Nachdem ich von Lucifer's Call geradezu begeistert war, wollte ich auch ein weiteres Spiel aus der Shin Megami Tensei-Reihe ausprobieren.
Leider war das Spielerlebnis hier recht enttäuschend. Aber von Vorne.
Wir befinden uns in Japan, 20er Jahre. Raidou Kuzunoha (Marke stummer Held) arbeitet als Gehilfe in einer Detektei und kann, im Gegensatz zu anderen Menschen, Dämonen sehen, einfangen und beschwören.
Erinnert an Pokémon? Na ja, etwas. Aber weiter mit der Grundhandlung.
Eines Tages bittet ein junges Mädchen, Kaya Daidouji um ein Treffen mit den Detektiven und hat eine doch sehr ungewöhnliche bitte: Sie möchte noch vor ihren sechzehnten Geburtstag getötet werden.
Bevor die junge Dame jedoch erklären kann, weshalb sie diese Bitte hat wird sie von Soldaten in roten Umhängen entführt und darf erstmal gerettet werden.
Soweit zur Geschichte, auch in der Spielmechanik kommt Devil Summoner etwas ungewöhnlich daher. Wie die anderen MegaTen-Teile ist auch dieser Teil eher ein dungeon Crawler mit wenig Storysequenzen.
Und Kämpfe gibt es mehr als bloß genug.
Anders als in LC sind diese mehr actionorientiert. Zwar gibt es noch immer Zufallsbegegnungen, aber finden die Kämpfe in einer Art Arena statt.
Während Raidou mit Schwert und Pistole angreift erhält er dabei in Kämpfen immer unterstützung von maximal einen Dämon. Diesen kann man während des Kampfes immer auswechseln, falls man den falschen mit sich führt.
Dämonen verfügen ihrerseits über zwei Zauber, einen physischen Angriff und können sich, wie der Held, verteidigen.
Dafür, dass die Kämpfe so zahlreich vorhanden sind, sind diese auch sehr anspruchslos.
Im Grund egenommen reicht's aus, wenn man die Gegner mit den Schwert verprügelt und der Dämon mittels Dia heilt. Bei Bossgegnern sollte man jedoch nach Heilitems und einem Dämon mit Resistenz greifen.
Sollte Raidou im Kampf fallen heißt es Game Over und man darf beim letzten Speicherpunkt neu beginnen.
Was Dämonen anbelangt, wie in LC ist es möglich, diese zu rekrutieren und zu fusionieren. Allerdings sind diese in DS weitaus weniger vorhanden und in noch weniger Klassen.
Musikalisch ist das Spiel leider auch recht belanglos, mir ist keines angenehm in Erinnerung geblieben, sind aber auch nicht notgedrungen störend. Eher langweilig und nichtssagend.
Auch wurde Konversationen weder synchronisiert, noch ins deutsche Übersetzt.
Sprich, das Spiel ist englisch und in Filmsequenzen darf man sich Dialogboxen schnell durchlesen, bevor diese automatisch wegspringen.
Filmsequenzen gibt es jedoch weniger und schön sind diese drt nicht gerade animiert. Ich musste immer unweigerlich an mit Lack bemalte Knetfiguren denken.
Unterm Strich ist das Spiel aktzeptabel. Weder gut, noch schlecht und die Spielzeit von 20 bis 30 Stunden spricht auch für sich.
Zum reinschnuppern rate ich jedoch zu den anderen Teilen.