Du bist gerade als Schüler auf die Gekkoukan High School nach Port Island transferiert worden und stellst schon bei deiner Ankunft fest, dass alles etwas still und bedrückend wirkt. Kein Wunder, denn die Dark Hour" (die verborge-ne Stunde um Mitternacht) hat begonnen. Du bist einer der wenigen, die die-se Zeit miterleben und Personas hervorrufen können, um die darin lebenden Schatten zu vernichten.
Nebenbei muss man dann jedoch auch noch seinen Schulalltag meistern (inklusive Prüfungen), soziale Kontakte knüpfen, seine Attribute (Charme, Mut und Intelligenz) verbessern und ein(?) Mädel erobern. Denn das wirkt sich auf die Kampfkraft deiner Persona - eine in dir verborgene kampffähige zweite Persönlichkeit - aus. Außerdem muss man dann noch stetig darauf achten in welcher Gefühlsverfassung man sich gerade befindet: Super ge-launt bedeutet eine höhere Stärke im Kampf als nur Gut gelaunt, schlecht gelaunt oder gar krank!
Zum Kampfsystem: Gekämpft wird mit bis zu 3 anderen Charakteren, die ebenfalls alle über eine Persona verfügen (sie können allerdings im Gegen-satz zu dir nur über ihre eigene Persona verfügen). Zudem gibt es einen Charakter, der sich um die Analyse der Gegner bemüht. Nun kann man ent-scheiden zwischen den Befehlen: Persona wechseln, Fähigkeit, Angriff mit Waffe, Item, Flucht oder Anordnungen an seine Mitstreiter geben. Zusätzlich gibt es noch die Funktion Hast": Die Charaktere greifen dann schnell den Gegner ohne großes Vorgeplänkel mit ihren Waffen an (eignet sich beson-ders gut, wenn man auf Zeit kämpft!).
Solltest du während des Kampfes eine Schwäche des Gegners entdecken, geht dieser zu Boden (ebenso bei einem kritischen" Angriff). Danach darf man noch einmal angreifen, entweder um dem Gegner einen vernichtenden Schlag zu verpassen oder um einen weiteren Gegner aus der Gruppe umzu-hauen. Hat man schließlich alle Gegner am Boden ruft ein Mitstreiter zu einer sog. All-Out Attack" auf, ein zumeist vernichtender Angriff Aller auf die kom-plette Gruppe von Schatten. Wenn man also taktisch vorgeht und die Schwächen der Gegner gut nutzt, dann kommt man oftmals unverletzt aus Kämpfen heraus!
Zu den Personas: Personas kann man nach erfolgreichen Kämpfen gewin-nen (in Kartenform) und diese kann man dann x-beliebig mit einer anderen Persona fusionieren, um eine neue, stärke Persona zu kreieren. Zunächst ist es nur möglich zwei oder drei Personas zu verschmelzen, doch später kann man das auch mit vieren, fünfen etc. Ziel ist es natürlich stärkere und wider-standsfähigere Personas zu erschaffen. Nur der Held kann das! Kein anderer Mitstreiter verfügt über dieses Potential". Fusioniert wird nur im Velvet Room.
Aufleveln: Natürlich ist neben dem S.Link und der Gemütsverfassung auch noch das Level wichtig: Erstens bekommt man mehr HP und mehr SP und zweitens kann man höherwertigere Personas erschaffen, je höher das Level ist. Gelevelt wird in Tartarus", einem mysteriösen Labyrinth, das aus eurer Schule zur Dark Hour" entsteht. Dort werden Schatten besiegt, Kisten ge-plündert und Gebietsweise Etagen erforscht. Alle 10-15 Etagen gibt es einen großen Transporter, an den ihr jederzeit wieder hin-beamen könnt, sowie Wächter (Bossartige Schatten), die es zu besiegen gilt.
Quests: Neben der Fusionierung von Personas können bei Elisabeth im Vel-vet Room auch noch Quests erledigt werden. So muss man zum Beispiel gewisse Gegenstände einer Schattenart erhalten, Puppen beim Antiquariat besorgen oder Dokumente finden. Im Gegenzug gibt es seltene Items, starke Waffen oder Geld.
Zur Story: Zuerst recht simpel, entwickelt sich die Story oftmals plötzlich (und vor allem unerwartet) in ein komplexes Geflecht von Zusammenhängen. Zu-dem sind die Charaktere allesamt liebenswürdig und tiefgehend, was den einen oder anderen Verlust schmerzlich werden lässt! (zückt die Taschentü-cher, Mädels!)
Zur Grafik: Ein Final Fantasy ist es nicht, aber das muss es auch gar nicht, denn Persona 3 wurde ja im animierten Stil gehalten! Bunte Farben und wunderbar animierte Zwischensequenzen, sowie wunderbar animierte Cha-raktere.
Zur Musik: Die Stücke, die nunmehr täglich mein Ohr voll dudeln sind alles andere als unauffällig: J-Rap und J-Pop - allerdings englische Texte - berau-schen das Hörorgan. Absolut mein Geschmack! Vielleicht mag es dem einen oder anderen aber auch auf die Nerven gehen. Geschmackssache, denke ich.
Fazit:: Ich habe nunmehr 45 Stunden gespielt, bin also ungefähr bei der Hälf-te angekommen, und habe immer noch kein Verlangen dazu nach der Arbeit etwas anderes zu tun, als stundelang weiterzuzocken! Das Spiel hat eben aufgrund seiner Vielfältigkeit großes Suchtpotenzial!