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41 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Holmes in Bestform!, 13. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper (Computerspiel)
Nach der Demo war ich eher sehr skeptisch, was einen Kauf dieses Spieles anbetraf. Zusehr störten mich die kleinen grafischen Patzer, die Art der Schrittgeräusche, der anfangs etwas sterile Eindruck. Da ich aber ein großer Fan der Serie bin, mußte ich letztendlich doch zuschlagen.....GOTTSEIDANK!!! Das komplette Spiel läßt sich per Maus steuern, wobei die Grafik viel weicher und schöner wirkt. Die Animationen der Figuren wirken zwar hier und da etwas stacksig, auch wiederholen sich die Gesichter der Passanten häufig, aber das stört nicht zumindest mich nicht im geringsten. Auch daß Watson Holmes des öfteren im Weg steht und beide aneinander kurz hängen bleiben, oder auch an anderen Passanten, stört im Laufe des Spieles nicht mehr. Dazu ist die gesamte Atmosphäre so toll eingefangen, daß man über all diese kleinen Defizite locker hinwegsieht. Grafisch ist das Spiel meiner Meinung nach das beste der Sherlockreihe, die Story ist spannend und die düsteren, aber optisch sehr schön umgesetzten Schauplätze glänzen in ihrer Kargheit an stimmiger Atmosphäre. Das Tollste aber war für mich das neue Rätseldesign!!! Dialogrätsel wie bei den Vorgängern gibt es nicht mehr! Wärend der Ermittlung werden viele Charaktere ausführlich befragt, Dialoge wandern weiterhin zum Nachlesen im Inventar, wie auch Dokumente, Notizen, gefundene Gegenstände, die noch Verwendung finden, und eine Karte, auf der man die verschiedenen Schauplätze ansteuern kann. Die Ermittlungen selbst werden neuerdings durch das Zusammenstellen von Hinweisen anhand einer "Wandtafel" geführt, wo Hinweise kombiniert, richtige Schlüsse daraus gezogen werden, und über diese Verkettungen zu einem Fazit gebracht werden müssen. Auch werden die verschiedenen Morde von Holmes und Watson explizit nach deiner Vorgabe nachgestellt. Das ganze ist super interessant und spannend umgesetzt, wobei aber erwähnt sein soll, daß sich hier und da wiedermal kleine Übersetzungsfehler eingeschlichen haben, die etwas in die Irre führen: So wird bei der Nachstellung eines Mordes etwa links mit rechts verwechselt, hätte die deutsche Synchro vermeiden können. Was die Rätsel allgemein betrifft, es ist so gut wie alles klassische vorhanden, Puzzlerätsel, Schieberätsel, Inventarrätsel.... Zusammenfassend kann ich sagen, daß dieses Spiel tatsächlich (kurz vor dem Silbernen Ohrring) das beste Sherlock Holmes ist! Grafisch, atmosphärisch, storymäßig, und vor allem vom Rätseldesign her. Für Adventurefans ein absolutes MUSS, und das nicht nur für Holmesfans!!!
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spitze!, 25. September 2009
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper (Computerspiel)
Gerade habe ich das Spiel zuende gespielt und ich bin begeistert. Ein stimmiges und sehr schönes Adventurespiel. Positiv: Das Spiel baut eine wunderbare (oder eher grausige) Stimmung auf. Die Morde von Jack werden detailliert geschildert. Trotzdem artet das nicht in "Splatter" aus. Im Gegenteil untersucht Holmes immer nur die Zeichnungen der Erstermittler (Polizei). Geschichtlich korrekt taucht Holmes nie in den Ermittlungsakten auf und holt sich seine Infos oft erst Stunden oder gar Tage später. Alles andere wäre ja auch Unsinn wenn man eine fiktive Person mit einer echten Mordserie verknüpft. Das Spiel ist da sehr konsequent. Die Geschichte ist sehr komplex und weist etliche Handlungsstränge auf, die aber auch oft als Sackgasse enden. Ja so geht es eben einem Ermittler. Falsche Spuren gehören dazu. Die Rätsel sind mittelschwer und für geübte Spieler locker zu machen, aber trotzdem interessant. Man muß halt tüfteln und plötzlich macht es "klick". Völlige Absurditäten gibt es gar nicht. Das ist angenehm und leider nicht alltäglich im Adventurbereich. Ein Puzzle fand ich ultrahart, aber das lag wohl eher an einer Blockade meinerseits (Römische Zahlen!). Im Gegensatz zu "Silberohrring" löst man den Fall von Anfang bis Ende selbst. Negativ: Man muß viel rumlaufen (Hotspotfunktion gibt es aber, also nicht so tragisch). Dabei wird man meist von Punkt zu Punkt geführt ohne groß überlegen zu müssen. Das macht das Spiel insgesamt viel zu leicht. Die tolle Atmosphäre macht das aber wett. Ohne die Lauferei wäre die Atmo nicht realisierbar. Trotzdem fühlt man sich zu sehr geführt. In der Bakerstreet hatte ich immer leichte Grafikprobleme. Die Schatten flackerten und auch in den Figuren waren oft "Schichten" zu erkennen. Das nervte etwas. Aber auch nicht zu sehr. Das hat evtl nur mich geärgert (oder eher belustigt): Watson ist ständig kurz davor sich zu übergeben oder nen Nervenzusammenbruch zu bekommen, angesichts der reinen Vorstellung (sic!) der Morde. Mein Gott der Mann ist Arzt!? Wie hat der den pathologischen Teil seines Studiums geschafft? Und was passiert wenn der mir helfen soll wenn ich krass verletzt bin?? Fazit: Ein relativ einfaches Adventure mit schätzungsweise 20 Stunden Spielzeit und einem entnervten Arzt *grins*. Zwischendurch immer wieder mittelschwere Puzzles die schon etwas fordern. Wirklich genial durch den realen geschichtlichen Hintergrund, die ausgetüftelte Story, die wieder einmal eine alternative Erklärung um die Whitechapelmorde liefert und vor allem die tolle Atmosphäre. Unbedingt empfehlenswert!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragendes Adventure mit plausibler Lösung des authentischen Falls, 17. Oktober 2009
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper (Computerspiel)
"Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper" ist ein in jeder Hinsicht zufriedenstellendes, wenn nicht herausragendes Adventure, das in einem bestimmten Punkt, auf den ich zum Schluss eingehe, überdies alle übrigen Genrevertreter toppt. Leider hat es meines Erachtens insbesondere in den Rezensionen der maßgeblichen Spielemagazine und -websites mit Wertungen zwischen 70 und 80 Prozent nicht die ihm gebührende Anerkennung erfahren. Oft haben die Redakteure schlicht ihre subjektiven Erwartungen als Maßstab genommen und sind damit dem immanenten Anspruch des Spiels nicht gerecht geworden. So wird die grafische Darstellung als zu eintönig charakterisiert. Doch erstens liegt der Schwerpunkt des Spiels nicht auf der Untersuchung schön gestalteter Hintergründe, sondern auf der Lösung eines Kriminalfalls, zum zweiten passt es durchaus zur tristen Atmosphäre der Handlung, dass etwa Straßen und Häuser nicht allzu differenziert gezeichnet wurden. Trotzdem ist die Grafik keineswegs "steril"; im Gegenteil, es herrscht kein Mangel an schönen Licht-Schatten-Effekten, Rauch- und Wasserdarstellungen, liebevoll gestalteten Innenräumen usw. - Manche Rezensenten vermissen die Horroratmosphäre und eine explizite Darstellung der Verbrechen oder wenigstens der Leichen. Doch das Spiel ist kein Grusel-, sondern ein Detektiv- bzw. Krimiadventure, in dem die logische Klärung des Falles durch einen hochintelligenten Ermittler im Mittelpunkt steht, zumal die Bedrohung durch Jack the Ripper ja nur arme Prostituierte in Whitechapel und nicht etwa jeden Einwohner Londons traf. Die sukzessive Addition immer neuer Indizien und die allmähliche Hinführung zur Identifizierung des Täters machen den Reiz und die Spannung des Spiels aus; Schockeffekte wären dem äußerlich gewesen. Zudem gebot es der Respekt vor den realen Opfern, auf die explizite Darstellung der Getöteten und zum Teil Verstümmelten zu verzichten. Im Übrigen wird dem Grauen durch Cutscenes, in denen per Egoperspektive des Mörders die nächste Tat angedeutet wird, Genüge getan; viele Details und die Gestaltung von Whitechapel erzeugen eine, wenn nicht gruselige, so doch stets beklemmende Stimmung. Einzigartig und äußerst subtil gelöst finde ich auch die Darstellung der Auffindung des letzten Opfers (Mary Jane Kelly) und schließlich der Ergreifung des Täters, die den Spieler gewiss nicht unberührt lassen werden. Nur absurd ist schließlich die Kritik an den vermeintlich zu zahlreichen, die Story "künstlich streckenden" Logikpuzzles und Minispielchen. Wären es weniger gewesen, hätten sich dieselben Leute vermutlich über die zu geringe Spieldauer beschwert! Nein, hier ist alles perfekt: Diese Rätsel sind originell, abwechslungsreich und höchst unterhaltsam, nicht zu schwer und nicht zu leicht (das eine Rätsel, in dem historische Kenntnisse benötigt werden, lässt sich zur Not auch per Trial and Error lösen), immer in den Fortgang des Geschehens integriert und in ihrer Quantität mit den übrigen Elementen des Spiels (Dialoge, Gegenstandssuche, Inventarrätsel usw.) sehr gut ausbalanciert. - Von den zu Recht in allen Rezensionen hervorgehobenen Meriten möchte ich nur nochmals die ausgezeichnete deutsche Sprachausgabe erwähnen: Holmes und Watson zuzuhören ist ein Genuss! Und nun das eigentliche, in den mir bekannten Stellungnahmen wie gesagt eher unterbelichtete Highlight des Spiels: Es wird eine völlig plausible, rundum konsistente Aufklärung des historischen Kriminalfalls der Whitechapel-Morde geboten, die ferner den Vorzug besitzt, erklären zu können, warum der Täter offiziell nie identifiziert wurde! Den Storyautoren gelingt es, den Spieler eine schlüssige Aufarbeitung aller vorliegenden wichtigen Dokumente und Fakten nachvollziehen zu lassen, die in der Tat nur eine Person als Täter in Frage kommen lässt. Und es dürfte nicht zu sehr gespoilert sein, wenn ich verrate, dass es sich dabei nicht um einen der bislang meistgenannten Verdächtigen handelt ... Fazit: Ein hochspannendes, atmosphärisch gelungenes Adventure voller einfallsreicher und nie frustrierender Rätsel, das zudem (wahrscheinlich) die Lösung eines mehr als ein Jahrhundert geheimnisumwitterten spektakulären Kriminalfalls bietet. Case solved!
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