Ich habe zuerst das Remake mit Richard Gere und Jennifer Lopez gesehen und war von der Idee und Umsetzung des Films sehr angetan.
Nachdem ich jedoch jetzt die Originalversion aus Japan gesehen hab, gefällt mir diese doch besser.
Hier ist die japanische Mentalität ein entscheidender Faktor und macht klar, warum der Mann seiner Frau nicht sagt das er tanzt. Tanzen ist in Japan ein unmoralisches Vergnügen und natürlich möchte ein liebender Ehemann und Vater nicht in ein falsches Licht gerückt werden.
Auf sehr charmante Art und Weise werden dem Zuschauer hier japanische Traditionen bzw. Tabus nahegebracht und man verfolgt wie Herr Sugiyama seine "Schüchternheit" ablegt und beim Tanzen die Lebensfreude entdeckt, die ihm in seinem Alltagstrott verloren gegangen war.
Obwohl die schöne Tanzlehrerin Mai sein erster Grund war die Schule zu betreten, erfährt er sehr schnell, daß das Tanzen ihm viel bedeutet und ihm die Leidenschaft zurückgibt.
Nicht die Leidenschaft für eine andere Frau....sondern die Leidenschaft und die Lust am Leben, spüren wie ihn Energie durchströmt und er wieder Spaß am Leben hat.
Alleine dieses Gefühl als Zuschauer zu spüren, macht viel Freude.
Daher kann ich jedem, der gerne liebenswerte Filme sieht, "Shall we Dance?" nur ganz besonders ans Herz legen.