Dieser Film erzählt die wahre Geschichte des Reporters Stephen Glass (Christensen), der Mitte bis Ende der Neunziger Jahre in den USA für Zeitschriften wie New Republic, Harpers und den Rolling Stone schrieb, bevor man herausfand, dass er 27 von 41 Artikeln entweder ganz oder teilweise erfunden hatte.
(Nicht zu Verwechseln mit dem mehr oder weniger aktuellen Fall von Jason Blair)
Viel hab ich nun wirklich nicht erwartet als ich die PLAY-Taste drückte. Sicher, die Geschichte klang schon einigermaßen spannend, nur war ich nicht sicher, ob Hayden Christensen, bekannt aus "Star Wars" und "Das Haus am Meer" diese Rolle durchhalten kann. Aber er kann. Er zeigt uns Stephen Glass, der trotz großen Talents das Opfer seiner eigenen Schwäche wird und dessen Fassade zu bröckeln beginnt, als man nach und nach herausfindet, dass der Internet-Hacker aus Glass' Exclusivstory nicht existiert. Der Film wirft viele Fragen auf, wie: Ist Glass ein pathologischer Lügner oder nur jemand, der in der Welt des professionellen Journalismus den Kopf über Wasser zu halten versucht?, Fragen, die nie vollständig beantwortet werden und einen nachdenklich und etwas verwirrt zurücklassen.
Neben Christensen gibt es viele brilliante Auftritte von Peter Sarsgaard, Chloe Sevigny, Hank Azaria und vielen anderen.
Ein großartiger Film, absolut sehenswert und nebenbei beweist Hayden Christensen, dass er ein ernstzunehmender Schauspieler ist.
Unverständlich, dass es bisher keinen deutschen Starttermin gibt.