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Shardik
 
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Shardik [Ungekürzte Ausgabe] [Taschenbuch]

Richard Adams , Wilhelm Thaler
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 630 Seiten
  • Verlag: Ullstein; Auflage: 6. (1991)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548201210
  • ISBN-13: 978-3548201214
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 434.013 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Format:Taschenbuch
Von Richard Adams kennt man nur sein Meisterwerk "Unten am Fluss - Watership Down", aber nicht alle kennen dieses großartige Mammutwerk.

Handlung
Der junge Jäger Kelderek überlebt eine Begegnung mit dem von Legenden umwobenen Bären Shardik. Shardik wird als Gott in Bärengestalt angesehen. Später wird Shardik gefangengenommen um seine vermeindliche Macht zu nutzen um die Stadt Bekla zu erobern. Die Eroberung gelingt und Kelderek erlangt große Macht und Ansehen. Shardik wird von allen Menschen vergöttert. Doch der Bär Shardik will einfach nur seine Freiheit anstatt Vergöttlichung.

Das Buch ist einfach packend, es hat zwar seine Längen doch alles wird sehr interessant. Die Machtgier des Menschen wird sehr gut geschildert und was so alles in Namen falscher Götter getan wird. Ein Tier dass nur in Freiheit leben will anstatt vergöttert zu werden. Was hat nun mal ein Tier davon von Menschen verehrt zu werden, wenn er dafür ein Gefangener ist?

Dieser Fantasyroman überzeugt besonders durch seine philosophischen Ansätze.

Dieses Buch ist für alle, die wirklich was mit epischer Fantasy angereichert mit philosophischen Ansätzen anfangen können.

"Shardik" gehört auf jeden Fall neben Richard Adams Werk "Unten am Fluss - Watership Down" und weiteren Fantasy-Meisterwerken, wie "Der Herr der Ringe" von J. R. R. Tolkien.
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Format:Taschenbuch
Erstmal ist es ja eine Schande dass es von diesem Buch noch keine (deutsche) Rezension gibt. Deshalb sehe ich mich dazu gezwungen selbst eine zu schreiben, selbst wenn andere dies viel besser könn(t)en.

ACHTUNG SPOILER! ACHTUNG SPOILER! ACHTUNG SPOILER!

um was gehts in dem Buch?:

Zunächst lässt es sich als Fantasy-Roman einordnen. Ähnlich wie bei Herr der Ringe oder anderen vergleichbaren Schmökern, gibt es auch hier am Anfang des Romans eine Art "Weltkarte". Es handelt sich dabei, genauer gesagt" um eine Karte des belkanischen Reichs.
Die Hauptfigur "Kelderek -play-with-the-children-" ist ein Jäger eines relativ einfachen Stammes, namens Ortelga. Die Angehörigen des Stammes Ortelga wohnen auf einer Insel in der äußersten Peripherie des Reiches Belka.

Durch einen Waldbrand wird ein riesiger Bär, der auf der Flucht vor dem Brand war, an die Insel gespült. Kelderek der Jäger, entdeckt den Bären und erkennt in diesem "die Kraft Gottes", eine personifizierte Gottheit in der Gestalt eines Bären.
Nichtsdestotrotz verhält sich der Bär ziemlich profan, er ist instinktgeleitet, rau, hungrig und manchmal auch ziemlich brutal.

Einige Dorfbewohner kommen nun auf die Idee, die Macht des Bären zu nutzen und ihren eigenen Einfluss in der Welt zu vergrößern. Sie haben sogar vor, die Hauptstadt "Bekla" zu erobern.

Durch mehrere Umwege gelingt das auch dem Stamm der Ortelga.

Ein Zeitsprung von 5 Jahren:
Kelderek heißt jetzt Cendrik, und ist der Priesterkönig, sein Bärenfreund Shardik gammelt im Burgturm herum und steht sich die Beine in den Pelz und keiner von beiden ist richtig happy. Das Reich ist auch nicht besser dran als vor der Eroberung und Kelderek Kelderek/Cendrik beginnt sich zu fragen ob er überhaupt richtig gehandelt hat, also im Sinne des Bären.

Durch eine Intrige fängt die Burg Feuer, Shardik der gewaltige Bär, der seit dem Waldbrand vom Anfang des Buches panische Angst vor Feuer hat, zertrümmert einen Teil der Burg und flieht aus der Stadt Bekla, seiner scheinbaren Bestimmung entgegen.

Kelderek/Crendrik, der ohne den Bären keine Autorität hat, verfolgt den Bären, jagt ihn über mehrere hundert Seiten, durch dick und dünn, immer kurz vorm verhungern, verdursten gefangengenommen werden etc.

Letztlich wird Kelderek von einem ultrabrutalen Kinder-Sklavenhändler gefangengenommen, der sozusagen der "Teufel in Person" ist, namens Gensched. Der Sklavenhändler hat außerdem den Sohn eines wichtigen Adligen gefangengenommen. Als die Kinder kurz vorm Verhungern sind und Kelderek die Hoffnung aufgegeben hat, erscheint der Bär Shardik, von vereiterten Wunden, Brüchen, Verkrüppelungen, Hunger etc gezeichnet und tötet den Sklavenhändler. Der Sklavenhändler Gensched schafft es aber wiederum, den schwer angeschlagenen Shardik tödlich zu verwunden.

10 Jahre Später (Epilog):
Der Vertreter eines neuen Volkes, des Reiches Zakalon, welche bis dato nicht mit dem Reich von Bekla zusammentreffen konnte, treffen auf Kelderek und seinem "Kinderheim", welches aus ehemaligen Sklavenkindern besteht. Siristrou, so der Name des Vertreters, wird von Kelderek eingeladen und sie unterhalten sich über Handel, Riten, Religion und den Wert der Kinder.
Siristrou, der philopsophisch und metaphysisch gelehrt ist und nicht an Religionen und Riten glaubt, fragt Kelderek, ob es nicht sein könnte, dass der Bär Shardik "Die Kraft Gottes" einfach nur ein gewöhnlicher Bär war und die ganzen Vorgänge nicht einfach nur eine Ansammlung von Zufälligkeiten gewesen sein könnten.
Kelderek antwortet darauf mit einer sehr weisen, salomonischen Aussage, die beide Möglichkeiten offenlässt.

Wie lässt sich das Buch lesen?:

Teilweise sehr spannend, teilweise sehr langatmig. Es gibt viele Naturbeschreibungen, Wechsel von Tag und Nacht, Licht und Schatten, Kälte und Wärme werden genau beschrieben.
Es wird viel gewandert oder marschiert in dem Buch, damit weist es gewisse Ähnlichkeiten zur Odyssee auf.
Der Hauptcharakter Kelderek ist über weite Teile des Buches ein junger, unerfahrener, beeinflussbarer und unsicherer Typ, der wie ein Zahnrad im Gefüge der Großen und Mächtigen erscheint.

Der Star des Buches ist natürlich Shardik, leider kommt er über lange Strecken hinweg nur am Rande vor, man weiß nie was er denkt oder plant (?), ob er überhaupt ein göttliches Bewusstsein hat.
Er ist sehr brutal, tötet im Buch eine ganze Reihe Menschen, von den Schafen, Ziegen und Rindern die er ständig verputzt, mal ganz abgesehen.
Trotzdem ist er toll und sehr eindrucksvoll beschrieben, man leidet immer mit ihm, wenn es ihm schlecht geht und er sich eine neue Verletzung zugezogen hat.
Jedesmal ist es eine Freude, wenn er im Buch mal wieder auftaucht.

Was steht dahinter?:
Siristrou, der Vertreter von Zakalon, übernimmt im letzten Kapitel ein wenig die Perspektive des Lesers. Er untersucht den Kult um Shardik als Außenstehender, analysiert diesen Kult als "religiösen Schulderlass", in dem der Bär das Leiden und die Schuld der Erwachsenen auf sich genommen hat, um die Kinder zu befreien.
Damit werden eindeutigen Parallelen zum christlichen Erlöserkult um Jesus Christus gezogen.

Die Parallelen könnten wie folgt sein:
Jesus: nicht klar ob Gottes Sohn, zog häufig umher, wurde von der breiten Masse nicht verstanden, wurde verhaftet, gefoltert, ging ans Kreuz starb dort und nahm damit die Sünden der Welt hinfort, stand wieder auf und zeugte damit vom Wunder.

Shardik, nicht klar ob "Kraft Gottes", zog häufig umher, wurde von der breiten Masse nicht verstanden, wurde im Turm eingesperrt, ging in die Katakomben von Urtah (todgeweihter, verfluchter Ort), kam wieder zurück und zeugte durch die Befreiung der Sklavenkinder vom Wunder.

Für wen ist das Buch?:
Für Menschen die interessiert sind an Fantasy, die Längen und Durststrecken in einem Buch ertragen können, die sich für Philosophie bzw. Theologie interessieren.

Für wen ist das Buch nicht empfehlenswert?:
Kinder; Menschen die kurze, knackige Stories lieben; Menschen die keine Gewalt abkönnen; Menschen die einen Tierroman wie Lassie oder Flipper erwarten.

Kelderek:
"the truth - those who hear it are in no doubt. Yet there are always others who know for a fact that nothing out of the ordinary took place."
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