Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Shanghai aus der Yuppie-Perspektive, 30. Januar 2003
Als „Sensation“ und als „literarische Meisterwerk“ wird dieser Roman aus China vom Verlag angepriesen. Und dieser Roman soll auch die Männerwelt des Reiches der Mitte gespalten haben und die regierende kommunistische Partei habe wegen dem Buch den chinesischen Verlag verboten. Man erwartet also einiges von diesem Werk. Die Lektüre ist amüsant, das Buch liest sich flüssig. Man erfährt recht freizügig die Geschichte einer jungen chinesischen Schriftstellerin zwischen zwei Männern, einem gelangweilten chinesischen Maler, der aus lauter Überdruss Drogen konsumiert, und einem erfolgreichen deutschen Industrievertreter. Dies alles spielt sich im Shanghai von heute ab, einer prosperierenden Grossstadt mit riesigen Problemen. Dieser aktuelle Kosmos wird konsequent aus der Perspektive der 25jährigen Schriftstellerin Coco, die sich selber als Yuppie bezeichnet, geschildert. Sex, Drugs und ein bisschen Crime in Shanghai. Ein literarisches Meisterwerk ist es aber bei weitem nicht. Und die Erotik, da waren die Altmeister (vergleiche King Ping Meh) weniger verklemmt und einiges detaillierter. Immerhin, man lernt das heutige Shanghai aus der Sicht einer jungen, verwöhnten Yuppiefrau kennen.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Toller Roman, 11. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Shanghai Baby (Gebundene Ausgabe)
Auf das Buch bin ich durch einen älteren Artikel im 'Spiegel' gestossen. Die Zeitschrift hatte im Zusammenhang mit der Erscheinung dieses Werks über die Shanghaier Upper-Class berichtet. 'Shanghei Baby' ist flüssig geschrieben und überzeugt mich durch die vielfältigen, interessanten Charaktere sowie der sehr genauen, sensiblen Beschreibung der Hauptdarstellerin. Hervorragend aufgezeigt wird das Dilemma von Coco, die zwischen der tiefen Liebe zum intellektuellen, des Geschlechtsverkehrs unfähigen Tiantian und der sexuellen Erfüllung mit dem Deutschen Mark hin- und hergerissen wird. Darüber hinaus kommen einige Persönlichkeiten ins Spiel, die dem Roman zusätzliche Würze geben. Auch das Verhältniss zwischen Chinesen und Ausländern kann Wei Hui auf interessante Weise vermitteln. 'Shanghai Baby' ist ein sehr unterhaltsames, aber keinesfalls oberflächliches Buch.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Viel Trubel um einfach zu wenig, 6. Januar 2004
Ich halte das Buch nicht für so schlecht wie es hier in den Rezensionen oft beurteilt wird, aber den Erwartungen, die sowohl durch den Klappentext als auch durch alle anderen Kurzbeschreibungen geweckt werden, wird es am Ende doch nicht gerecht. Ich hatte befürchtet, beim Lesen meine durchnässten Höschen wechseln zu müssen, aber während der "skandalösen" Sexszenen habe ich leider nicht unterdrücken können, zu belächeln, mit wieviel teilweise plumpem Mühsal die Autorin die Leser zu beeindrucken versucht, was mir wirklich und ernsthaft Leid tut, weil ich sie für eine interessante Persönlichkeit halte. Das Buch lässt sich flüssig lesen, bietet sicher einige ehrliche Schilderungen des Milieus und der Ausgang der Geschichte hat mich durchaus berührt, aber wie schon gesagt finde ich es nach wie vor schade, dass Wei Hui es darauf angelegt zu haben scheint, sich pausenlos als "böses Mädchen" anzubieten, und trotzdem nicht mehr Leute damit schockiert als vielleicht meine Oma, die noch aus dem wirklich prüden China stammt.
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