Der erste Band wurde hier konsequent weitergefuehrt. Was mir dort weniger gefiel, die zu stark sichtbare Inszeniertheit mancher Situationen, ist hier fuer meinen Geschmack deutlich schwaecher ausgepraegt. Auch das namensgebende Konzept der Rasur kommt staerker durch, die im ersten Band noch stark vertetenen teilweise rasierten Modelle sind verschwunden. Diesmal ist auch ein maennliches Modell, selbstverstaendlich ebenfalls rasiert, vertreten. Zugegeben, wer Bilder mag, denen man die Arbeit des Fotografen (und/oder Stylisten) ansieht sollte sich dieses Buch nicht kaufen. Lorenz hat es hier, mehr als im ersten Band, verstanden, die Modelle schlicht durch ihre "vollstaendige" Nacktheit, und manchmal ihre Taetowierungen und Piercings, wirken zu lassen. Die teilweise provokanten, machmal durchaus expliziten, Szenarien haben nichts mit gespielter erotischer Verschaemtheit zu tun, sondern mit offen zur Schau gestelltem sexuellem Selbstbewusstsein. Gerade das, und nicht weichgezeichnete Verzuecktheit, macht aber wahre "Angels" aus.