Dass Wolfgang Haffner ein Ausnahmeschlagzeuger ist - einer, der so viel kann, dass er das schon lange nicht mehr überall und ständig beweisen müsste -, steht außer Frage. Allerdings kann man es mit dem Unprätentiösen auch übertreiben, und diesmal ist Haffner auf dem schmalen Grat zwischen professionellem Understatement und, leider, purer Langeweile ausgeglitten. Was mit den allzu glatt auf edlen Hochglanz polierten Klängen ebenso zu tun haben könnte wie mit dem, auf dieser CD zumindest, von Stück zu Stück offenbarer werdendem Unvermögen, den Edelkang in musikalisch wenigstens halbwegs interessante Strukturen zu betten. So stellt sich im Lauf dieser exzellent produzierten, mit Gastmusikern wie Lars Daniellson auch hochkarätig besetzten CD doch bald ein auffälliges Gähnen ein, nachdem man mehr oder weniger verwundert zur Kenntnis genommen hat, dass das, was hier alles so wohl, eben leider auch hohl klingt. Und das ist schade, denn Wolfgang Haffner kann mehr. VIEL mehr. Und manchmal darf er es ruhig auch zeigen ...