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Sherlock Holmes in Berlin [Broschiert]

Wolfgang Schüler
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

März 2012
Von seinem Bruder Mycroft erhält Sherlock Holmes eine Einladung zum gemeinsamen Besuch der Uraufführung einer Operette in Berlin. Tatsächlich ist der Bruder des größten Detektivs der Welt jedoch in seiner Funktion als hoher Beamter des britischen Außenministeriums unterwegs. In geheimer Mission soll er versuchen, den Abschluss eines höchst gefährlichen Marinepakts zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Italien zu verhindern. Während Mycroft sich in der deutschen Hauptstadt seiner heiklen Aufgabe widmet, besucht Sherlock Holmes gemeinsam mit seinem Reisebegleiter Dr. Watson, den nur das Versprechen, dass es sich bei dieser Reise ausnahmsweise nicht um die Lösung eines Kriminalfalles handelt, locken konnte, die Aufführung der Operette "Wie einst im Mai". Sie schließen sich einem illustren Kreis um den Komponisten Walter Kollo an, lernen Leo Fall, Jean Gilbert und Paul Lincke, berühmte Schauspieler, bekannte Sänger und einflussreiche Persönlichkeiten kennen. Und auch Dr. Schuchardt, den Direktor der Vorgeschichtlichen Abteilung der Königlichen Museen. Eben jener Dr. Schuchardt sucht den Detektiv am nächsten Tag völlig aufgelöst im Hotel auf. Der größte vorgeschichtliche Goldfund Deutschlands, eine unschätzbar wertvolle Entdeckung aus Ausschachtungsarbeiten auf dem Messingwerk in Eberswalde, ist kurz vor seiner öffentlichen Präsentation gestohlen worden. Unabhängig von dem ungeheuren materiellen Verlust steht nun die berufliche Reputation des Archäologen auf dem Spiel, und so machen sich Holmes und Watson diskret an die Nachforschungen. Sie treffen auf echte und falsche Grafen, auf Zuhälter, Mörder und Totschläger, und es zeigt sich schon bald, dass hinter diesem einfachen Raub ein viel schrecklicheres Geheimnis steckt, als sich dies zunächst vermuten ließ.

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Sherlock Holmes in Berlin + Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris + Sherlock Holmes und der Fluch des grünen Diamanten
Preis für alle drei: EUR 29,30

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Produktinformation

  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Kbv (März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942446464
  • ISBN-13: 978-3942446464
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 108.807 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Chuzpe, Ukas & Co. 13. Juni 2012
Von Hermine
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Obwohl die Idee der Geschichte an und für sich noch ganz nett ist und auch ein paar durchaus interessante Aspekte hat, missfällt mir doch der Schreibstil. Der Leserin und dem Leser werden Sätze zugemutet wie "...bei seniler Demenz, bei progressiver Paralyse infolge von Intoxikationen". Wörter wie "Chuzpe", "Ukas" u.ä. werden ohne weitere Erläuterungen ihrer Bedeutung als allgemein bekannt vorausgesetzt, während das Wissen um die Bedeutung von "Fauteuil", wie der diesbezüglichen Fussnote gemäss zu folgern ist, angezweifelt wird. Das ist "für einen einfachen Konzipienten meiner Provenienz völlig unverständlich". Jedenfalls würde ich einen "vergoldeten Zigarrenabschneider" nicht als Bijoux und schon gar nicht als "Bijouterie" bezeichnen. De gustibus non est disputandum, aber "die Gesamtheit aus Präsentation und Reflexion" vermag es nicht, mich ernsthaft gedanklich ins Berlin der Kaiserzeit zu versetzen. Ich habe viel eher den Eindruck, den Aufsatz eines Abiturienten zu lesen, der seinen Lehrer damit zu beeindrucken sucht, indem er möglichst viel aus dem Fremdwörterduden oder dem Geschichtsbuch rezitiert. Dieser Eindruck wird abgerundet durch die Druckfehler: "...einen grossen Freundeskreis um sich scharen, zum dem...", ...haben zwei Männer ein Kiste geliefert", "...bereits einmal ein Revolution gegeben" und die Katze welche um den heissen Brei redet (S. 161).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kann man, muss man aber nicht... 5. Oktober 2012
Von A. Haupt
Format:Broschiert
Wer von Holmes und Watson nicht genug bekommen kann, wird auch diese x-te Holmes-Pastiche gern konsumieren.
Ich fand den Plot und den Schreibstil recht spannend und auch humorvoll; als schnelle Urlaubslektüre also durchaus geeignet.
Nur die konsequente Vermeidung des Genitivs (Pardon: vom Genitiv...) hat mich zuerst verwundert, dann sehr gestört. Auch, dass sich Holmes und Watson duzen, passt für mich nicht zu diesen beiden Charakteren. Von den Kraftausdrücken, die Watson (ausgerechnet!) ab und zu verwendet, ganz zu schweigen.
Aber vielleicht hat das auch alles sein Gutes, denn so bleibt das Original eben doch unerreicht.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Florian Hilleberg TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
London/Berlin, 1913
Während eines üppigen Frühstücks erhält Dr. Watson überraschend Besuch von seinem alten Freund Sherlock Holmes, der sich seit geraumer Zeit in der Nähe von Sussex zur Ruhe gesetzt hat. Dieser lädt seinen einstigen Weggefährten zu einer Reise auf den Kontinent, nach Deutschland ein. Sein Bruder Mycroft Holmes, Gründungsmitglied des Diogenes Clubs und Agent des Außenministeriums, hat in Berlin einen geheimen Auftrag zu erledigen und wünscht die Begleitung und den Schutz des ehemaligen Privatdetektivs. Da Holmes und Watson bei den politischen Ränkespielen außen vor bleiben sollen, haben sie die Gelegenheit das kulturelle Leben der deutschen Weltstadt zu erleben. Als sie die Oper 'Wie einst im Mai' besuchen, machen sie die Bekanntschaft des deutschen Komponisten Walter Kollo, der sie einem illustren Kreis von prominenten Personen vorstellt, denen Holmes seine erstaunlichen Fähigkeiten vorführen muss. Doch dann kommt es zu einem skandalösen Eklat, denn der bedeutendste Goldfund Deutschlands wurde vor seiner Präsentation im Museum aus dem Tresor von Professor Schuchhardt gestohlen. Der ermittelnde Kriminalkommissar Herrmann Rausert ist über die Amtshilfe des berühmten englischen Detektivs hocherfreut und so beginnt für Sherlock Holmes und Dr. Watson eine dramatische Verbrecherjagd durch die Millionenstadt Berlin ...

Ein Jahr nachdem Wolfgang Schüler den beratenden Detektiv im Ruhestand bereits nach Leipzig schickte, fordert erneut ein Fall in einer deutschen Stadt die Aufmerksamkeit von Sherlock Holmes. Während sich Franziska Franke mit den Abenteuern des Detektivs nach seinem angeblichen Tod an den Reichenbachfällen widmet, hat es sich Wolfgang Schüler zur Aufgabe gemacht das Leben von Holmes im Ruhestand und seine Ausflüge nach Deutschland zu dokumentieren. Dass der Meisterdetektiv eher zufällig in den Fall involviert wird ist dabei nebensächlich. Wie schon in seinem Holmes-Debüt trifft er den Charakter der Figuren von Sir Arthur Conan Doyle vortrefflich. Während der Genussmensch und Lebemann Watson versucht sich an die deutsche Küche zu gewöhnen, gilt das Interesse von Holmes in erster Linie den kriminalistischen Aspekten. Das Berlin am Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde von Schüler sehr anschaulich und lebendig geschildert, und obwohl Holmes und Watson erst recht spät zum eigentlichen Fall kommen, ist der Roman sehr spannend geschrieben mit einer guten Portion trockenen, englischen Witzes. In diversen Rückblicken erlebt der Leser die Odyssee des sagenumwobenen Goldschatzes über die Jahrhunderte hinweg mit und bekommt dadurch einen größeren Einblick in das Geschehen als Holmes selbst. Die Geschichte wird darüber hinaus nicht ausschließlich aus Sicht von Dr. Watson erzählt, sondern besitzt der Dramaturgie wegen auch auktorial verfasste Kapitel. Während der Leser in dem Leipzig-Roman noch von historischen Fakten und lokalen Details bombardiert wurde, egal ob sie der Handlung dienlich waren oder nicht, so wurden die ordentlich recherchierten Begebenheiten im vorliegenden Roman sehr viel sparsamer gestreut und fügen sich harmonischer in das Gesamtbild ein. Allerdings sind Autor und Lektor offensichtlich auch der eine oder andere Schnitzer durch die Lappen gegangen, denn das Sprichwort 'Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen' wird allgemein dem Dichter Friedrich Schiller zugeschrieben und nicht Shakespeare. Nichtsdestotrotz ist das Berlin-Abenteuer, das sich kein echter Holmesianer entgehen lassen sollte. Ebenso sollten Freunde gepflegter Kriminalromane zugreifen, die mehr Wert auf eine raffinierte, historisch korrekte Handlung legen, als auf blutige Morde und psychisch labile Ermittler, wie sie zur Zeit so modern sind.
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