Es sind irre viele Bilder drin - alle sw - also auch mit geringen Englischkenntnissen ein tolles Buch zum blättern und staunen.
Es werden verschiedenste Möglichkeiten aus aller Welt - aus alter und neuer Zeit, teuer und billig, aber meist billig, alternativ und konventionell, aber meist unkonventionell - gezeigt, wie man wohnen und bauen kann! Ich lernte gerade Zimmermann, als ich das Werk zum ersten Mal in die Hände bekam - ein Original aus den 70ern - ich war begeistert! Der Reprint hat das gleiche idiotische Format, aber was solls! Die Seitengröße hat auch was für sich. Man bekommt mehr Überblick dadurch, daß mehr auf eine Seite paßt.
Ich habe die Strohballenhäuser zuerst in Findhorn (Schottland) wiedergetroffen und später auch in Deutschland. Auch die whirling logs und das Nebraska soddy oder Bauen mit Autoreifen sind mir vertraut geworden. So konnte ich später oft sagen: "Ja, kenn ich schon!"
Richtig angetan hatten es mir aber sofort die Domes - geodätische Kuppeln! Zuerst gebaut (natürlich) in Deutschland ("Das Wunder von Jena"), dann aber in USA duch Buckminster Fuller richtig berühmt gemacht. Das war was für den progressiven Hippie! Schön, daß in dem Buch auch nicht die Schattenseiten verschwiegen werden. Es sind Berichte von Zeitzeugen bzw. Interviews drin von Leuten, die sowas gebaut und/oder darin gewohnt haben. Im Internet fand ich später einen Dome-calcuator als Javascript, mit dessen Hilfe ich zwei Stück gebaut habe.
Man lernt hier ökologisches Denken - wer's noch nicht vorher konnte - also: Verwende die Baumaterialien, die du vor Ort vorfindest. Verwende gebrauchte Dinge. Lehm und Holz sind tolle Baustoffe! Silikon ist zwar eine tolle Sache, aber ohne ist es vielleicht besser; man muß ggf. etwas anders konstruieren. Leben, Bauen und Wohnen sollte naturverbunden sein. Permakultur.
Jeder, der irgendwann mal irgendein Haus oder eine Hütte baut, sollte dies Buch wenigstens durchgeblättert haben!