Dieser Film beackert zwar das gleiche Terrain wie unzählige romantische Komödien, gehört aber dennoch nicht in dieses Genre, weil er dafür in der Handlung und vor allem in den Dialogen zu hart ist. Dieser lakonische, sarkastische Stil kommt in der deutschen Synchronisation leider nicht so gut rüber - schade, denn das macht für mich den Reiz der Sache aus. Im Grunde genommen behandelt der Film dieselben Themen wie schon "Kleine Sünden unter Brüdern", Ed Burns spielt auch wieder selbst mit und hat gleich ein paar Schauspieler wie Mike McGlone und Maxine Bahns mitgebracht. Es geht um (diesmal zwei) Brüder, die versuchen, miteinander, mit der Liebe und dem Leben klarzukommen. Ein bißchen ärgerlich ist das Klischee, daß der gute Bruder (Burns) ein armer Taxifahrer ist, der böse Bruder (McGlone) hingegen ein reicher Wallstreet-Banker. Gott sei Dank entlädt sich die Spannung zwischen beiden in überaus schlagfertigen Wortgefechten, für die man fast alles verzeiht. Herrlich ist der Vater der beiden mit seinen knallharten Sprüchen, eigentlich jenseits der Grenze zur Karikatur, aber wunderbar dargestellt von John Mahoney. Cameron Diaz spielt hier mal nicht die süße Unschuld, sondern die abgebrühte (Ex-)Nutte, während Jennifer Aniston nur ein paar Szenen hat, um die (ausgerechnet sexuell) frustrierte Ehefrau des bösen Bruders zu geben. Die eigentliche weibliche Hauptfigur ist die charmante Maxine Bahns.
Kurz: trotz Diaz und Aniston keine typische RomCom. Empfehlenswert.