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Genau da liegt das Problem. Knopfler ist einer der weltbesten Gitarristen, was er in den 80ern mit Dire Straits bewiesen hat. Heute spielt Knopfler alleine. Der Mann ist merklich älter geworden:
Die Songtexte sind poetischer geworden, die Gitarrensolos nicht schlechter, sondern ruhiger und in Knopflers Stimme manifestiert sich eine leichte bis schwere Melancholie.
Shangri-La ist eine Platte zum Genießen. Um in den Riffs zu versinken, die „singende" Gitarre zu inhalieren und um einem Poeten zu zuhören.
Ein rockiger Leckerbissen ist „Boom, like that", ein seichter Song zum Entschlummern ist „Our Shangri-La".
Besonders interessant finde ich „Song for Sonny Liston", weil Knopfler dadurch den Wunsch Sonny Listons erfüllt und ein Lied über Boxer geschrieben hat. Eine posthume Ehrung für eine tragische Figur.
Fazit:
Knopfler spielt mehr für sich, als für sein Publikum. Stellenweise ist das Album langatmig und ist definitiv nicht mehr als Rock zu bezeichnen.
Allerdings ist es schwerer einen besseren Gitarristen zu finden und wer sich gegen den Trend stemmt und an lyrisch sehr guten Texten „mit Hirn" interessiert ist, sollte bei dieser CD nicht zögern.
Rock a la Dire Straits darf man aber nicht erwarten!
Ich würde die klanglich wunderbare SACD jederzeit wieder kaufen.
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