Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ohne lackierte Fingernägel, 24. Juli 2006
Es ist schon manchmal merkwürdig, welche Wendungen und Überraschungen das Leben für einen bereit hält. Justin Warfield und Adam Bravin, zwei DJs aus L.A., wollten ursprünglich Hip-Hop machen, sind jetzt allerdings in jedem Indie-Magazin zu finden. Das haben Mike Skinner und Deichkind zwar auch geschafft, jedoch ohne komplette Kehrtwendung in ihrer musikalischen Ausrichtung. Denn die Kalifornier formierten ihr Projekt She Wants Revenge, um den Wave-Sound der 80er für unsere Gegenwart tauglich zu machen. Keine Spur mehr von Sprechgesang und "Keep it real".
Im ersten Moment klingt dies natürlich sehr merkwürdig, doch die beiden verstehen ihr Handwerk, haben damals ihre alten Depeche Mode-Platten scheinbar aufmerksam gehört. Einen Trend kreieren sie auch nicht gerade, Interpol und Editors sind ja bereits dick im Geschäft mit ihren Ian Curtis-Stimmen und dem düsteren Disco-Sound.
She Wants Revenge stehen dennoch recht einzigartig da, weil sie sich noch stärker an den Vorbildern vergangener Jahrzehnte orientieren. Momentan dürfte es keine Band geben, die mehr an Joy Division erinnert als sie. Dass die aktuelle Single "Tear You Apart" schon vom Titel an deren größten Hit denken lässt, ist zwar kein besonders wissenschaftlicher aber berechtigter Gedanke. Überhaupt sind die Beklemmtheit und die bedrohliche Atmosphäre der New Order-Vorgänger allgegenwärtig. Nicht bloß das Cover und der Bandname tragen dazu bei, sondern auch die Texte, die uns hinter jeder Ecke ein Trauma vermuten lassen.
Dementsprechend liefern die Hip-Hopper a.D. sicher nicht den Sommerhit - das erwartet auch niemand von ihnen. Doch die Kluft zwischen Alternativ und Wave schrumpft ganz klar weiter. Wo Placebo aufgehört haben, innovativ zu klingen, setzen She Wants Revenge ein und servieren mal was Neues. Das 13 Songs mit über einer Stunde Spielzeit kaum Abwechslung bieten, stört da nicht sonderlich, weil man ihnen anmerkt, dass sie ohnehin ihren Sound gefunden haben. Jedes weitere Stück perfektioniert diesen Stil und das gefällt.
In den USA ist das Album schon im Januar erschienen. Findige deutsche Blogger kennen die Songs natürlich schon seit Monaten, aber jetzt erst ist ihr Debüt auch bei uns erhältlich. Erneut ein Indiz für die Macht des Internets heutzutage. Wave ist endgültig im 21. Jahrhundert angekommen - ohne lackierte Fingernägel. Hat was.- Frank Schwalm -
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
dark,creepy and beautiful, 6. Juni 2006
als ich zum ersten mal den namen dieser band hörte, dachte ich das wär irgendwas my chemical romance, taking back sunday mäßiges und dachte mir: muss nicht sein!
aber wie ich ich mich getäuscht habe!!!
ich hab diese wundervolle band letze woche live gesehn und hab mir somit das gegenteil beiweisen lassen!
wundervolle songs á la Joy Division.
Sie hören sich wirklich teilweise sehr nach Joy Division an, was aber positiv zu sein scheint, denn normalerweise stört mich sowas immer ziemlich schnell.
anspieltipps:
she loves me, she loves me not
these things
tear you apart
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
das kind von fischerspooner und interpol..., 21. April 2007
...muß doch wohl SHE WANTS REVENGE sein! fischerspooner = tanzbar, pop-appeal, interpol = tragik, dunkelheit. dazu noch eine prise bauhaus bzw. peter murphy und david bowie - an beide erinnert mich der gesang manchmal. aber auch ohne irgendwelche vergleiche ist dieses stück musik einfach nur empfehlenswert! DER hammer meiner meinung nach ist TEAR YOU APART, sowohl musikalisch (natürlich!) als auch vom text her... da lohnt es sich, genauer hinzuhören. diesen song gibt es auch im film "the number 23" zu hören, wo er sehr gut zur düsteren stimmung der szene paßt.
fazit: ich schließe mich sämtlichen kauf- bzw. sollte-man-haben-empfehlungen vorbehaltlos an.
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