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Shanghai Baby
 
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Shanghai Baby [Gebundene Ausgabe]

Wei Hui , Wei Hui
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 319 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hc; Auflage: 2.Auflage (1. Januar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550083432
  • ISBN-13: 978-3550083433
  • Größe und/oder Gewicht: 22,3 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (36 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 661.914 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wei Hui
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wei Hui erzählt in Shanghai Baby die "halb autobiografische" Geschichte von Coco, die zwei Liebhaber hat und an ihrem ersten Roman schreibt -- also über eine Frau zwischen zwei Männern. Bereits im ersten Satz ernennt die Ich-Erzählerin Henry Miller zu ihrem größten Idol. Mit ihm gemeinsam hat die junge chinesische Autorin allerdings hauptsächlich die Probleme mit den Zensurbehörden. Man fragt sich wirklich, was die alten Herren von der Kommunistischen Partei so aufbrachte, dass sie diesen Debütroman verboten und über 40.000 Exemplare verbrennen ließen.

Der Sex kann es nicht sein. Coco masturbiert zwar recht oft, aber alles wird nur dezent angedeutet -- genauso wie die drei, vier Liebesnächte mit ihrem deutschen Lover (der chinesische ist sowieso impotent). Vielleicht ist es der völlig verwestlichte Lebensstil Cocos und ihrer Freunde aus der Kunst- und Kulturszene: Sie tanzen zu Techno, schauen Hollywood-Filme an, konsumieren ausschließlich Platten und Bücher aus dem Westen. Eine epigonenhafte Bewunderung unserer Kultur zieht sich via Namedropping durch den ganzen Roman. Zum Beispiel sind jedem der 32 Kapitel zwei, drei Zitate vorangestellt -- von Bob Dylan über Allen Ginsberg bis zu Mutter Theresa. Kein Wunder, dass man über chinesischen Alltag und Tradition überhaupt nichts erfährt. Die Geschichte könnte genauso in Sydney oder Madrid spielen. Und was in China vielleicht als wild, dekadent oder tabulos durchgehen mag, entlockt uns hier nur ein gelangweiltes Gähnen. Dass eine Frau ihren Partner betrügt und an Gewissensbissen leidet, ist seit den Zeiten Madame Bovarys ein alter Hut. Um uns für Coco und ihr doch recht banales Leben zu interessieren, müsste Wei Hui, die im Nachwort bekennt, sich "einfach alles von der Seele" geschrieben zu haben, wenigstens stilistisch mehr als nur Magerkost bieten.

Von wegen "erotischer Skandalroman"! Henry Miller würde sich im Grab umdrehen. Aber zumindest ist Wei Huis Wunsch in Erfüllung gegangen: einen Bestseller schreiben, "damit ich genug Geld für eine Europareise habe". --Christian Stahl

Pressestimmen

»Eine Sensation und ein literarisches Meisterwerk.« Berliner Zeitung »Ein spektakuläres Signal aus dem fernen Osten« Fritz – Vordertaunus, 3/2003  »Ein ungenierter Roman, der in der Shanghaier Kunstszene spielt und beileibe nicht jedem gefällt.« Essen und Trinken, Juli 2005  »Die Schilderungen des Shanghaier Bohème-Lebens bieten intime Einblicke in eine sich rapide wandelnde, längst durch kapitalistische Kultur korrumpierte Gesellschaft,die nach dem Ende der maoistischen Indoktrination an spiritueller Orientierungslosigkeit leidet und individuelle Selbstverantwortung lernen muss.« Tip 14/2002 »Pop made in China...Wei Huis erotischer Untergrundroman stand in China monatelang auf der Bestsellerliste, bis es der Partei zuviel wurde.« In München, Dezember 2002 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Shanghai aus der Yuppie-Perspektive, 30. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Shanghai Baby (Taschenbuch)
Als „Sensation“ und als „literarische Meisterwerk“ wird dieser Roman aus China vom Verlag angepriesen. Und dieser Roman soll auch die Männerwelt des Reiches der Mitte gespalten haben und die regierende kommunistische Partei habe wegen dem Buch den chinesischen Verlag verboten.
Man erwartet also einiges von diesem Werk.
Die Lektüre ist amüsant, das Buch liest sich flüssig. Man erfährt recht freizügig die Geschichte einer jungen chinesischen Schriftstellerin zwischen zwei Männern, einem gelangweilten chinesischen Maler, der aus lauter Überdruss Drogen konsumiert, und einem erfolgreichen deutschen Industrievertreter. Dies alles spielt sich im Shanghai von heute ab, einer prosperierenden Grossstadt mit riesigen Problemen. Dieser aktuelle Kosmos wird konsequent aus der Perspektive der 25jährigen Schriftstellerin Coco, die sich selber als Yuppie bezeichnet, geschildert.
Sex, Drugs und ein bisschen Crime in Shanghai.
Ein literarisches Meisterwerk ist es aber bei weitem nicht. Und die Erotik, da waren die Altmeister (vergleiche King Ping Meh) weniger verklemmt und einiges detaillierter.
Immerhin, man lernt das heutige Shanghai aus der Sicht einer jungen, verwöhnten Yuppiefrau kennen.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Toller Roman, 11. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Shanghai Baby (Gebundene Ausgabe)
Auf das Buch bin ich durch einen älteren Artikel im 'Spiegel' gestossen. Die Zeitschrift hatte im Zusammenhang mit der Erscheinung dieses Werks über die Shanghaier Upper-Class berichtet.

'Shanghei Baby' ist flüssig geschrieben und überzeugt mich durch die vielfältigen, interessanten Charaktere sowie der sehr genauen, sensiblen Beschreibung der Hauptdarstellerin. Hervorragend aufgezeigt wird das Dilemma von Coco, die zwischen der tiefen Liebe zum intellektuellen, des Geschlechtsverkehrs unfähigen Tiantian und der sexuellen Erfüllung mit dem Deutschen Mark hin- und hergerissen wird.

Darüber hinaus kommen einige Persönlichkeiten ins Spiel, die dem Roman zusätzliche Würze geben.

Auch das Verhältniss zwischen Chinesen und Ausländern kann Wei Hui auf interessante Weise vermitteln.

'Shanghai Baby' ist ein sehr unterhaltsames, aber keinesfalls oberflächliches Buch.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Viel Trubel um einfach zu wenig, 6. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Shanghai Baby (Taschenbuch)
Ich halte das Buch nicht für so schlecht wie es hier in den Rezensionen oft beurteilt wird, aber den Erwartungen, die sowohl durch den Klappentext als auch durch alle anderen Kurzbeschreibungen geweckt werden, wird es am Ende doch nicht gerecht.
Ich hatte befürchtet, beim Lesen meine durchnässten Höschen wechseln zu müssen, aber während der "skandalösen" Sexszenen habe ich leider nicht unterdrücken können, zu belächeln, mit wieviel teilweise plumpem Mühsal die Autorin die Leser zu beeindrucken versucht, was mir wirklich und ernsthaft Leid tut, weil ich sie für eine interessante Persönlichkeit halte.
Das Buch lässt sich flüssig lesen, bietet sicher einige ehrliche Schilderungen des Milieus und der Ausgang der Geschichte hat mich durchaus berührt, aber wie schon gesagt finde ich es nach wie vor schade, dass Wei Hui es darauf angelegt zu haben scheint, sich pausenlos als "böses Mädchen" anzubieten, und trotzdem nicht mehr Leute damit schockiert als vielleicht meine Oma, die noch aus dem wirklich prüden China stammt.
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