Bernard Cornwell ist es mit Sharpes Sieg erneut gelungen, einen wirklich packenden Historienroman zu schreiben, bei dem die Spannung wirklich nicht zu kurz kommt. Der bekannte Held seines Serienromans, der ehemalige Private Sharpe - jetzt zum Sergeant in der britischen Kolonialarmee aufgestiegen -, wird auf der Jagd nach einem desertierten britischen Offizier, der sich wie andere europäische Offiziere als Söldner der indischen Marathenarmee angeschlossen hat, in die Schlacht von Assaye am 23. September 1803 aktiv einbezogen. Hier kämpft er an der Seite des britischen Generals Wellesley und rettet ihm dabei während eines Angriffs mit unterlegenen britischen Kräften das Leben. Dadurch wird Sharpes innigster Wunsch, der Erwerb eines Offizierspatentes Realität, und er steigt in einem schottischen Regiment zum Fähnrich auf. Wie immer ist es dem Autor gelungen, historische Tatsachen mit fiktiven Elementen - Personen und Handlungen - zu verknüpfen und dem Leser die Gewalt und Brutalität des Krieges ungeschminkt zu präsentieren. Man hat den Eindruck, den Pulverdampf des Schlachtfeldes förmlich zu riechen und wird als Leser schnell in den Bann des Romans gezogen. Dem Leser sei empfohlen, zunächst das Ende des Romans, die historische Anmerkung (S. 459-463) zu lesen und sich dann erst dem Beginn des Historienromans zu widmen. Auch dieser Sharpe-Roman mach Lust auf weitere Episoden.