...der Teufel stellt uns ein Bein." Der psychisch kranke David(Jonathan Rhys Meyers) kommt aus den Bergen. Dort hat dieses alte Sprichwort tatsächlich noch Bedeutung. Bis die Psychologin Cara Harding(Julianne Moore) das erkennt, vergehen einige Tage. Tage, in denen Cara, und alle Menschen die in Davids und ihrer Nähe sind, in Lebensgefahr schweben.
Cara Harding wird von ihrem Vater(Jeffrey DeMunn), der ebenfalls Psychologe ist, gebeten sich einen seiner Patienten anzuschauen. Es handelt sich um David. Der vereint mehrere multiple Persönlichkeiten in sich und Cara kann kaum glauben, wie der junge Mann die Identität wechselt. Es scheint sogar, als ob David nicht nur geistig,sondern auch körperlich eine Metamorphose mit der neuen Identität eingeht. Nach und nach lernt Cara Adams Identitäten David und Wesley kennen. Sie macht sich auf die Suche nach den Menschen hinter Adams Namen. Dabei entdeckt sie, dass diese Personen alle tot sind. Die Spur zu Adams Geheimnis führt Cara weiter in die Vergangenheit. Dort entdeckt sie den Ursprung von Adams Wahnsinn. Aber kann Cara sich und ihre Angehörigen retten?
Mans Marlind und Björn Stein haben mit -Shelter- einen schwer zu bewertenden Film abgedreht. Das liegt daran, dass -Shelter- sehr gut beginnt, sich in eine Erzählspur hineinfindet, die spannend ist und neugierig macht, sich dann aber in einer kruden Geschichtsfortführung verzettelt und letztendlich komplett vergaloppiert, nur um ganz am Ende einen wirklich guten Schluss zu produzieren. Hört sich kompliziert an? Ist es auch!
Ich habe selten eine Story gesehen, die so viele positive wie negative Aspekte zu bieten hat. Da fällt es wirklich schwer, sich für pro oder contra zu entscheiden.
Marlind und Stein überzeugen zum Beispiel mit guten, klassischen Horrorelementen und einer unterschwellig Angst verbreitenden Kameraführung. Das ist hervorragend gelungen. Dann knallen sie uns ein völlig unrealistisches Vater/Tochter Verhältnis und einen Hexerei-Nebenschauplatz, der kryptisch komplett überladen ist, um die Ohren, dass man sich fragt: Wie geht das denn?
Okay, die Geschmäcker sind und bleiben verschieden. Mir persönlich haben das Schauspiel von Julianne Moore und Jonathan Rhys Meyers gut gefallen. Der Anfang des Films und auch die Schluss-Sequenz, sowie die Kameraführung fand ich gut. Ab dem Mittelteil ist den Machern, jedenfalls meiner Meinung nach, das Storybook völlig aus den Händen geglitten und die Hexenjagd in den Bergwäldern ist eher was fürs Kasperltheater als für einen ambitionierten Horrorfilm. So dürfen und müssen sie mal wieder selbst entscheiden, was sie von -Shelter- halten. Für mich ist der Streifen lediglich Durchschnitt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.