earlybirdhw2015 Hier klicken mrp_family lagercrantz Cloud Drive Photos Professionelle Fotografie2 Learn More praktisch Siemens Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket Autorip SummerSale

Kundenrezensionen

256
4,3 von 5 Sternen
Shining
Format: DVDÄndern
Preis:4,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

100 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Auch wenn es King nicht so sieht: Stanley Kubricks Shining ist trotz der Verfremdung seines Buchs die bessere Verfilmung dieses Werks und ein (das) Meisterwerk des postmodernen Thriller- und Horrorfilms schlechthin. Die in den neunziger Jahren gedrehte Miniserie "The Shining", bei der Stephen King das Drehbuch schrieb, hält sich sehr genau an das Buch. Wenn man bedenkt, dass es sich dabei um eine TV-Produktion handelt und nicht um einen Kinofilm, ist der Horror-Dreiteiler nicht schlecht geraten. Kings geliebte "Heckentiere", die Kubrick als albern empfand, kommen dank moderner Computertechnik darin vor, und manche Szenen lassen durchaus die Haare zu Berge stehen. Allerdings ist er wegen der Detailtreue zu Kings Buch etwas zu lange geraten, hat einen ärgerlichen, hollywoodschmusigen Schluss und verblasst gegen Kubricks Shining, das seinen herausragenden Platz in der Filmgeschichte unantastbar eingenommen hat und das Fundament zu Jack Nicholsons herausragenden Ruf als Schauspieler bildet.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass der Erfolg dieses Films auch auf den Einsatz der von Garrett Brown entwickelten "erweiterten Steadycam" zurückzuführen ist. Das ist eine bewegliche Kamera, die sich der Kameramann in einer Art Rucksack vor die Brust schnallt, um möglichst wackelarme Aufnahmen zu erhalten, die den Zuschauer erlauben, sich visuell mit den Protagonisten zu bewegen. Der Betrachter gibt also seinen fixen (sicheren!) Beobachtungsposten auf und begibt sich mit dem Akteur in die Tiefe des Raums. Das hat zur Folge, dass nun auch der Rücken des Zuschauers freigelegt wird und das unangenehme Gefühl entsteht, es könnte etwas hinter einem sein oder an der nächsten Ecke lauern. Etwas, dass man lieber nicht hinter oder vor sich hätte. So sitzen wir mit Danny auf dem quietschenden Dreirad und radeln durch die endlos langen Gänge des Hotels oder hetzen mit ihm durch das Labyrinth. Adrenalin pur! 1978 hat Garrett Brown einen Oskar für diese Technik bekommen, die heute zur Standartausrüstung eines Kameramanns zählt.

Wie hat Stanley Kubrick diesen Film angelegt? Drei Elemente sind wesentlich: Die Natur, die Geschichte (der Gegend und des Hotels) und das Nebeneinander verschiedener Zeiten, Welten und Realitäten.

Zur Natur.

Grandios und bedrohlich. Die Großartigkeit, aber auch Überlegenheit und Gleichgültigkeit der Natur ist von Anfang an präsent. Später wird das Wetter, das wie ein Bann wirkt, als gefährliche Komponente ebenfalls allgegenwärtig sein. Zu Beginn sehen wir aus der Vogelperspektive, wie sich der gelbe Käfer weg vom Pazifik und Hwy 1 immer höher in die Bergwelt schraubt. Es ist ein schöner Herbsttag, Indiansummer, der an der Schneegrenze zurückbleibt. Hier schmiegt sich das Overlook Hotel an einem leicht von Schnee bestäubten, baumlosen Bergrücken. Der Winter ist noch weit entfernt und nur die Musik wirkt in dieser zauberhaften Bergwelt bedrohlich. Noch einmal findet das Auto den Weg zurück ins Tal, um die Familie des Schriftstellers Torrance abzuholen. Sie werden den langen, schneereichen Winter, abgeschnitten von der Zivilisation, im Hotel verbringen, um es zu hüten und vor Frostschäden zu schützen. (Das Overlook gibt es wirklich. Es ist ein 3-Sterne-Hotel in Oregon namens Timberline Lodge, ein architektonisches Meisterwerk aus Holz und nationales Wahrzeichen; aber auch eine Art XXL-Skihütte an der Südwand des ca. 3400 m hohen, weithin sichtbaren Mount Hood. Das Hotel liegt ziemlich entlegen, obwohl es nur ca. 150 km von der Pazifikküste entfernt ist und Portland in ca. 2 Fahrstunden erreicht werden kann - vorausgesetzt es liegt kein Schnee! Wenn man der sich in die Höhe windenden Straße eine kleine Ewigkeit folgt, hat man irgendwann in 1800 m Höhe ein Stück Filmgeschichte vor sich: Die Silhouette des Hotels aus Shining. Das Zimmer 237 gibt es allerdings nicht und auch der bis zur Bösartigkeit höfliche englische Service fehlt. Die Innenaufnahmen entstanden auch nicht hier, sondern in einem englischen Studio.)

Zur Geschichte.

Die Besiedelung des Westens der Vereinigten Staaten kennt viele grausame Stories. Eine davon ist die der historisch verbürgten 'Donner-Gruppe', die Jack Nicholson bei der Fahrt zum Overlook erwähnt. Beim Treck nach Westen warfen die Überlebenden der Siedlergruppe alle zivilisatorischen Werte über Bord und wurden zu Kannibalen. Das Hotel selbst steht auf einem heiligen Ort der Indianer und musste während des Baus mehrfach gegen Indianerangriffe verteidigt werden. Es steht für die gewaltsame Landnahme und die Ausrottung der Ureinwohner. Im Film sind etliche indianische Motive zu sehen: im Dekor, in den Teppichen, selbst im labyrinthischen Teppichboden mit seinen psychedelischen Knallfarben der 1970er Jahre. Das Labyrinth selbst ist in der indianischen Kultur ein Weltall- Schöpfungs- und Unendlichkeitssymbol. Auch die hippieartige Kleidung Wendy's hat indianische Anklänge. Es gibt in der Vorratskammer eine herabfallende Kiste mit der Aufschrift "Indian Head" und am Schluss rettet sich Danny durch einen Indianertrick: Er geht rückwärts in den eigenen Fußstapfen. Das Hotel selbst hat ebenfalls eine lange, gewalttätige Geschichte. Hier sind Morde und Selbstmorde begangen worden. Das Haus ist nach den Regeln des Horrorfilms böse und will den drei von der Außenwelt abgeschlossenen Menschen böses. Der kleine Danny mit seinem "Zweiten Gesicht" spürt das von Anfang an. Er hat dadurch immer einen Wissensvorsprung und weiß, dass sein Vater das schwächste Glied der Kette ist und so als Instrument des Hotels zur tödlichen Bedrohung wird.

Das Nebeneinander verschiedener Welten, Zeiten und Realitäten

Danny lebt in einer eigenen Welt, in der es "Tony" und Visionen gibt. Ist das Gegenwart, Vergangenheit oder gar die Zukunft, die er sieht? Wendy steht für Realität, Normalität und Gegenwart, die zu zerbrechen droht. Der labile Jack mutiert zum blutrünstigen Monster; das Hotel ergreift Besitz von ihm. Die Bilder an der Wand gaukeln vor, dass Jack schon immer und zu allen Zeiten hierher gehört hat. Die Normalität entgleitet ihm: "'All work and no play makes Jack a dull boy."' Die Außenwelt wird durch den Koch des Hotels verkörpert, der aus einem in diesem Film völlig surreal wirkenden Florida aufbricht, um Danny zu retten. Er nimmt eine beschwerliche Anreise auf sich, um sofort bei Ankunft - vernichtet zu werden. Da ist dann wieder das Grauen: In einem ordentlichen amerikanischen Film kommt die "Kavallerie" immer rechtzeitig und rettet die "Guten". Hier nicht. Immerhin aber liefert er das überlebensnotwendige Schneemobil.

Viele Szenen im Film sind gespiegelt und die rote Farbe zieht sich wie der berühmte Faden durch den Film. Der in rot/weiß gehaltene Waschraum, in dem das Hotel in der Gestalt des Mörders Grady' Jack ermuntert, seine Familie zu ermorden, erscheint unwirklich und ist in keiner Zeit verankert. Als Leit- und Schlüsselmotiv wird das Labyrinth(metapher) benutzt. Der Irrgarten steht zwar für Chaos, folgt jedoch logischen Gesetzen. Hier findet der Film sein (gutes?) Ende und lässt das Grauen zu Eis erstarren. Das Hotel bleibt zurück, erfüllt von einer unwirklichen Leere, festlicher Tanzmusik und der Schwarzweiß-Fotografie vom 4. Juli 1921. Sie zeigt einen jungen, strahlenden und hoffnungsfrohen Jack im Smoking, inmitten von illustren Ballgästen des Overlooks.

Shining will Angst erzeugen. Keine Frage. In dem Film werden jedoch viele andere interessante Themen aufgegriffen, allerdings ohne eine Vertiefung zu erfahren. Die handelnden Figuren sind treffend gezeichnet und agieren gut, wirken aber dennoch wie Schachfiguren, die von einem unsichtbaren Spieler bewegt werden. Der Horror findet fast immer in gut ausgeleuchteten Räumen statt. Bei den wenigen Nachtszenen kommt das Grauen nicht aus dem Dunkel, sondern stets aus der Situation, in der sich die Akteure befinden. Jack Nicholson spielt hier die Rolle seines Lebens. Seine Mimik, besonders sein Haifischgrinsen, das zu seinem Markenzeichen werden sollte, ist uneingeschränkt sehenswert. Das einzige Manko des Films ist vielleicht, dass er seiner Figur von Anfang an zu sehr einen Anstrich von Wahnsinn gibt. Eine zunächst liebevolle oder auch nur normale Beziehung zu seiner Frau und seinem Kind ist kaum erkennbar. Mit diesem Mann möchte man nicht monatelang in einem riesigen Hotel allein und auf sich gestellt sein. Das ist sofort klar. Eine Bedrohung von einem zunächst sehr vertrauten, liebevollen Menschen hätte den Horror noch vertieft. Ansonsten gilt: Chapeau Mr. Kubrick!

Helga Kurz
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
61 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. September 2006
Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass es sich bei dieser DVD um die europäische Version handelt, die gegenüber der amerikanischen (146 min.) um eine halbe Stunde gekürzt ist. Zwar wird gesagt, dass diese Version ebenfalls von Kubrik autorisiert ist, jedoch ist die längere meines Erachtens wesentlich besser, da die Handlung in sich stimmiger ist.

Beispielsweise sagt Ullman am Anfang etwas über das Labyrinth, man sieht Danny beim Arzt, Ullman zeigt den Torrances den "Golden Saal" usw. Diese Sachen und einige mehr fehlen in dieser Fassung, weshalb ich sie nicht empfehlen kann.

"The Shining" selbst ist ein interessanter Film (kein Horrorfilm im eigentlichen Sinne), mit einer erinnerungswürdigen Vorstellung von Jack Nicholson.
88 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juni 2014
Jack Torrance und Familie fassen den Entschluss, sich um das in der Einsamkeit der Berge gelegene Overlook-Hotel in Colorado während der Winterpause zu kümmern. Dies ist für Jack eine willkommene Gelegenheit, an einem Roman zu schreiben, und seine Frau hält den Aufenthalt ebenfalls für eine gute Idee. Die ruhige und freundliche Atmosphäre ändert sich jedoch rasch, denn schnell holt Jack und seine Familie die düstere Vergangenheit des Hotels ein. Jack kommt mit der Verantwortung, die auf seinen Schultern liegt, und dem damit verbunden Stress nicht mehr klar...

Bereits durch die Anfangssequenz, in der die Familie auf einer endlos wirkenden Straße zum Hotel fährt, wird dem Zuschauer die völlige Abgeschiedenheit der Anlage bewusst. Die an dieser Stelle verwendete Filmmusik polarisiert die recht neutrale Bildaussage, und konnotiert sie eindeutig düster und bedrohlich.
Der Sohn der Familie, Danny, hat hellseherische Fähigkeiten, mit denen er mit der Geisterwelt kommunizieren kann sowie mit anderen Menschen, die diese Veranlagung ebenfalls in sich tragen. Dies wird als "Shining" bezeichnet, jedenfalls von dem Koch des Hotels, der diese Fähigkeit besitzt und auch in Danny am Tag der Schließung erkennt. Durch diese Gabe erhält Danny von Zeit zu Zeit Visionen, die mit den blutigen Dingen in Verbindung stehen, die sich hier früher zugetragen haben. Der Junge wird sich allmählich dessen bewusst, dass Zimmer 237 etwas Besonderes auf sich hat. Die Ereignisse überschlagen sich, nachdem Danny das Verbot des Kochs, dieses Zimmer nicht zu betreten, in den Wind schlägt.

Denn nicht nur Danny hat diese Wachträume, sondern auch sein Vater Jack. Seine eigentlich gutmütige Seele wird nach und nach immer mehr von den dunklen Seiten des Hotels korrumpiert.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Eine klare Empfehlung an Fans des angenehmen Grusels.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. März 2008
Über den Film wurde in den vorangegangenen Besprechnungen so ziemlich alles gesagt.
Für den deutschen Kunden steht mit der BluRay von The Shining die optisch und akustisch beste Version die je veröffentlicht wurde nur zur Verfügung.
Bild und Ton sind um Klassen besser als die gute alte DVD.

Der Film an sich polarisiert das Publikum:
Die einen mögen ihn, (das sind wohl die Kubrick Fans), die anderen hassen ihn (vor allem die Stephen King Fans)

Ich möchte hier jedoch noch auf folgendes hinweisen:

Stephen King und dessen Verlag hatten Stanley Kubrick alle "Freiheiten" eingeräumt um den Film filmisch zu realisieren. Stephen King fühlte sich sehr geehrt, dass ein Filmgenie wie Stanley Kubrick, seinen Roman zu verfilmen gedachte.

Kubrick nahm sich die Freiheiten, und verzichtete z. B. auf das Happy-End. (Dies brachte ihm die meiste Kritik ein)

Nachdem der Film bei der US-Premiere auf ein gespaltenes Echo traf, kürzte Kubrick diesen von 146 Minuten auf 142 Minuten.

Die Veröffentlichung in den US-Kinos war trotzdem ein Kassen-Flop.

Daher setzte Kubrick nochmals die Schere an, und die europäische Fassung wurde von Ihm nochmals um ca 20 Minuten gekürzt - ein kapitaler Fehler.

Hier hatte sich Kubrick wohl dem Druck des Filmstudios Warner beugen müssen, anders kann ich mir das nicht erklären.

Die gute Nachricht ist, die 142 Minuten Fassung als US-Bluray Disc läuft auch auf deutschen Playern. (Allerdings kein deutscher Ton)

Wer den Film also mal vollständiger erleben möchte...
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. März 2007
Meine Wertung (3 Sterne) bezieht sich nur auf die technische Qualität der DVD, nicht auf die künstlerische bzw. inhaltliche.

Fassung: Diese DVD zeigt die von Kubrick für den europäischen Markt autorisierte, 119 Minuten* lange Fassung (US-Fassung: 144 Minuten*). Die Texttafeln (Kapitelbezeichnungen, nicht Untertitel) sind allerdings die englischen; auch die Szene in welcher Wendy Jacks Schreibarbeiten besieht, enthält seltsamerweise die englische Fassung, obgleich Kubrick eigens eine deutsche, eine spanische, eine italienische und eine französische Fassung gedreht hat.

* bei 24 fps.

Ton (Englisch): sauber, gute Höhen, kaum Rauschen oder Artefakte.

Ton (Deutsch): die Musik ist etwas dumpfer als auf der engl. Tonspur, sonst gut.

Untertitel (deutsch): dummer Fehler gleich zu Anfang: Aus dem gesprochenen (im Deutschen und Engleischen gleichen) Namen "Delbert Grady" wird im Untertiteltext "Charles Grady". Später im Film stimmts dann.

Bildqualität: recht gut, könnte wohl etwas schärfer sein, ist aber sehr stabil (kein Verrutschen) und klar.

Bildformat: 4:3. Kubrick verfügte dogmatisch, daß alle Ausgaben für den heimischen Bedarf dem Medium angepaßt sind. Zur Zeit dieses seines Entschlusses zeichnete sich der Wandel hin zu 16:9 zwar bereits ab, doch Kubrick hielt andere Formate offenbar für undenkbar. Ich konnte bis heute nicht herausbekommen, ob dieser Film in seiner 4:3-Fassung nun Open Matte ist oder nur einen 4:3-Ausschnitt zeigt. In "Stanley Kubrick" von Thomas Allen Nelson steht zu den techn. Angaben, daß der Film auf 35 mm (1:1,66) gedreht worden sei.

Extras: Das beste Backstage-material das ich je zu einem Film gesehen habe. Es zeigt Situationen am Set, die sonst üblicherweise zensiert werden: Kubrick schimpft mit Shelley Duvall, Nicholson tapst ungepflegt am Set umher... tolle, authentische Einblicke!
44 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. November 2002
Was macht diesen Film so genial? Meiner Meinung nach sind es die beiden Sichtweisen, mit denen man an die Ereignisse im Overlook-Hotel herangehen kann. Schriftsteller Jack Torrance (Jack Nicholson) lebt als Hausmeister mit seiner Frau und seinem hochbegabten Sohn ueber Winter in einem verlassenen Hotel - eingeschneit und abgeschottet von der Aussenwelt. Doch die Einsamkeit und die grausame Vergangenheit des Hotels holen ihn schon bald ein, und er beginnt, wahnsinnig zu werden. Bald glaubt Jack, es sei seine Aufgabe, seine Familie zu toeten. Doch sind die Geschehnisse im Hotel nun Realitaet oder ist alles nur eine schizophrene Wahnvorstellung? Fast bis zum Ende des Films bleibt diese Frage unbeantwortet - im Gegensatz zum Originalroman von Stephen King, der eindeutig fiktional ist. Genau das jedoch macht Shining zu einem meiner Lieblingsfilme, auch wenn er in den letzten Minuten ein paar kleine Schwaechen hat. So genial (wie zum Beispiel in der Badezimmer-Szene mit Dalbert Grady) wurden Wahnvorstellungen selten in Szene gesetzt - natuerlich ein Verdienst des genialen Jack Nicholson. Wer verstoerende Horrorvisionen mag, sollte auf jeden Fall zugreifen.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. April 2005
Stanley Kubricks einfallsreiche Adaption des Stephen-King-Romans The Shining brachte nicht nur Autor und Regisseur anhaltenden Ruhm ein, er katapultierte auch Schauspieler Jack Nicholson in die Stratosphäre der Superstars. Sein grässlicher, markerschütternder Schrei 'Hieeriiiies Jackiiiiiiiiie' hat Kinogeschichte geschrieben.
Ex-Alkoholiker Jack Torrance bringt Frau (Shelley Duvall) und Sohn in das leerstehende Overlook Hotel in den Bergen von Colorado, das er außerhalb der Saison als Hausmeister betreuen soll. Im Lauf der Wochen erleben alle Familienmitglieder beängstigende Halluzinationen. Danny, am stärksten medial begabt, sieht als erster die blutigen Morde, die sich vor vielen Jahren in dem Hotel abspielten. Dann versinkt Jack immer mehr im Wahnsinn. Mit jedem neuen Wahnerlebnis wird er konfuser, gewalttätiger und ausfallender. Wendy, abgelenkt durch Dannys inneren Rückzug und Jacks irrationales Verhalten, hält sich tapfer bis zum Schluss. Am Ende erkennt sie die akute Bedrohung und rettet trotz ihrer Panik sich und ihren Sohn.
King nannte sein Buch 'nur eine kleine Geschichte über eine Schreibblockade'. Kubrick demonstriert die meisterliche Beherrschung seiner Kunst, indem er die Furcht allgegenwärtig macht. Mit sorgfältig gewählten Kamerawinkeln und Schnitten zieht er uns alle ins Geschehen hinein. Wie alle Meisterwerke ist Shining mehr als die Verfilmung eines literarischen Werks. Kubricks Stil ist in allem erkennbar - den spektakulären Luftaufnahmen, einer atemberaubenden, symbolischen Farbgestaltung und einer ständig wiederkehrenden Spiegel- und Labyrinth-Metaphorik. Die einprägsame Musik und Roy Walkers unvergessliches Produktionsdesign machten Shining zu einem Klassiker des modernen Horrorfilms.
Stephen King gefiel Kubricks Interpretation seiner Erzählung nicht besonders - was verwundert.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Dezember 2011
Bevor ich mir diesen Film ansah hatte ich sehr hohe Erwartungen, diese wurden voll und ganz erfüllt.
Dazu muss ich sagen, dass man nicht einfach so 5 Sterne für einen Horrorfilm gibt. ;)
So jetzt zum Film: Die Idee, ist sehr gut, die Umsetzung noch besser.
Dies ist endlich mal wieder ein Film in dem man mit den Protagonisten richtig mitfiebert und auch der Antagonist wird interessant in die Geschichte hineingeführt, da er erst nett ist. Erst nach und nach wird er zum (richtigen) Antagonisten.
An einigen Stellen wird es etwas schwieriger zu verstehen, aber das hält sich in Grenzen und man wird dadurch nicht direkt komplett verwirrt.

Im Großen und Ganzen: Dieser Film ist alt und bewährt.
Von mir eine ganz klare Kaufempfehlung.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Hier ist Jackieee". Dieser Satz und die dazu gehörige Filmszene eines wahnsinnig durch die Tür schauenden Jack Nicholson gehören heute wohl zu den bekanntesten Szenen eines Horrorfilms.
Doch lieferte Jack Nicholson nicht nur in dieser Szene, sondern generell eine seiner besten Leistungen ab. Er vermag den Schriftsteller Jack Torrance von Anfang an so zu spielen, dass man das Gefühl hat, mit dem Typen stimmt was nicht. Die Bestätigung kommt nach 30 Minuten, wenn Torrance allein bewegungslos in der Halle des Overlook Hotels steht. Ein unheilverkündenderes Gesicht hat man in einem Film selten gesehen.
Doch ist das erst der Anfang, denn Stanley Kubrick hat perfekte Arbeit abgeliefert. Bildkomposition, Musik, Darsteller, Horror- und Mysterieelemente, Drehorte, Kulissen, Kameraführung, all das ist hier perfekt.
"Shining" war damals eine der besten King Adaptionen und ist es bis heute geblieben.
Wer sich übrigens interessiert, welches Hotel Stephen King als Vorlage diente, der möge mal nach dem Eisenbahnhotel in Kanada suchen, das 1888 erbaut wurde.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2007
Vorab:

---------------------

Auch wenn diese Filmadaption dem Autor des Originalbuches nicht zusagte, so ist es doch ein eindrucksvolles Filmdokument, das dem Zuschauer die handwerkliche Raffinesse von Kubrick und Nicholson vor Augen führt. Die Korrekturen zum Originalbuch von Stephen King bewegen sich meiner Meinung nach nur im kosmetischen Bereich. Alles in Allem ein gelungener Horrorfilm für die breiten Massen, auf einem homogenen Niveau was Drehbuch, Schauspieler und Regisseur anbelangt.

Zur Story:

---------------------

Das pittoreske Overlook-Hotel ist hoch in den Bergen von Colorado gelegen und wird wie jedes Jahr den Winter über geschlossen, da die klimatischen Bedingungen und die enormen Schneefälle einen Betrieb nahezu unmöglich machen. Nur der für die Betreuung des Gebäudes als Hausmeister engagierte, mäßig erfolgreiche Schriftsteller Jack Torrance (Jack Nicholson in seiner Paraderolle als neurotischer Bösewicht) und seine Familie bleiben (gespielt von Shelly Duvall und Danny Lloyd) in dem Hotel zurück, eingeschneit und abgeschlossen von der Außenwelt. Jack erhofft sich von der völligen Isolation eine Beflügelung seiner kreativen Kräfte und ahnt daher nicht, was es mit dem Hotel auf sich haben könnte. Auch die Warnungen des Direktors, schlägt er unüberlegt aus, da er sich von der Anstellung mehr zu erhoffen scheint, als diese letztendlich wirklich zu bieten scheint. Die nötige Ruhe jedenfalls, die für sein literarisches Schaffen nötig gewesen wäre, findet Jack nicht dort oben in den Bergen. Etwas anderes lauert dort schon seit Langem auf einsame, labile Charaktere.

Zu Beginn des Filmes legt ein Dialog zwischen Torrances Sohn und einem Hotelangestellten (Dick Halloran, gespielt von Scattman Crothers, bekannt aus Einer flog über das Kuckucksnest) nahe, dass Jack Torrances Sohn übersinnlich begabt ist. Der besagte Hotelangestellte hat nämlich dieselben mentalen Kräfte wie Danny. Bereits in dieser Passage wird in der deutschen Version vom Shining gesprochen. Das Shining ist eine Kraft, die es der jeweiligen Person erlaubt, Dinge vorherzusehen, die erst in der Zukunft passieren werden oder schon längst passiert sind. Außerdem ist es eine Art intuitive Gabe, die es einem erlaubt, mit gleichartigen Leuten über große Entfernungen hinweg zu kommunizieren. Dick deutet Danny an, dass das Hotel ein böser Ort sei und er bestimmte Bereiche des Hauses meiden solle. Tatsächlich befindet sich das Hotel in der Filmversion auf einem Indianerfriedhof und einige Jahre zuvor brachte der damalige Hausmeister des Hotels im Wahn seine beiden Töchter, seine Frau und sich selbst um. Sie waren damals in derselben Situation wie Jack und seine Familie.

Angetrieben von zunehmenden Halluzinationen und Angstträumen verfällt auch Jack Torrance dem Wahnsinn und attackiert schließlich seine Frau Wendy und seinen Sohn Danny.

Mehr sollte von der Story auf keinen Fall verraten werden, da ich dem Zuschauer weder zuviel vorweg nehmen, noch meine selektive Sicht der Dinge suggerieren möchte.

Die Story entspricht leider nicht zu 100% dem Buch von Stephen King. Kubricks Version ist vielmehr eine Adaption, als eine regelgerechte und schlichte Verfilmung. Künstlerische Stilelemente kommen daher mehr zum Ausdruck und gehen zulasten manch einer Begebenheit im Buch. Der kurzatmige episodenhafte Stil des Buches ist jedoch beibehalten, genauso die Konstellation aller Protagonisten zueinander. Das Buch 1 zu 1 zu verfilmen wäre bei einer Kinoversion ohnehin wegen der zeitlichen Dimensionen nicht möglich gewesen. Wem diese adaptierte Version nicht gefällt, der kann auf die von Stephen King eigens produzierte Fassung zurückgreifen, die auch sehr gelungen ist, wie ich finde.

Zur DVD:

---------------------

Neben dem Hauptfilm enthält die DVD ein originelles Making Of, das von Kubricks Frau gedreht wurde. Dort werden die Protagonisten und ihre realen Darsteller nochmals näher erklärt und man gewinnt einen bescheidenen Einblick in Kubricks schaffen. Auf jeden Fall nicht schlecht.

Fazit:

-------------------

Einer der ersten Horrorfilme, die sich wirklich auch bei Leuten etablieren konnten, die nicht so eng mit dem Genre vertraut waren. Eindrucksvolle Bilder, glaubhafte Charaktere und eine tolles Drehbuch geben dem Werk sicherlich den letzten Schliff. Außerdem erlebt man hier Jack Nicholson auf dem Zenit seiner schauspielerischen Kariere. Absolute Kaufempfehlung - definitiv eine der wenigen DVDs deren Besitz sich wirklich lohnt.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Einer flog über das Kuckucksnest
Einer flog über das Kuckucksnest von Jack Nicholson (DVD - 2005)
EUR 4,99

Sieben
Sieben von Brad Pitt (DVD - 2006)
EUR 4,99

The Green Mile
The Green Mile von Tom Hanks (DVD - 2003)
EUR 4,99