Bereits bei den Abenteuern, die im Buch Sharpe`s Trafalgar erzählt wurden, hat mich die schlampige Übersetzung gestört, da dort schlicht fehlendes Wissen (und mangelndes Interesse der Übersetzer) im Bereich maritimer Seekriegsführung zu dramatischen Fehlübersetzungen führten. Nun habe ich Sharpe`s Beute gelesen und schon wieder häufen sich Ungereimtheiten, die auf eine mangelhafte Übersetzung zurückzuführen sind. So wird aus dem gemeinen Straßenräuber "Barker" schonmal ein "Parker" mit P und man fragt sich, wo der nun herkommt. Eine Ungereimtheit, die sicher jeder nachvollziehen kann: beim Showdown Sharpe`s mit Major Lavisser wird diesem im Buch mehrfach ein Entermesser "in die Brust gestoßen" und er somit "zurück getrieben" (mehr soll hier nicht verraten werden^^). Wer ein Entermesser aus Beschreibungen kennt, der weiß, dass Lavisser nach mehrfachem Zustoßen damit in seine Brust wohl kaum auf eigenen Beinen stehen bliebe (er wäre bereits nach dem ersten Mal schwerstverletzt liegen geblieben). Im Original sollte wohl eher das Zurücktreiben mit dem Entermesser durch Bedrohung beschrieben werden. Das ist nur ein Beispiel von vielen, bei denen man sich fragt, warum die Übersetzer da nicht nochmals jemanden "drüberschauen" lassen bevor man das druckt. Die vielen Rechtschreibfehler seinen hier jetzt mal nur am Rande erwähnt, nervig sind einfach nur sinnentstellende Abweichungen und offensichtliches Unwissen (warum übersetzt man "clerk" mit "Clerk" ??? und nicht mit "Büroangestellter" ???). Bitte lieber Verlag lass Leute übersetzen, die ein wenig Ahnung von Seekriegsführung und dem militärischen Handwerk haben und nicht einfach irgendwen, der offensichtlich keine so große Liebe zu diesem Stoff hegt wie wir, die Fans von historischen Romanen !!!