Vorsicht Spoilerwarnung:
Fans der guten alten Lektüre von Sherlock Holmes werden an diesem Film leider wenig Freude finden. Erzählt wird scheinbar die Geschichte des jungen Sherlock Holmes, welcher am Anfang seiner Karriere steht und noch wenig berühmt ist. Vielleicht mag dies das beste Argument dafür sein, wieso Holmes hier viel zu emotional wirkt und scheinbar auch noch ein Frauenheld ist. Ich habe bisher nur zwei Sammelbände der bekanntesten Geschichten gelesen, glaube aber allein dadurch zu wissen, dass Holmes sich in diesem Film untypisch verhält, selbst als jüngerer Detektiv.
Moriarty wird von anfang an als Verbrechergenie gepriesen, jedoch macht er in diesem Film nicht den Eindruck diesen Titel verdient zu haben. Er ist schlicht ein brutaler Fiesling, mit kugelsicherer Weste, welcher Holmes durch ein paar geschickte Schachzüge in eine Falle lockt. Letzteres war vielleicht etwas beeindruckend, jedoch nicht überwältigend.
Des weiteren scheint es im London dieses Films üblich zu sein, als Spazierstock getarnte Schwerter mit sich zu führen, welche bei jeder Konfrontation zum Einsatz kommen. Am Ende entscheiden auch diese, anstelle von Genialität wer den Kampf gut gegen böse gewinnt...
Fazit: Die eigentliche Handlung ist langweilig und unpassend. Einzig interessant sind jene wenige Szenen, welche den original Geschichten entnommen sind. Zum Beispiel das berühmte Spiel zwischen Holmes und seinem Bruder Mycroft, durch Beobachtung möglichst viel über zufällig vorbeilaufende Passanten zu erfahren.
Meine Empfehlung: Bevor man sich diesen Film ansieht, empfehle ich lieber "Sherlock Holmes - Der Seidenstrumpfmörder".