Produktinformation
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Glücklicherweise haben die Schweden in der viel zu langen Phase, in der sie nur auf Sparflamme kochten, nichts verlernt. Sheol knüpft nahtlos da an, wo man 1998 mit Diabolical aufhörte, und schafft es in qualitativer Hinsicht sogar, an das legendäre Debüt Vittra heranzureichen. Epischer, rasanter Black-Metal mit hohem Melodieanteil und schön eisigen Düster-Vibes trifft auf erdverwachsenes Death-Metal-Geballer und erzeugt einen beeindruckenden Sound, der die kompletten 44 Minuten ohne Durchhänger übersteht. Im Gegensatz zu einigen anderen Schwarzmetall-Veteranen verzichten Jens Rydén und Co. auf schwülstige Keyboard-Klänge und setzen Tasteninstrumente sehr sparsam, dafür aber enorm effektiv ein. Im Vordergrund stehen jederzeit die angenehm voluminös sägenden Gitarren und der schneidende Gesang, der Aggressivität und Ohrenfreundlichkeit äußerst geschickt verbindet. Ein Klasse-Album! --Michael Rensen
Nach dem absolut grandiosen, kalten & epischen Debut "Vittra" gab es mal abgesehen von dem eher flauen "Diabolical" kaum ein Lebenszeichen von Naglfar, doch sie sind zurück, und wie!
Auf "Sheol" zeigen die Schweden der geschminkten Konkurrenz eindeutig wo die Streitaxt hängt, geben eine sehr gute, relativ harte Mischung aus Death & Black Metal ab und zeigen wieder mal, dass man auch ohne hundsmiserable Soundqualität, dafür aber mit hohem Grad an technischem Können "true" sein kann.
Wieso also nur 4 Sterne?
Der Grund ist simpel: "Sheol" ist zwar gute Musik, ja sogar teuflisch gute, aber an das Debutalbum, das locker 5 Sterne verdient hat, reicht es nicht heran.
Die bissige Kälte & die Epik gingen hier zugunsten von Härte und mehr Death Metal Elementen verloren und ich muss sagen, obwohl ich ein großer DM-Fan bin, Naglfars schwarz beseelte Seite gefällt mir besser; das ist eher ihr Terrain.
Und trotz der (zugegeben sehr dezenten) Keyboards auf "Sheol" bleibt auch die Melodie etwas auf der Strecke und damit auch ein wenig die Individualität der einzelnen Songs - "Vittra" war da viel mystischer, frostiger, aber auch chaotischer und, nun ja, roher als "Sheol".
Aber nichts desto trotz:
Ein super Album!
Besonders das etwas andere "Wrath of the fallen" sowie natürlich der Opener, "Abysmal descent" & "Devoured by Naglfar" stechen besonders hervor und heben den musikalischen Wert des Albums ordentlich an.
Allein "Unleash hell" & "Black got aftermath" sind mehr oder weniger 08/15- sind zwar anfangs auch ganz nett, werden mit der Zeit aber sehr schnell langweilig.
Was noch zu sagen bleibt?
Wer vom Einheitsbrei des Black Metals inzwischen schon etwas die Nase voll hat ist bei Naglfar immer richtig!
Empfehlenswert? Auf jeden Fall!
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