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Sherlock Holmes in Leipzig
 
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Sherlock Holmes in Leipzig [Broschiert]

Wolfgang Schüler
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 205 Seiten
  • Verlag: Kbv; Auflage: 1., Auflage (März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942446081
  • ISBN-13: 978-3942446082
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 279.965 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Großbritannien im Jahr 1910. Sherlock Holmes, der berühmteste Detektiv aller Zeiten lebt zurückgezogen in seinem Cottage am Ärmelkanal, frönt der Bienenzucht und verfasst seine Memoiren. Eines Tages jedoch erreicht ihn eine geheimnisvolle Depesche, und er muss noch einmal aktiv werden. Ein Auftrag der britischen Krone schickt ihn und seinen treuen Begleiter Dr. Watson mitten in das deutsche Kaiserreich. Als Schauspieler nimmt er an der Tournee der weltberühmten Londoner Royal Academy of Dramatic Art teil, um auf dem Kontinent ein Mordkomplott zu vereiteln, dem der britische Geheimdienst auf die Spur gekommen ist: Die Schauspielerin Lotte Land heißt in Wirklichkeit Charlotte von Cumberland und ist niemand anderes als die Tochter des im österreichischen Exil lebenden Königs von Hannover. Als Charlotte in Leipzig entführt wird, beginnt eine erbarmungslose Verfolgungsjagd. Holmes muss beweisen, dass er längst nicht zum alten Eisen gehört. Der Auftrag, den er von King George V. persönlich erhalten hat, lässt sich in wenige Worten fassen: Sherlock Holmes soll den Ausbruch des I. Weltkriegs verhindern!

Über den Autor

Wolfgang Schüler, Jahrgang 1952, ist Rechtsanwalt, ehrenamtlicher Bürgermeister, Herausgeber einer Regionalzeitung und Autor zahlreicher Kriminalgeschichten und Beiträge zur Historie der Kriminalistik. Veröffentlichungen u.a.: ein Kriminalbrevier "Verbrecher im Netz" (1997) und aktuelle Gerichtsberichte unter dem Titel "In den Fängen der Justiz" (1998).
Seit 1999 ist er Mitglied in der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur "Das Syndikat".

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Florian Hilleberg TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
England, 1910
Sherlock Holmes lebt zurückgezogen in einem Cottage unweit des Erholungsortes Eastbourne, nahe den Sussex Downs. Sein Bruder Mycroft bittet ihn in einer Angelegenheit von äußerster nationaler Brisanz zu ermitteln. Charlotte von Cumberland, Tochter des Herzogs von Cumberland Ernst August II., hat ihr Leben der Schauspielerei verschrieben und soll nun mit der Royal Academy of Dramatic Art in Deutschland auftreten. Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass Charlotte von Cumberland, die unter dem Pseudonym Lotte Land reist, nach ihrer Ankunft in Deutschland entführt oder gar getötet werden soll. Dies würde eine internationale, politische Krise mit verheerenden Folgen nach sich ziehen und zum Krieg führen. Sherlock Holmes, im Herzen immer ein waschechter Patriot, und sein treuer Gefährte Dr. John H. Watson sollen Charlotte von Cumberland schützen und die Verschwörer entlarven. Zu diesem Zweck schlüpft der Meisterdetektiv in die Rolle des Schauspielers William Escott, während Dr. Watson als sein Begleiter John Rance unterwegs ist. Doch der Auftrag der britischen Krone erweist sich als schwieriger als erwartet, denn der Gegner ist raffinierter und besser organisiert als zunächst angenommen. Bereits während der Überfahrt von Dover nach dem Kontinent erfolgen die ersten Anschläge ...

Sherlock Holmes ist einer der faszinierendsten Figuren der Kriminalliteratur, die sich auch heute noch, nach über einhundert Jahren größter Beliebtheit erfreut, nicht erst seit der phänomenalen Neuverfilmung. Mittlerweile gehört der von Sir Arthur Conan Doyle erfundene Meisterdetektiv zum kulturellen Allgemeingut und darf von Schriftstellern problemlos als Protagonist ausgeliehen werden. Seitdem ist es zum Volkssport geworden Holmes die brisantesten und gefährlichsten Fälle lösen und bisweilen die komplette Welt retten zu lassen. Ein beliebtes Thema sind auch die Ermittlungen in anderen Ländern, denn welche Schauplätze könnte ein Autor besser beschreiben, als jene, die er selber kennt? Für Schriftsteller und Leser in Deutschland sind Sherlock Holmes' Fälle hierzulande natürlich das Salz in der Suppe. Wolfgang Schüler, Autor der Edgar-Wallace-Biografie und des Handbuches der Kriminalliteratur, schickt den Meisterdetektiv in die geschichtsträchtige Kulturstadt Leipzig, die schließlich nicht umsonst jährlich zum Schauplatz der zweitgrößten Buchmesse hierzulande wird. Schülers Protagonist ist ein alternder Holmes, der sich bereits in seinem Cottage zur Ruhe gesetzt hat und sich mit Leib und Seele der Bienenzucht widmet, seiner geheimen Leidenschaft. Das Wichtigste an einer neuen Holmes-Geschichte ist wohl die Charakterisierung der Protagonisten, und die ist dem Autor wahrlich vortrefflich gelungen. Nichtsdestotrotz gestaltet sich das Lesen des schmalen Büchleins bisweilen etwas anstrengend, da zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Ergebnisse einer gewissenhaften und fundierten Recherche in den Text mit eingeflossen sind. Hintergrundwissen ist schön, sollte aber nicht auf Kosten der Dramaturgie gehen und auch ein historischer Kriminalroman ist kein Geschichtsbuch. Hier schießt Schüler stellenweise über das Ziel hinaus. Wirklich formidabel sind dagegen die vielen, unzähligen Anspielungen an den offiziellen Kanon, wie Beispielsweise die Erwähnung des Werkes, mit dem der berüchtigte James Moriarty wissenschaftlichen Ruhm erlangte: 'Bewegungen eines Asteroiden'. Dr. Watson darf nicht nur als Chronist und steter Begleiter herhalten, der durch sein Staunen die Fähigkeiten seines Freundes noch gewaltiger erscheinen lässt, sondern auch als Lebemann und versierter Kämpfer, der seine Erfahrungen von den Schlachtfeldern Afghanistans immer noch anzuwenden versteht. Leider bleibt der Schauplatz Leipzig austauschbar, wenngleich das historische Lokalkolorit glänzend wiedergegeben wird. Sherlock Holmes erreicht die Stadt erst im letzten Drittel und es dauert nicht lange, da findet der Fall seinen furiosen Abschluss. Am eindringlichsten und atmosphärisch intensivsten ist dem Autor die Schilderung der Überfahrt des Ärmelkanals gelungen, ebenso wie das Finale. Die wahre Identität des jungen Heißsporns William Norton entbehrt jedoch nicht einer gehörigen Portion Kitsches. Im Großen und Ganzen bietet die Novelle aber eine vortreffliche und den Figuren von Arthur Conan Doyle angemessene Lektüre.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ganz im Stil des Originals 3. Februar 2012
Von Andreas Suchanek (Media-Mania) TOP 1000 REZENSENT
Unter dem Motto "Der Meisterdetektiv ermittelt im Kaiserreich", schickt Autor Wolfgang Schüler Sherlock Holmes nach Deutschland. Angesiedelt im Jahre 1910, geht es heiß her auf dem politischen Parket. Die großen Mächte Europas stehen kurz vor einem furchtbaren Krieg, was zu diesem Zeitpunkt jedoch noch niemand ahnt.
Genau dieser Weltenkrieg soll durch den Mord an einer adligen Schauspielerin ausgelöst werden. Natürlich versucht Sherlock Holmes alles, die Entführung zu verhindern, wobei er und Doktor Watson mit einigen Hindernissen konfrontiert werden. Zu Land und auf dem Wasser muss der Meisterdetektiv sein Können beweisen.
Dabei brilliert Autor Wolfgang Schüler mit einem immensen Fundus an Detailwissen. Die politischen Hintergründe Deutschlands werden akribisch analysiert und von Holmes in authentischer Art dargelegt. Dabei wird der Leser nicht mit Infodumps überschüttet, sondern das Wissen gut dosiert vom Protagonisten präsentiert. Überhaupt besticht "Sherlock Holmes in Leipzig" durch einen ausgezeichnet dargestellten Sherlock Holmes und einen nicht minder gut ausgearbeiteten Doktor Watson.

Die Story startet gemächlich, Spannung baut sich jedoch langsam und kontinuierlich auf. Stellenweise hätte etwas dichtere Handlung dem Roman gut getan, so plätschert die Handlung an manchen Stellen gemütlich vor sich hin und der Leser muss sich in Geduld üben. Gerade das Finale bietet zudem weder Twist, noch Überraschung oder Enthüllung.

Fazit:
Ein Roman, der durch einen detailliert ausgearbeiteten Hintergrund und zwei authentische Charaktere besticht. Der Leser hat von der ersten bis zur letzten Seite das Gefühl, ein Original zu schmökern. Eine überraschendere Auflösung oder ein gut platzierter Twist hätten der Story jedoch gut getan.
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Von Nicole Franke VINE™-PRODUKTTESTER
Der deutsche Autor Wolfgang Schüler macht hier den Versuch, die von Sir Arthur Conan Doyle erfundenen literarischen Figuren des Sherlock Holmes und Dr. Watson in ein neues Abenteuer zu schicken. Dabei gelingt es ihm zum großen Teil recht gut die Aura der beiden Charakteren einzufangen, versieht sie aber auch mit einigen neuen Wesenszügen und vor allem mit deutlich erweiterten und präzisierten Biographien. Vor allem die im letzten Kapitel (mit dem Titel "Abschied") entwickelten, und später im Epilog weiter ausgeführten, privaten Entwicklungen sind unglaubhaft und passen gar nicht zu den von Sir Conan Doyle entwickelten Charakteren. Hier wollte Schüler viel, und erreichte gar nichts.
Doch noch wesentlich mehr enttäuscht die absolut ideenarme und vollkommen langweilige Kriminalhandlung. Vorhersehbarkeit und Variantenarmut sind die vorherrschenden Schlagwörter. Von dem Einbau unerwarteter Überraschungen und interessanten Wendungen wird Abstand genommen und so plätschert das triste und schwach konzipierte Geschehen so vor sich hin. Auf den Einbau eines Plotts am Romanende hat man ebenfalls verzichtet, was dann auch zur gesamten Handlung paßt. Nein, so gehts nicht und gute Kriminalliteratur sieht vollkommen anders aus.
Der Schreibstil hingegen ist ansprechend und kurzweilig und macht die uninteressante Story zumindest halbwegs lesenswert. Dies verhilft dann dem Produkt bei der Bewertung zu ganz knappen 2 Sternen.
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