Sieben - ist in der Tat eine Glückszahl, zumindest für Chris Rea, denn mit seinem siebten Album - Shamrock Diaries - landete er mit seiner - Josephine - den ersten ganz großen Hit seiner musikalischen Karriere, mit dessen Neuversion er 1988, genauso wie mit - On The Beach - noch einmal die Hitparaden stürmte. Der zu Beginn seiner musikalischen Laufbahn durchaus gute und bequem im Hintergrund hörbare Chris Rea verschaffte sich so nach und nach mit seinen bodenständigen und von Grund auf einfach nur anständigen und schönen Songs über Alltagsthemen und Liebessehnsüchte von Album zu Album immer mehr Beachtung in der kommerziellen Musikwelt.
Sein Album, oder besser gesagt seine Tagebücher (Diaries), dessen Songs der Musiker dieses Mal mit dem irischen Kleeblatt symbolisiert, beginnt mit dem gesellschaftskritischen Song - Steel River - das textlich auf die Missstände und die schlechten Arbeitsbedingungen der Englischen Stahlarbeiter aufmerksam macht. Danach folgt mit - Stainsby Girl - ein kleiner bekannter Hit, der aufgrund seiner familiären Nähe zu Chris Reas persönlichen Lieblingssongs zählt. Mit dem dritten Song - Chilsel Hill - folgt dann ein eher naturverbundenes, ruhiges und sehr nachdenkliches Lied. Überhaupt enthält - Shamrock Diaries - überwiegend nachdenklich gehalten Texte, und einige Songs, die mehrere Hördurchläufe benötigen, bis sie sich in den Gehörgängen festsetzen, da sie nicht ganz so eingängig und einfach sind wie bisher. Nicht so allerdings der erste ganz große Hit - Josephine - den Chris Rea für seine Tochter geschrieben hat, und den ich auch heute noch immer sehr gerne in beiden Versionen auf längeren Autofahrten oder Zugreisen sehr gerne höre. One Golden Rule - war dann die ruhige aber wunderschöne B-Seite, die als Live-Version 1986 auf dem Riesenhit - On The Beach - veröffentlicht wurde, und zwei Jahre später 1988 noch einmal als Albumversion auf der Single - Working On It - erschien.
Mit - All Summer Long - folgt dann wieder so ein großartiger vergessener und rhythmisch exzellent arrangierter Song mit ganz großem Hitpotential. Auch wenn der Song nicht als Single ausgekoppelt wurde, kannte ich dieses Lied von irgendwo her. Wahrscheinlich wurde er zur damaligen Zeit des Öfteren im Radio gespielt. Danach erwartet den Hörer mit - Stone - ein ruhiges aber spannendes Liebeslied, mit starken Gitarrenriffs und groovigen Drums. Es folgt der gewöhnungsbedürftige Titeltrack auf dem uns Chris Rea zu Piano- und Saxophonarrangements die Geschichte seiner Irischen Tagebücher näher bringt, bevor sich auf dem atmosphärischen und tief unter die Haut gehenden Titel - Love Turns To Lies - die Liebe in Lügen verwandelt, und das Album gleich darauf mit dem nicht gerade einfachen und ebenfalls extrem nachdenklichen achtminütigen Lied - Hired Gun - endet. Bleibt zum Schluss noch zu erwähnen, dass ich mich über eine Remasterung des Albums mit der Veröffentlichung aller B-Seiten und Liveversionen aus dieser Zeit riesig freuen würde.