Seitdem der moderne "Sherlock Holmes" als Actionheld mit Robert Downey jr. für Furore sorgte, werden auch die alten Verfilungen aus allen Jahrzehnten wieder ausgegraben. Krimifans werden die grandiosen Versionen mit Peter Cushing und Basil Rahthbone sicherlich etwas sagen. Mir liegt nun ein TV-Film von 2002 mit Matthew Frewer als Holmes vor, der als Nebendarsteller und durch Serie wie "Max Headroom" , "PSI Factor" oder "Taken" bekannt wurde. Er spielt den klassischen Holmes inklusive Mütze und Pfeife, während der mir unbekannte Kenneth Welsh einen klassischen Dr. Watson gibt. Wie der Titel es ahnen lässt, sind sie auf der Suche nach einem Vampir. In einem Kloster im Londoner Stadteil White Chapel wurde ein Mönch ermordet und mit zwei blutigen Löchern im Hals gefunden. Der Abt ruft Holmes und dieser ist direkt mitten im Geschehen. Jeder ist verdächtig hinter den Klostermauern! Die Fledermäuse sind echt, die sich mehrenden Toten aber auch. Die Mönche vermuten den Teufel, während Holmes beobachtet und kombiniert.
Auch wenn dem Film sein TV-Charakter jederzeit anzusehen ist, spannend ist die Mördersuche ungemein und auch das düstere Kloster und das ebensolche London tragen zur Atmosphäre bei. Das Monster bzw. der Vampir ist natürlich auch gruselig und am Ende des leider etwas kurzen, aber nie langweiligen Streifens bin ich mir sicher, dass "Sherloch Holmes" für mich jedenfalls nur in dieser Form funktioniert. Holmes beobachtet und kombiniert, während Watson recherchiert, etwas Action gibt es nur marginal und leider vermisse ich die Fígur des Inspector Lestrade (für ihn ist ein anderer am Werk, der aber kein "Fan" von Holmes ist). Für Gespräche zwischen dem Held und seinem Sidekick oder gar eine Nebenhandlung ist aufgrund der Spielzeit kein Platz, aber das macht im Endefeffekt auch nichts.
Leider sind keine Extras an Bord, außer Trailer von anderen Filmen. Fazit: Dieser Film ist eine gute Sache für Holmes Fans!