Diese Staffel ist schon von ganz eigener Art. Bereits nach der ersten Box unterscheiden sich die Geister, ich glaube bei der Staffel ist man entweder 100%iger Fan, oder man lehnt sie total ab, es ist da wenig Platz im Mittelfeld der Anschauungen und Geschmäcker.
Der hochintelligente Lip hat einen Durchhänger und beschließt die Schule zu verlassen, um für den Unterhalt seines Sohnes zu sorgen, den Karen wahrscheinlich gebären wird.
Fiona entschließt sich ihr Studium, wenigstens in Kurzform, erneut aufzunehmen.
Die mit vielen Lastern und gestörter Psyche belastete Mutter Gallagher kehrte in den Schoß der Familie zurück und Frank verliebt sich erneut in sie, was zu unsäglichen Verwicklungen führt.
Sheilla wird von Frank nur noch selten aufgesucht, da er nun wieder mit seiner Frau liiert ist, Sheilla hingegen wendet sich dem wesentlich jüngeren und ungehemmten Jody, dem Ex-Freund ihrer Tochter Karen zu, ja sie haben sogar Sex zusammen.
Ians Mutter schleppt den hübschen jungen Ian in eine Schwulenbar, damit dieser neue Kontakte findet, was auch von Erfolg gekrönt ist, denn er verbringt die Nacht mit einem älteren Herrn, den er später unter anderen Umständen überraschend wieder trifft.
Endlich wird offenbar, dass Karens Kind, das nun geboren ist, nicht von Lip ist, der sich bestens mit der Vaterrolle arrangierte. Karen will den Kleinen zur Adoption freigeben, oder besser gesagt "gewinnbringend verkaufen", was Jody und ihre Mutter zu verhindern suchen.
Dies sind nur einige skizzierte Höhepunkte der 2. Staffel, die man nopch beliebig erweitern könnte. Womit in der ersten Staffel begonnen wurde, das wurde in der zweiten nahtlos fortgesetzt. Dieser kleine "Mikrokosmos" wird uns witzig, schonungs- und kompromisslos dargestellt und trainiert die Lachmuskeln am Laufenden Band. Immer wieder ist man erschlagen von dem, was einem da "vorgeknallt" wird, jede der Szenen hat ihren eigenen Witz und Humor. Völlig unverklemmt und ohne Berechnung agieren sämtliche Beteiligten. Was an anderer Stelle grenzwertig, oder gar eine Beleidigung wäre, das rundet hier eine Szene ab und gibt ihr Esprit und Elan. Verklemmtheit oder falsche Rücksichtnahmen sind fehl am Platz, selbst Nacktheit wird einem zwar nicht aufgedrängt, aber auch nicht "verhütet" oder weggeschnitten, ich erinnere nur an die Szenen, wenn der wirklich gutgebaute Jody ungeniert nackt herumläuft, oder sich die Mädchen unbekümmert umziehen.
Man lässt dem Leben seinen Lauf und dadurch wirkt diese auf den ersten Blick "unwirkliche" Gruppe so überaus natürlich und überzeugend, keine Bremse wird eingelegt, keine Handlung oder Redeweise zensiert, dies bringt Authentizität und enorm viel Spaß und hintergründigen Hunor, der sicherlich nicht jeden begeistet, aber all jene vom "Stuhl reißt", die sich ihm öffnen. Ich hoffe auf das baldige Erscheinen der 3. Staffel!