Entsprechend der Arbeit der Sherpas ist das Buch in sechs Kapitel eingeteilt, wobei das letzte allerdings dem Filmprojekt, seinem Verlauf und seinen Hindernissen, gewidmet ist. Im ersten Kapitel geht es vom Landeplatz in Lukla zunächst einmal ins Basislager, von dem das zweite Kapitel erzählt und wo die westlichen Expeditionsteilnehmer erst einmal Pause haben, während die Sherpas die höheren Lager vorbereiten. Bevor die aber eingerichtet werden können, müssen die sogenannten 'Eisfalldoktoren' mit Aluminiumleitern einen Pfad durch den berüchtigten Khumbu-Eisfall bauen, dem das dritte Kapitel gewidmet ist. Nachdem im vierten Kapitel die Lager 1, 2, 3 und 4 eingerichtet worden sind, geht es für die Sherpas wieder zurück ins Basislager, wo jedem Expeditionsteilnehmer ein Sherpa an die Seite gestellt wird, der ihn begleiten und auf ihn aufpassen soll. Die eigentliche Besteigung des Gipfels ist schließlich Thema des fünften Kapitels.
Die Kapitel sind alle gleich aufgebaut. Einige einleitende Seiten informieren über die Besonderheiten, mit denen die Sherpas zu entsprechenden Zeitpunkten zu tun haben, geben aber auch geschichtliche Informationen und anderes Wissenswertes preis. Im Anschluss jedes Kapitels gibt es tolle Fotos der Expedition zu sehen, die einen Eindruck davon vermitteln, wie beeindruckend der Himalaya ist, wie klein man sich fühlen muss im Anblick der Masse und Unwirtlichkeit des Berges, aber auch davon, wie unglaublich schön es dort ist. Sehr viele Fotos zeigen natürlich die Sherpas bei der Arbeit, wie der Installation der Fixseile, dem Einrichten von Küchen und Esszelten im Vorgeschobenen Basislager, dem Errichten des Zeltdorfes auf dem Südsattel und natürlich dem Hochtragen von Sauerstoffflaschen. Durch die kurzen, vier- bis siebenseitigen Kapiteleinleitungen wird man perfekt auf die Bilder eingestimmt, sodass man sie im Anschluss viel intensiver betrachten kann. Außerdem gibt es auch Bildunterschriften, die Erklärungen zu den Fotos bieten, die allesamt natürlich von hervorragender Qualität sind. Die Formate der Fotos sind unterschiedlich und reichen von eher klein bis doppelseitig.
"Sherpas am Everest" ist ein rundum gelungener Bildband, der den Blick einmal auf die Sherpas richtet, denen bisher eindeutig zu wenig Aufmerksamkeit zuteilgeworden ist.