Da hat irgendwie die Mafia von Chris Blackwell (Sly und Robbie und Konsorten) damals den total in der Gosse liegenden Joe eingesammelt und ins Studio getragen, damit er mit ihnen die Platte macht. Seine einzige - hm - Reggae-Scheibe. Aber ganz so entspannt wurde es doch nicht, denn Joe's Stimme kommt mal sehr kraftvoll und stark rüber, manchmal auch total verletzt. Cocker klang damals nicht so glatt wie heute in seiner Abstinenzzeit, sondern noch aggressiver. Wie er in "Look What You Done" seine Verletzungen verdaut, kommt absolut echt rüber. Er war damals ja auch verletzt und krank. Wie er Stevie Winwood noch zeigt, was man aus "Talking Back to The Night" an Tiefe rausholen kann, hat schon was.
Die Stücke des Originals wurden auf dieser Ausgabe durch einen nicht veröffentlichten Track ergänzt, der verzichtbar ist. Genauso braucht man auch nicht die lahmen extended Versions einiger Stücke, die sich im Stil der 80er dadurch auszeichnen, dass der gesamte Text halt öfter gesungen wird. Weniger wäre mehr gewesen! Nur deshalb 4 Sterne! Großartig ist Cocker's "Inner City Blues", der leider nicht auf dem Original zu finden war. Die Original-Songs (+ Inner City Blues) haben 5 Sterne verdient.
Nach Sheffield Steel kam die Schnulze mit J. Warnes und das Come-Back. Besser war Cocker aber nie.