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Strategische Führungshilfen für die Chefetage
Im Rahmen einer Ringvorlesung an der Universität Zürich haben sich unlängst 16 Autoren aus Wissenschaft und Praxis mit dem Thema «Strategie-Controlling» auseinandergesetzt. Entstanden ist hieraus ein Kompendium, das neben theoretischen Ansätzen auch ausgewählte konkrete Problemstellungen und die internationale Praxis durchsichtig macht. Das strategische Controlling umfasst neben der strategischen Planung und der strategischen Kontrolle als drittes Element die Informationsversorgung. Mit Hilfe dieser drei Elemente kann strategisches Controlling als Instrument zur Umsetzung von Strategien und zur Sicherung von Existenz, Gewinn und Vermögen eines Unternehmens eingesetzt werden. Conrad Meyer führt in seiner einleitenden Studie in wohltuend klarer Sprache in die komplexe Materie ein: Strategisches Controlling sei kein theoretisches Konstrukt, sondern stelle vielmehr «ein echtes Führungsunterstützungsinstrument der obersten Geschäftsleitung» dar; es helfe namentlich, «Erfolgspotentiale aufzubauen und zu erhalten». Rudolf Häfele und Thomas Helbling gehen in ihrem Beitrag der Frage nach, warum sich Klein- und Mittelunternehmen (KMU) mit strategischen Fragen so schwer tun. Anhand eines Denkmodells wird gezeigt, wie der Strategieprozess im KMU-Bereich systematisch angegangen werden könnte. Hans-Dieter Vontobel stellt in seinem Artikel dar, wie in der Vontobel-Gruppe Elemente des Strategie-Controllings in den verschiedenen Bereichen und Prozessen der Unternehmensführung angewendet werden. Aus der Sicht des Familienunternehmers berichtet er über persönliche Erfahrungen. Für ihn dient das strategische Controlling nicht zuletzt zur Generierung von Informationen auf oberster Unternehmensebene, die für die Planung, Steuerung und Kontrolle notwendig sind. Weitere anschauliche Praxisbeispiele aus unterschiedlichsten Branchen lassen erkennen, dass die Implementierung stark vom jeweiligen Unternehmen abhängt, sich aber häufig an grundsätzlichen Abläufen und Denkmustern orientiert.
Anton Föllmi
Shareholder value für Fortgeschrittene
bis. In Debatten um betriebliche Restrukturierungsmassnahmen wird immer wieder mit dem Schlagwort Shareholder value argumentiert. Dabei entsteht häufig der Eindruck, dass mit der angeblichen Maximierung der Eigentümerrendite nicht weniger als eine ganze Ideologie zur Diskussion steht. Alfred Rappaport , der «Vater» des umstrittenen Begriffs, hatte jedoch in seinem Werk «Creating Shareholder Value» eigentlich bloss ein betriebswirtschaftliches Führungsinstrument konzipiert. Ausgehend von den Unzulänglichkeiten der Zahlen aus dem traditionellen Rechnungswesen wird dargelegt, wieso der Shareholder value als Bewertungsmethode das Mass aller Dinge darstellt. In der Neuauflage des Werkes wird dieser Kern praktisch unverändert übernommen. Hingegen trägt Rappaport mit teilweise umgeschriebenen oder neu aufgenommenen Kapiteln einzelnen Aspekten der aktuellen Diskussion Rechnung. Einerseits wird aufgezeigt, wie sich Aktienrückkäufe und Akquisitionen auf den Shareholder value auswirken. Anderseits werden auch Fragen zur wirksamen Leistungsbewertung und Entlöhnung von Führungskräften erörtert. Die im ersten Kapitel angestrebte «Neubewertung der Grundprinzipien» aber lässt eine klärende Behandlung vermissen, wofür denn Shareholder value genau steht. Daher wird die Neuauflage eingefleischte Gegner der «Ideologie» wahrscheinlich kaum eines Besseren belehren.
Vom richtigen Umgang mit dem Letzten Willen
emy. Wenn es ums Geld geht, hört der Spass auf. Gerade bei Erbschaften trifft diese Binsenwahrheit leider nur zu oft zu. Die Erbteilung sät mitunter selbst bei Familienmitgliedern, die sich vorher blendend verstanden haben, Argwohn, Neid und Missgunst. Vermeiden liessen sich solche unschönen Streitereien mit einer umsichtigen Nachlassplanung. Allerdings kann sich dies angesichts des Paragraphendschungels im Schweizer Erb- und Steuerrecht als äusserst schwieriges Unterfangen erweisen, zumal auch praktische Hilfestellungen oft nur zu Einzelaspekten oder gegen einen stattlichen Geldbetrag erhältlich sind. Dem versucht der neuste Ratgeber aus dem Vermögenszentrum (VZ) zum Thema Erben und Schenken Abhilfe zu schaffen. Mit anschaulichen Texten, Graphiken und Rechenbeispielen wird dem künftigen Erblasser die Thematik auf verständliche Weise nähergebracht. Aufgezeigt werden etwa die Möglichkeiten, die dem Erblasser zur Änderung der gesetzlichen Erbfolge zustehen, oder die verschiedenen Konsequenzen, die ein vereinbarter Güterstand für den überlebenden Ehepartner nach sich zieht. Berücksichtigt sind dabei immer auch steuerliche Überlegungen. Aufbauend auf diesem theoretischen Fundament, helfen die Ausführungen zum Testament, zum Erbvertrag und zur Willensvollstreckung (inklusive einfacher Checklisten) bei der konkreten Ausgestaltung des Letzten Willens.
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