Ein Tagebuch vom Krieg aus Ramallah, in der Zeit vom 17. November 2001 bis 26. September 2002.
Das Hauptquartier Arafats wurde in dieser Zeit von der israelischen Armee belagert. Wir sahen diese Bilder täglich in den Nachrichten. Haben Sie schon mal daran gedacht, dass in den Häusern rechts und links davon Menschen leben? Eine davon ist die Schwiegermutter der Autorin, eine über 90jährige Frau. Mit ihr verbringt Suad Amiry, von Beruf Architektin, die Zeit der Besetzung und der Ausgangssperren.
Ich habe das Buch gekauft, nachdem ich diesen Satz las: „Vielleicht kann ich ihnen eines Tages die 34 Tage Haft vergeben, aber niemals wird es mir gelingen zu vergessen, dass ich sie mit meiner Schwiegermutter verbringen musste."
Gelungen ist es der Autorin, ein menschliches Bild dieser Zeit und der Situation in den palästinensischen Gebieten zu geben. Dieses Buch ist ein Muss für alle, die die Situation im Nahen Osten interessiert und die keine Lust haben auf die immer gleichen Statements der Politiker. Hier erzählt eine Frau, und sie erzählt gut. Ein lesenswertes und gut lesbares Buch!
Suad Amiry engagiert sich derzeit in einer bedeutenden Friedensinitiative von palästinensischen und israelischen Frauen.