Es war ja klar, dass ein unbestritten (aber überaschend) erfolgreicher Roman wie Steve Altens "Meg" Nachahmer finden wird - und einer davon liegt mit SHARKS! GEFAHR AUS DER TIEFE vor. Ich gebe gerne zu: ich fand bereits "Meg" reichlich übel... aber ich bin jederzeit bereit zuzugeben, dass "Meg" dem hier vorliegenden Machwerk in jeder Hinsicht locker (!) überlegen ist.
Es geht mal wieder um ein Carcharodon Megalodon, welches plötzlich aus den Tiefen des Meeres auftaucht und nichts eiligeres zu tun hat, als auf Menschenjagd zu gehen. Charles Wilson macht sein Megalodon entgegen sämtlicher Hinweise dann mal fröhlich 60 Meter lang und lässt es dann auch noch einen Fluss hochwandern... wo es sich auch nicht zu schade ist, sich an Land zu schmeissen, um an Menschen heranzukommen. Man sieht: um eine auch nur halbwegs glaubhafte Handlung um einen prähistorischen Monster-Hai schert sich Wilson keine Sekunde.
Soweit - so übel. Das, was so ein Buch retten und zumindest auf trashige Weise unterhaltsam machen könnte, nämlich Tempo und ein paar spannende Momente, fehlt leider auch völlig. Die Story ist absolut vorhersehbar und leider alles andere als spannend in Szene gesetzt.
Alles in allem: ich hätte nicht gedacht das ich mal "Meg" enpfehlen würde (ich fand dieses Buch ziemlich unsäglich), aber bitte schön: wenn man einen Roman lesen möchte, in dem es um ein heutzutage auftauchendes Megalodon geht, sollte man in jedem Fall Steve Altens Bestseller vorziehen. SHARKS! GEFAHR AUS DER TIEFE zeigt, wie man das Thema völlig vor die Wand schreibt.