Eine Platte von Mark Knopfler zu analysieren und zu bewerten ist nicht einfach und darf keinesfalls nach nur einem mal hören geschehen! Dazu ist Knopfler`s Schaffen zu vielseitig. Ich habe mir diese Platte jetzt ca. 5-6 mal durchgehört und werde von mal zu mal sicherer, dass dem Altmeister einmal mehr ein großartiges Werk gelungen ist. Kriterien die man beachten muss sind in erster Linie die Qualität der Musik und die Texte. Was das erste betrifft ist Mark Knopfler in der Szene ganz weit oben. Niemand schafft es einer Thematik eine so passende Atmosphäre zuzufügen wie er. Wenn seine Musik auch ruhiger und erwachsener geworden ist ist sie nach wie vor spektakulär anzuhören. Auch langsame Musik kann rocken, dazu muss man nur den Kopfhörer aufziehen und laut aufdrehen. Jedoch gehört hierzu wie gesagt auch der Text. Dies erläutere ich am ersten Titel "5:15 AM". Beim ersten hören klingt das lied sehr melodisch und mehr nicht. Ich habe mir die Mühe gemacht, da ich gerade bei diesem Lied den Text nicht genau verstand, mich mit einem Wörterbuch hinzusetzen (Texte sind vorhanden) und zu versuchen ihn besser zu verstehen. Als ich verstand ,dass es sich um einen Banditen handelt ,der Menschen, denen es ohnehin sehr schlecht geht, das Geld aus den Taschen zieht und deshalb ermordet wird handelt bekam auch die Musik ihre besondere Note. Bei Knopfler gibt es keine Trennung zwischen Musik und Text, es ist ein und dieselbe Sache, was einen Knopfler zu einem Kunstwerk macht. Es ist mit "Sailing to Philadelphia" Knopfler`s bestes Solo- Werk.