Kurzfassung: Ein Haufen durchgestylter College-Girls 'n' Boys (auf Anhieb fällt mir jetzt echt kein Name mehr von denen ein) beschließen ein super-duper Wochenende in einem Ferienhaus am See zu verbringen. Noch schnell den Alk, tonnenweise Haarspray, ein wenig Selbstbräuner und noch viel mehr Haarspray ins Gepäck, und schon kann der feucht-fröhliche Trip beginnen. Auf dem Weg dorthin es sich schnell noch mit den Einheimischen verscherzt (Tucker & Dale?), sollten sie bald ankommen, doch das Grauen wartet bereits (keine Sorge, an genug Haarspray wurde gedacht). JETZT KOMMT'S RICHTIG DICKE: Macheten-Schwinger Jason Voorhees stürmt herbei, um jeden von ihnen eine Locke kürzer zu machen... äääääää... nee... Moment... Ach sorry, falscher Film... Ok nochmal: JETZT KOMMT'S RICHTIG DICKE: HAIE!!! Haha wir haben einen Gewinner! Man man man da kann man aber auch mal schnell durcheinander kommen.
Zwischenfrage: Gibt es bis hierhin eigentlich irgendetwas zu kritisieren? Hat der Titel, das Cover oder die Inhaltsangabe etwa zuviel versprochen? Wohl kaum... und doch geht Shark Night schneller unter als eine aus beiden Nasenlöchern blutende, mit Silikon vollgepumpte, im Haifisch-Becken planschende College-Göre. Denn was den übel gelaunten Fischen letztlich die Gräten gezogen, und mich ganz nebenbei zur WEIßGLUT getrieben hat, ist folgende Kleinigkeit:
*tief Luft hol*
WHAT THE F*** muss den Machern durch den Kopf gegangen sein, um Shark Night so verdammt harmlos, dröge und UNBISSIG zu präsentieren??? WHAT THE F*** muss den Machern durch den Kopf gegangen sein, NICHT EIN Fünkchen Ironie miteinfließen zu lassen??? Natürlich ist Shark Night so hohl wie seine Ken- & Barbie-Protagonisten, muss er auch, sonst würde er nicht funktionieren (sind ja hier nicht bei Steven Spielberg) und gerade DESHALB darf doch keine Zeit mehr dafür bleiben auch nur eine Sekunde über das Geschehen auf der Leinwand nachzudenken. Bleibt aber! Viel zu viel Zeit sogar! Jetzt kann man sich nämlich schön mit der Handlung (hä, welcher Handlung?), den Hauptdarstellern (der Film hatte Hauptdarsteller?), den Schurken (LOL) und den Haien (LOOOOOOOL) auseinandersetzten, obwohl ein Dauer-Eingeweide-Bombardement und wenigstens freiwillig komische Dialoge in der Tat angebrachter wären. Denkste! Der Plot wird sowas von konsequent langweilig runtergeleiert, als nehme sich Shark Night tatsächlich ernst?! Ich dachte zwar nicht, dass ich das mal in Bezug auf Tier-Horror-Filme sagen würde, aber hier haben wir einen klaren Fall von UNTERtreibung! Langsam wird ein Schuh draus, denn vielleicht haben Titel, Cover und Inhaltsangabe doch mehr versprochen. Anyway, immerhin hat mich der Film gelehrt, dass es über 350 verschiedene Haiarten gibt (und das ist laut dem Ober-Bubi EINE BEACHTLICHE MENGE! Also, anschauen lohnt sich.).
Fazit: Zahnlos! Aber wofür benötigt man auch Zähne, wenn einem ne' lauwarme Fischsuppe serviert wird? *schlürf*
Euer Fish Mac
By the way: Piranha 3D zeigt, wie man mit dem richtigen Mix aus Ironie, Splatter und mehr nackter Haut die Latte deutlich höher hängen kann...