Am Anfang war ich ja wirklich gespannt: zwei Frauen ziehen sich zur Erholung auf eine abgelegene Insel zurück, nachdem eine von ihnen in der Stadt beim Joggen von einer maskierten Person überfallen wurde. Bei einem Unwetter strandet ein geheimnisvoller Fremder auf der Insel, den die beiden Frauen retten und über Nacht in ihr Haus aufnehmen. Daran ist im Grunde ja nichts auszusetzen, und auch die Idee, dass einmal ein lesbisches Paar den Hauptpart in einem Film übernimmt, finde ich super. Aber was dieser Film daraus gemacht hat, ist allerunterste Schublade und unterhalb jeder Niveaugrenze. Das Verhältnis der beiden Frauen wird genauso gezeigt, wie das typisch männliche Klischee von einem lesbischen Verhältnis aussieht; der Film präsentiert das Ganze auf eine billige und oberflächliche Weise. Die Handlung kann das Desaster auch nicht mehr retten: sie ist völlig unlogisch, und von den zahllosen "das-ist-in-Wirklichkeit-ganz-anders-als-es-scheint"-Momenten sind hier entschieden ein paar zuviel eingesetzt worden.