beginn sehen wir aus der Vogelperspektive, wie sich der gelbe Käfer weg vom Pazifik und Hwy 1 immer höher in die Bergwelt schraubt. Es ist ein schöner Herbsttag, Indiansummer, der an der Schneegrenze zurückbleibt. Hier schmiegt sich das Overlook Hotel an einem leicht von Schnee bestäubten, baumlosen Bergrücken. Der Winter ist noch weit entfernt und nur die Musik wirkt in dieser zauberhaften Bergwelt bedrohlich. Noch einmal findet das Auto den Weg zurück ins Tal, um die Familie des Schriftstellers Torrance abzuholen. Sie werden den langen, schneereichen Winter, abgeschnitten von der Zivilisation, im Hotel verbringen, um es zu hüten und vor Frostschäden zu schützen. (Das Overlook gibt es wirklich. Es ist ein 3-Sterne-Hotel in Oregon namens Timberline Lodge, ein architektonisches Meisterwerk aus Holz und nationales Wahrzeichen; aber auch eine Art XXL-Skihütte an der Südwand des ca. 3400 m hohen, weithin sichtbaren Mount Hood. Das Hotel liegt ziemlich entlegen, obwohl es nur ca. 150 km von der Pazifikküste entfernt ist und Portland in ca. 2 Fahrstunden erreicht werden kann - vorausgesetzt es liegt kein Schnee! Wenn man der sich in die Höhe windenden Straße eine kleine Ewigkeit folgt, hat man irgendwann in 1800 m Höhe ein Stück Filmgeschichte vor sich: Die Silhouette des Hotels aus Shining. Das Zimmer 237 gibt es allerdings nicht und auch der bis zur Bösartigkeit höfliche englische Service fehlt. Die Innenaufnahmen entstanden auch nicht hier, sondern in einem englischen Studio.)

Zur Geschichte.

Die Besiedelung des Westens der Vereinigten Staaten kennt viele grausame Stories. Eine davon ist die der historisch verbürgten 'Donner-Gruppe', die Jack Nicholson bei der Fahrt zum Overlook erwähnt. Beim Treck nach Westen warfen die Überlebenden der Siedlergruppe alle zivilisatorischen Werte über Bord und wurden zu Kannibalen. Das Hotel selbst steht auf einem heiligen Ort der Indianer und musste während des Baus mehrfach gegen Indianerangriffe verteidigt werden. Es steht für die gewaltsame Landnahme und die Ausrottung der Ureinwohner. Im Film sind etliche indianische Motive zu sehen: im Dekor, in den Teppichen, selbst im labyrinthischen Teppichboden mit seinen psychedelischen Knallfarben der 1970er Jahre. Das Labyrinth selbst ist in der indianischen Kultur ein Weltall- Schöpfungs- und Unendlichkeitssymbol. Auch die hippieartige Kleidung Wendy's hat indianische Anklänge. Es gibt in der Vorratskammer eine herabfallende Kiste mit der Aufschrift "Indian Head" und am Schluss rettet sich Danny durch einen Indianertrick: Er geht rückwärts in den eigenen Fußstapfen. Das Hotel selbst hat ebenfalls eine lange, gewalttätige Geschichte. Hier sind Morde und Selbstmorde begangen worden. Das Haus ist nach den Regeln des Horrorfilms böse und will den drei von der Außenwelt abgeschlossenen Menschen böses. Der kleine Danny mit seinem "Zweiten Gesicht" spürt das von Anfang an. Er hat dadurch immer einen Wissensvorsprung und weiß, dass sein Vater das schwächste Glied der Kette ist und so als Instrument des Hotels zur tödlichen Bedrohung wird.

Das Nebeneinander verschiedener Welten, Zeiten und Realitäten

Danny lebt in einer eigenen Welt, in der es "Tony" und Visionen gibt. Ist das Gegenwart, Vergangenheit oder gar die Zukunft, die er sieht? Wendy steht für Realität, Normalität und Gegenwart, die zu zerbrechen droht. Der labile Jack mutiert zum blutrünstigen Monster; das Hotel ergreift Besitz von ihm. Die Bilder an der Wand gaukeln vor, dass Jack schon immer und zu allen Zeiten hierher gehört hat. Die Normalität entgleitet ihm: "'All work and no play makes Jack a dull boy."' Die Außenwelt wird durch den Koch des Hotels verkörpert, der aus einem in diesem Film völlig surreal wirkenden Florida aufbricht, um Danny zu retten. Er nimmt eine beschwerliche Anreise auf sich, um sofort bei Ankunft - vernichtet zu werden. Da ist dann wieder das Grauen: In einem ordentlichen amerikanischen Film kommt die "Kavallerie" immer rechtzeitig und rettet die "Guten". Hier nicht. Immerhin aber liefert er das überlebensnotwendige Schneemobil.

Viele Szenen im Film sind gespiegelt und die rote Farbe zieht sich wie der berühmte Faden durch den Film. Der in rot/weiß gehaltene Waschraum, in dem das Hotel in der Gestalt des Mörders Grady' Jack ermuntert, seine Familie zu ermorden, erscheint unwirklich und ist in keiner Zeit verankert. Als Leit- und Schlüsselmotiv wird das Labyrinth(metapher) benutzt. Der Irrgarten steht zwar für Chaos, folgt jedoch logischen Gesetzen. Hier findet der Film sein (gutes?) Ende und lässt das Grauen zu Eis erstarren. Das Hotel bleibt zurück, erfüllt von einer unwirklichen Leere, festlicher Tanzmusik und der Schwarzweiß-Fotografie vom 4. Juli 1921. Sie zeigt einen jungen, strahlenden und hoffnungsfrohen Jack im Smoking, inmitten von illustren Ballgästen des Overlooks.

Shining will Angst erzeugen. Keine Frage. In dem Film werden jedoch viele andere interessante Themen aufgegriffen, allerdings ohne eine Vertiefung zu erfahren. Die handelnden Figuren sind treffend gezeichnet und agieren gut, wirken aber dennoch wie Schachfiguren, die von einem unsichtbaren Spieler bewegt werden. Der Horror findet fast immer in gut ausgeleuchteten Räumen statt. Bei den wenigen Nachtszenen kommt das Grauen nicht aus dem Dunkel, sondern stets aus der Situation, in der sich die Akteure befinden. Jack Nicholson spielt hier die Rolle seines Lebens. Seine Mimik, besonders sein Haifischgrinsen, das zu seinem Markenzeichen werden sollte, ist uneingeschränkt sehenswert. Das einzige Manko des Films ist vielleicht, dass er seiner Figur von Anfang an zu sehr einen Anstrich von Wahnsinn gibt. Eine zunächst liebevolle oder auch nur normale Beziehung zu seiner Frau und seinem Kind ist kaum erkennbar. Mit diesem Mann möchte man nicht monatelang in einem riesigen Hotel allein und auf sich gestellt sein. Das ist sofort klar. Eine Bedrohung von einem zunächst sehr vertrauten, liebevollen Menschen hätte den Horror noch vertieft. Ansonsten gilt: Chapeau Mr. Kubrick!

Helga Kurz
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
61 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. September 2006
Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass es sich bei dieser DVD um die europäische Version handelt, die gegenüber der amerikanischen (146 min.) um eine halbe Stunde gekürzt ist. Zwar wird gesagt, dass diese Version ebenfalls von Kubrik autorisiert ist, jedoch ist die längere meines Erachtens wesentlich besser, da die Handlung in sich stimmiger ist.

Beispielsweise sagt Ullman am Anfang etwas über das Labyrinth, man sieht Danny beim Arzt, Ullman zeigt den Torrances den "Golden Saal" usw. Diese Sachen und einige mehr fehlen in dieser Fassung, weshalb ich sie nicht empfehlen kann.

"The Shining" selbst ist ein interessanter Film (kein Horrorfilm im eigentlichen Sinne), mit einer erinnerungswürdigen Vorstellung von Jack Nicholson.
88 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 24. Dezember 2013
Jack Torrance nimmt eine Winterstelle im Overlook-Hotel in Colorado an.
Er soll das Heizungssystem warten und dafür sorgen das keine Schäden entstehen.
Da der Job mehrere Monate dauert ist seine Familie mit von der Partie.
Frau Wendy und Sohn Danny sind begeistert in dem riesigen Hotel alleine den Winter zu verbringen.
Aber das ganze steht unter keinem guten Stern.
Vor Jahren hatte sich ein Mann bei genau jenem Job selbst getötet....nachdem er seine Familie ermordet hat.
Zudem besitzt Danny eine Gabe, das sogenannte Shining, wodurch er via Gedankenübertragung Kontakt zu ebenfalls begabten aufnehmen kann.
Ein solcher Begabter ist der Koch des Overlook-Hotels Dick Halloran, den es während des Winters nach Miami zieht.
Nach einem Monat beginnt Jack, der nebenbei ein Buch schreiben will, sich zu verändern.
Er wirkt aggressiv und unnahbar.
Auch Danny ergeht es nicht sonderlich gut, da ihn dauernd schreckliche Visionen plagen.
Mit der Zeit wird Jack immer Psychotischer und er beginnt stark zu Halluzinieren.
Eine gefährliche Situation für Wendy und Danny.
Dick hingegen empfängt Danny's Hilferuf und macht sich auf ins verschneite Colorado.
Kann er das schlimmste noch abwenden?

Shining aus dem Jahr 1980 beruht auf einem Stephen King Roman und wurde von Stanley Kubrick inszeniert.
Und da beginnt auch schon die Grundsatzfrage.
Stephen King konnte und kann sich nicht mit der Verfilmung identifizieren und schrieb und produzierte im Jahr 1997 ein Remake in Form eines 4 teiligen TV-Films.
Mir sagt diese neue Fassung gar nicht zu.
Ich finde sie sogar grottenschlecht was Darsteller, Rasanz und den Horror-Faktor angeht.
Aber das ist wie so oft Geschmackssache.
Diese Ur-Version von Kubrick hingegen ist in meinen Augen ein Meisterwerk.

Finster, beängstigend und episch bebildert entfaltet dieses Genrehighlight seine bedrückende Atmosphäre.
Die Dialoge sind erstklassig, der Soundtrack schier überwältigend und die Darsteller, vor allem Jack Nicholson, agieren brillant.
Weiter Darsteller sind u.a.: Scatman Crothers, Shelley Duvall und Danny Lloyd.
Bild und Ton der BD sind im übrigen nahezu perfekt.
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Februar 2012
Stanley Kubricks Meisterwerk Shining ist einer der besten Filme aller Zeiten. Jack Nicholson, der mit seinem legendären Satz "Hier ist Jacky" die Rolle des dämonischen Jack Torrance perfekt ausfüllt, macht diesen Horrorfilm zum Megamovie der Extraklasse. Die Musik, die in diesem Film verwendet wurde, lässt den Film noch atmosphärischer wirken. Als anfanglicher "normaler" Hausmeister entwickelt sich Jack zum dämonischen Hausmeister. Etwa zwei Monate nach der Ankunft im Overlookhotel (in der Nähe von Collorado; Rocky Mountains), das inzwischen total eingeschneit ist greift Jack zur Axt, wie ein Hausmeister 10 Jahre zuvor, um seine Familie zu töten. Doch seine Frau Wendy (Shelley Duvall) und Sohn Danny (Danny Lloyd) sind einfallsreicher als Jack denkt...
Perfekt: Stanley Kubrick setzt 1979 ein Roman von Stephen King sehr gut in Szene. Das Unglaubliche: Stanley Kubrick war ein Perfektionist. Er wiederholte Szenen teilweise 148 mal, damit der Film zum Meilenstein wird.
Eine weitere besondere Leistung sind die getippten Blätter von Jack. "All work and no play makes Jack a dull boy"; was im deutschen mit "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen" übersetzt wird. Und das unglaubliche daran: Alle Blätter wurden einzelt getippt, auch die die nicht sichtbar waren als Wendy das "Buch" von Jack durchschaut. Auch wenn gegenüber der US - Fassung etwa 25 Minuten fehlen, ist Shining doch ein sehr atmosphärischer Horrorfilm, der zu den besten Filmen aller Zeiten gehört.
Bild: 5 / 5 Sterne, klar, genauso gut, wie bei Kabel Eins HD (22.02.2012, 22.10Uhr bis 00.35Uhr).
Ton: 5 / 5 Sterne, sogar besser als bei Kabel Eins HD (22.02.2012, 22.10Uhr bis 00.35Uhr), weil es da Tonschwankungen gab.
Extras: Naja Kinotrailer und Audiokommentar machen Extras eigentlich nich aus, aber da mir die Extras sowieso egal sind, reicht mir das und ich gebe auch 5 / 5 Sterne.
Fazit: Absolute Kaufempfehlung. Wer die US - Fassung sehen will, kann diesen Film nur auf Englisch schauen oder im Internet nach Schnittberichte gucken und sich die Szenen dazudenken.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Mai 2004
Shining ist wirklich einer der besten Filme im Horror-Genre. Jack Nicholson spielt den Jack Torrance einfach so wirklichkeitsnah wie es wohl kein anderer geschafft hätte.
Wenn man die DVD einlegt, dann kommt man sofort ins Hauptmenü, wo das Bild des durch die Tür brechenden Jack Torrance zu sehen ist. Der Film beginnt mit Aufnahmen der Landschaft, den Rocky Mountains, in denen das Overlook-Hotel liegt. Dazu die erstklassige Musik und man hat schon ein leicht mulmiges Gefühl in der Magengegend und kann erahnen, was für ein Meisterwerk sich in den folgenden knappen 2 Stunden auf dem Bildschirm abspielen wird.
Jack Torrance nimmt über den Winter die Stelle als Hausmeister in besagtem Hotel an. Er nimmt seine Frau (die etwas gewöhnungsbedürftig aussieht) und seinen Sohn mit. Sein Sohn hat das sogenannte „Shining". Das ist die Vorsehungsgabe, die sich bei ihm in einem imaginären Freund ausdrückt, der ihm die verschiedenen Visionen erleben lässt. Dies drückt sich mitunter auch in epilepsieartigen Anfällen aus. In den ersten paar Tagen scheint noch alles gut zu laufen und Jack widmet sich seiner Arbeit als Schriftsteller, doch die Einsamkeit und die schreckliche Vergangenheit des Hotels machen ihm nach und nach zu schaffen. Er wird apathisch und wenn seine Frau ihn bei seiner Arbeit stört hat er Wutausbrüche, die nicht nur die Frau verschrecken, sondern auch den Zuschauer. In der Zwischenzeit fährt der kleine Danny mit seinem Dreirad durch die Gänge des Hotels und hat des öfteren Visionen. Diese kündigen sich immer mit einen Schnitt auf das Gesicht des Jungen und nervenaufreibender Musik an. Man weiß also immer ganz genau, wann etwas passiert und ist dann schon aufs äußerste gespannt. Und wenn dann eine weitere Vision zu sehen ist, ist man außerordentlich schockiert und man wird vom Entsetzen gepackt. Jack wird immer teilnahmsloser und sitzt die meiste Zeit in seinem Zimmer. Wenn man ihn sieht, kann man sich richtig vorstellen, was in seinem mittlerweile kranken Gehirn vor sich geht und was er wohl vorhat. Als Jack dann völlig von der Macht des Hotels ergriffen wurde, nimmt er eine Axt und versucht, seine Familie umzubringen. Dies wiederum bemerkt der Sohn durch sein „Shining" und läuft wie in Trance im Schlafzimmer der Eltern umher und schreibt mit Lippenstift REDRUM an die Badezimmertür. Mutter und Sohn verstecken sich im Badezimmer und der Junge flüchtet durchs Fenster ins Freie. Der Vater kommt hinterher und es erfolgt ein nervenaufreibender Showdown im Irrgarten.
Dies ist wirklich ein Horrorfilm der Extraklasse und ob sich Kubrick nun exakt an Stephen King's Buch gehalten hat, ist wirklich nicht von Bedeutung. Er hat einen wirklich herausragenden Schocker geschaffen, der einem wirklich das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die Ton und Bildqualität der DVD sind auch nicht zu bemängeln. Top-Qualität! Wer Horrorfilme mag und diesen noch nicht gesehen hat, der hat auf jeden Fall etwas verpasst.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. März 2008
Über den Film wurde in den vorangegangenen Besprechnungen so ziemlich alles gesagt.
Für den deutschen Kunden steht mit der BluRay von The Shining die optisch und akustisch beste Version die je veröffentlicht wurde nur zur Verfügung.
Bild und Ton sind um Klassen besser als die gute alte DVD.

Der Film an sich polarisiert das Publikum:
Die einen mögen ihn, (das sind wohl die Kubrick Fans), die anderen hassen ihn (vor allem die Stephen King Fans)

Ich möchte hier jedoch noch auf folgendes hinweisen:

Stephen King und dessen Verlag hatten Stanley Kubrick alle "Freiheiten" eingeräumt um den Film filmisch zu realisieren. Stephen King fühlte sich sehr geehrt, dass ein Filmgenie wie Stanley Kubrick, seinen Roman zu verfilmen gedachte.

Kubrick nahm sich die Freiheiten, und verzichtete z. B. auf das Happy-End. (Dies brachte ihm die meiste Kritik ein)

Nachdem der Film bei der US-Premiere auf ein gespaltenes Echo traf, kürzte Kubrick diesen von 146 Minuten auf 142 Minuten.

Die Veröffentlichung in den US-Kinos war trotzdem ein Kassen-Flop.

Daher setzte Kubrick nochmals die Schere an, und die europäische Fassung wurde von Ihm nochmals um ca 20 Minuten gekürzt - ein kapitaler Fehler.

Hier hatte sich Kubrick wohl dem Druck des Filmstudios Warner beugen müssen, anders kann ich mir das nicht erklären.

Die gute Nachricht ist, die 142 Minuten Fassung als US-Bluray Disc läuft auch auf deutschen Playern. (Allerdings kein deutscher Ton)

Wer den Film also mal vollständiger erleben möchte...
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Als Einleitung: Mich wundert erst einmal das Gejammer über die um etwa eine halbe Stunde längere Fassung. Wer sich ausgiebig mit Stanley Kubrick und seinem Werk beschäftigt hat, der weiß, daß die vorliegende Version, die noch unter 2 Stunden läuft, von Stanley Kubrick für den europäischen Markt exakt genau so vorgesehen war. Mir ist auch die lange Fassung bekannt, die in den USA lief, da ich eine alte Laserdisc davon habe - die kürzere Variante ist keineswegs schlechter!

Zur Edition an sich: Leider wurde, wie schon bemängelt, am Bildformat gepfuscht. Breitwand ist halt "in". Oben und unten wurde etwas abgeschnitten - das hätte nicht sein müssen.

Was ich vermisse, ist die von Kubrick erstellte deutsche Fassung. Als Perfektionist, der er war, suchte er die Synchronsprecher persönlich aus und überwachte Versionen für Frankreich und Deutschland bis ins Detail. So war der Vorspann komplett in deutsch, die Zwischentafeln und die legendäre Szene mit den Sätzen auf der Schreibmaschine. Sicher ist das kein Muss - aber es wäre für eine "richtige" Special Edition und für Sammler der Punkt auf dem "i" gewesen.

Deswegen und wegen dem Format ein Punkt Abzug. Ansonsten ist und bleibt "Shining" mit seiner dichten, kühlen Atmosphäre und einem genialen Jack Nicholson einer der absoluten Filmklassiker, der aus der Reihe tanzt und sich somit einen verdienten Platz sichert.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Januar 2004
Einer der besten Horrorfilme überhaupt ist mit Sicherheit Stanley Kubricks Shining. Die spannungsgeladene Musik und die surrealen Erscheinungen erwecken ein Gefühl wie in einem bizarren Alptraum. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem auch die Frau und das Kind des amoklaufenden Jack Torrance die Geister des Overlooks sehen, weiß man nicht einmal, ob die Geister wirklich existieren oder nur Wahnvorstellungen sind. Gerade diese Komponente macht den Film um einiges realer - aufgrund von Einsamkeit und Isolation durchzudrehen, ist schließlich nicht fiktiv. Störend nur, dass sich nicht so genau an das Buch gehalten wurde - so bleibt die Hintergrundgeschichte des Overlooks und seiner geister unbeantwortet - was manche der seltsamen Ereignisse in diesem Film jedoch nur noch bizarrer und surrealer macht - vielleicht sogar absichtlich? An manchen Stellen stören die Abweichungen für echte King-Fans aber doch. Das beste Beispiel: Der Koch Dick Hallorann. Im Buch eine nicht unwichtige Rolle, erklärt er Danny hier nur kurz etwas über das Shining, fliegt nach Florida, nimmt allles auf sich um zum Hotel zurückzukehren und Danny zu retten, nur um nach zehn Metern getötet zu werden ohne die Story voranzubringen. Für alle, die genau diese Faktoren stören, gibt es eine Shining-Verfilmung von 1997 auch auf DVD zu kaufen. Stephen King hat hier selbst Drehbuch geschrieben, dem Buch viel genauer folgend. Dennoch lässt Kubricks Film mehr Spannung und Atmosphäre aufkommen. Echten Fans empfehle ich auf jeden Fall BEIDE VERSIONEN!!!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. September 2008
Mit drei Filmen in einem Zeitraum von über zwanzig Jahren war Stanley Kubrick nicht unbedingt das was man ein Arbeitstier nennt, aber dafür macht er auch keine Filme die man als gewöhnlich bezeichnen kann. Mit Shining" verfilmte er 1980 einen Roman von Kultautor Stephen King und erntete dafür vom diesem keine Lobeshymnen, da King mit Kubricks Verfilmung nie einverstanden war. Deshalb entstand auch in den Neunziger Jahren eine weitere Filmversion des Bestsellers nach einem Drehbuch von Stephen King selbst. Diese zweiteilige Verfilmung kann es in meinen Augen aber nicht annähernd mit der Version von Kubrick aufnehemen, da diese auch heute nach knapp 25 Jahren noch zu den besten Horrorfilmen aller Zeiten gehört. Sicher hält sich die Neuverfilmung mehr ans die literarische Vorlage aber leider ist sich auch langatmig und spannungsarm.

Kubricks Filme verstehen es wie kaum ein anderer Streifen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit vorzudringen und mit Shining" von 1980 ist klar ersichtlich das dieser bildgewordene Alptraum mehr Resonanz hervorgerufen hat als die literarische Vorlage von Stephen King. Jack Nicholsons Auftritt als Jack Torrance als er sich den Weg durch die zerschlagene Tür bahnt und brüllt Hier ist Johnny" stellt einen der bemerkenswertesten Höhepunkte des Horrorkinos dar. Im Gegensatz dazu wirkt die Verfilmung von 1997 sehr blass und kann auch nicht ansatzweise mit dem Orginal Schritt halten.

Jack Torrance (Jack Nicholson) macht sich mit seiner Frau (Shelley Duvall) und seinem Sohn Danny (Danny Lloyd) auf den Weg ins abgelegene Overlook Hotel wo er zwischen den Saisonzeiten als Hausmeister arbeiten will. Jack erleidet einen psychologischen Niederschlag welcher aber nicht auf die Einsamkeit zurückzuführen ist sondern vielmehr mit der gewalterfüllten Vergangenheit des Hotels. Einzig allein der kleine Danny erkennt mit seiner hellseherischen Fähigkeit namens Shining" das sein Vater dem psychischen Verfall immer näher kommt.

Stanley Kubrick verzichtet bewusst auf billige Schockeffekte der 80-er-Jahre-Horrorfilme und entscheidet sich stattdessen für eine Psychostudie des geistigen Verfalls. Shining" ist einer der ersten Filme in dem eine Steadycam eingesetzt wurde welche uns die Fahrten von Danny auf dessen Roller umso faszinierender machen. Der Film nimmt den Zuschauer mit in die tiefsten Alpträume der menschlichen Seele und mit fortschreitender Dauer wird das flaue Gefühl in der Magengegend immer stärker.
Der Regisseur beweist hier wie schon John Carpenter mit seinem Klassiker Halloween" das man für den blanken Horror keine hirnlosen Splatterszenen braucht und schuf mit Shining" einen Klassiker des Horrorgenres der bis heute unerreicht bleibt. Mit seiner akribischen Arbeitsweise (manche Szenen mussten beim drehen bis zu 80 mal wiederholt werden) schuf Kubrick einen Film der das spannendste Bedrohungsszenario der Filmgeschichte von der ersten Minute an entfaltet. Jack Nicholsons Darstellung des Besessenen Jack Torrance ist genauso genial wie furchteinflössend und lehrt dem Zuschauer das Fürchten. Bei der erstklassigen Besetzung sollte man natürlich eine der Hauptpersonen, das Overlook Hotel selbst, nicht vergessen, den auch die erstklassig gewählten Kulissen tragen bei Shining" zum gelingen dieses Klassikers bei.

Nun gibt es nach der ersten Auflage in der Kubrick Collection und der Special Edition von 2007 eine weitere Auflage dieses Horrorklassikers.
Diese entspicht der ersten DVD aus der Special Edition und bietet somit nichts neues.

Wie hier schon zu lesen war ist das Bild leider wirklich beschnitten und aus dem urspüngliche 4:3 Vollbild wurde eine abgeschnittene 16:9 Fassung.

Das auf der DVD wie hier viele bemängeln nur die europäische Fassung enthalten ist, finde ich vollkommen o.k, den diese Version war von Kubrick so geplant und es war allein seine Entscheidung. Ich kenne die längere Fassung mit 144 min und muss sagen das diese zwar ein paar interessante Szenen enthält aber ingesamt die schwächere Version ist. So gibt es in der Langfassung eine Szene wo Wendy in einem Raum Skelette findet die dort sitzen. Genau diese Szene hat eigentlich nichts vom subtilen Horror den wir an Shining lieben.

Sicher wäre es ein schönes Bonbon gewesen die Langfassung draufzupacken, aber das ist nicht so tragisch.
Wer also kein großes Interesse an Bonusmaterial hat der kann bei seiner Erstauflage bleiben den diese Special Edition ist zwar ordentlich aber noch lange nicht perfekt.
Trotzdem hoffe ich nun bei einer weiteren Auflage auch einmal auf die US-Fassung den das wäre wie gesagt für viele mal recht interessant.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. April 2003
Viele Horrorfilme, wenn nicht die meisten, sind eigentlich keine, sondern Spannungsfilme, in denen irgendwelche Wesen zufällig herumlaufen, die je nach Qualität der Spezialeffekte zwischen Gummispielzeug und Alptraumkreatur schwanken. Aber nicht dieser Film. Kubrick gelang es, die besten Motive aus Stephen Kings Roman aufzunehmen und in einem eigenständigen Werk aufzuarbeiten; brillant verstand er es, den Wahnsinn vor allem visuell erfahrbar zu machen, sei es durch etliche maschinengetippte Seiten, auf denen endlos der selbe sinnentleerte Satz wiederholt wird, sei es durch die Bilder der Toten, die durch die Zimmer des Hotels geistern. Selbst eine Portion schwarzen Humors kommt dabei nicht zu kurz und rundet eine bedrückende Vision ab, die die von King autorisierte Verfilmung wie auch den insgesamt eher konventionellen Roman in den Schatten stellt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen